Gaby Kratzer: Ausserhalb der Komfortzone

Gagy Kratzer, 25.11.2019

Gaby Kratzer
Gaby Kratzer

Eigentlich sollte ich mich auf meine Arbeit konzentrieren. Mein Brotgeber fände das sicher besser, wenn auch meine Gedanken ums Büro kreisen, nicht nur mein Körper. Im Moment fällt es mir höllisch schwer. Gefühlt tausend Gedanken jagen durch meine Hirnwindungen.

Die Diplomprüfung nächsten Sonntag die gut abgeschlossen werden will. Ein paar Tage darauf verlege ich mein Domizil und ziehe in eine neue Wohnung. Wie viele Male sagte ich mir schon, dass dieser Umzug wirklich der Letzte sein sollte. Vielleicht muss ich es mir etwas eindringlicher sagen. Mittlerweile bin ich in einem Alter, da lasse ich zügeln. Möbelpacker schleppen all meine Sachen in die Zimmer meiner Wahl. Hey, ich könnte eigentlich eine Möbelaufbauparty organisieren. Später gemeinsam etwas Essen und Trinken. Da würden sich doch bestimmt ein paar Freiwillige finden. Die Idee muss ich gleich notieren.

Apropos Ideen...., mein Gemeinschaftsbuch ist auch noch immer in der Pipeline. Der geplante Bestseller „Maras Lächeln“, welchen ich mit ein paar Freundinnen realisieren will. Im Moment leider einfach auf Eis gelegt. Über all die anderen Projekte, die in mir spuken schreibe ich hier gar nicht. Ich würde mit der Aufzählung nicht fertig.

Und dann? Was dann? Ja, was mache ich dann? Dann mache ich weiter. Mit all den anderen Projekten die mir noch so in den Schoss fallen. Und jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt neu anzufangen. Praktisch mitten im kalten Winter. Grundsätzlich hasse ich Winter. Ich bin ein ausgesprochener Frühling – Sommer – Herbst Mensch. Ich mag den Winter nicht. Kalt, nass, pflotschig. Hässlich, wenn der schöne Schnee dann langsam schmilzt und der Schmutz der Strassen den Schnee mehr schwarz als weiss hinterlässt. Dieses Jahr, komischerweise, freue ich mich auf den bevorstehenden Winter. Nicht, dass ich mehr Freude am Schnee hätte. In der Höhe darf das weisse Pulver sehr gerne liegen. In den Niederungen benötige ich das kalte Weiss nicht zwingend. Ich freue mich, weil … ja, warum eigentlich? Ich freue mich auf den Neuanfang in meiner eigenen Wohnung. Die Zeit die ich für mich habe, einkuscheln in die warme Flauschdecke, den PC auf den Knien und einfach drauflosschreiben. Tun und lassen was ich will. Momente für mich alleine, meinen Gedanken und Ideen nachhängen. Das geht am besten, wenn es draussen kalt und ungastlich ist.

Eine wahre Freundin schrieb mir letzthin:

“Outside of your comfort zone is where the magic happens.”

“Ausserhalb deiner Komfortzone spielt die Magie.”

Mein Leben ist auf dem Weg dorthin und einiges an Magie hat schon stattgefunden.

Ich liebe das Leben.

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