Dazu fallen mir ein paar Fragen ein

Benita Batliner, 26.03.2019

Benita Batliner
Benita Batliner

Ich weiss nicht, ob das stimmt, denn ich hatte nie soviel Geld, dass ich es zum Fenster hinauswerfen konnte. Andererseits kann man das auch mit wenig Geld tun. Besonders sparsam war ich nie, und obwohl ich oft dachte, ich hätte zu wenig Geld, war immer genug davon da. Denn tief drin glaubte ich immer, dass es reichen oder zur rechten Zeit genug von irgendwoher kommen würde. 

Im Grunde ist Geld nur eine Form von Energie. Und Energie will fliessen. So betrachtet, hat Herr Lagerfeld mit seiner Aussage vielleicht recht gehabt. Geld an sich ist neutral. Es ist nur bedrucktes Papier und oft nicht einmal mehr das. Ein paar Zahlen irgendwo in einem Rechner, hinter welchen oft nicht einmal mehr ein realer Wert steht. Das meiste Geld existiert also nur in unserer Vorstellung, als Gedanken, als Energie.

Dazu fallen mir ein paar Fragen ein.

Wie gehen wir mit unseren Gedanken und Energien um? Wofür setzen wir sie ein? Welchen Gedanken folgen wir? Welchen Gedanken wollen wir unsere Energie geben? Seien es unsere eigenen oder diejenigen von anderen Menschen. Beherrschen wir unsere Gedanken oder beherrschen sie uns? Will heissen, lassen wir uns von den Marktschreiern der Konsumwelt hypnotisieren oder sind wir wach und entscheiden bewusst, wem wir unsere Energie in Form von Geld zufliessen lassen und welche Energien wir damit mehren oder anders ausgedrückt, welche Welt wir dadurch miterschaffen.

Wie denken wir über Geld, über Reichtum oder Wohlstand und über Menschen, die viel Geld besitzen. Wenn wir schlecht über Geld und Reichtum denken, wie können wir dann erwarten, dass es durch unsere Türe hereinkommt? Signalisieren wir der Energie Geld mit unseren ablehnenden Gedanken dann nicht, dass wir sie nicht haben wollen und knallen ihr, wie einem unerwünschten Besucher, die Tür vor der Nase zu? Und was die wohlhabenden Menschen betrifft, können wir uns einmal fragen, was genau uns daran so stört, falls es das tut. Vielleicht mögen wir uns unseren Neid eingestehen und ihn als Antrieb nehmen, genauer hinzusehen, wie diese Menschen es angestellt haben, zu ihrem Wohlstand zu gelangen. Da mag es durchaus sehr unterschiedliche Modelle geben und welches davon, und ob überhaupt, wir als Vorbild für uns selbst wählen, bleibt wiederum uns selbst überlassen und der Frage, wie wir unsere Energie einsetzen wollen.

Ich könnte mir vorstellen, dass wir bei dem einen oder anderen feststellen könnten, dass er oder sie ihrer Freude gefolgt ist, also dem Herzen, der Intuition. Vermutlich hat jede es schon einmal erlebt, dass die Stimme des Herzens der zuverlässigste Kompass ist und sich alles wunderbar zusammenfügt, wenn man ihr vertraut. Vielleicht hat es Herr Lagerfeld genauso getan. Er ist seiner Leidenschaft, seinem Herzen gefolgt und hat genau das getan, was dieses Herz ihm geboten hat zu tun. Und was daraus erfolgte, war sein Erfolg und das Geld, das durch seine Haustüre wieder zu ihm zurück kam.

1Kommentar

  • 24.04.2019 19:53 Uhr

    Liebe Benita

    Mir gefällt es ausgezeichnet, wie du erforscht hast, wie sich der Spruch des „grossen“ Karls bewahrheiten könnte. Sehr schöne Ausführungen zum Thema „Geld“ und „Energie“, die geschaffene Verbindung sehr gelungen. Dein Text selbst fliesst und ist für mich stimmig und rund, dein Urvertrauen spürbar, Chapeau! Mir bewusst sein, wem ich meine Energie in Form von Geld zufliessen lasse und welche Energien ich damit mehre, bzw. welche Welt ich dadurch miterschaffe – ein für mich sich jederzeit lohnender Gedanke. Vielen lieben Dank, dass du mich daran erinnert hast.

    Liäbi Grüess

    Cécile

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