Glücklich für mich selbst

Hier den Autorennamen eingeben, 08.07.2021

Dr. med. Ruediger Dahlke
Dr. med. Ruediger Dahlke

Gespräch mit Ruediger Dahlke zum ersten Zyklus der Denkforum-Ringvorlesung «Der Liebe eine Chance geben».

Das Thema des Zyklus heisst «Der Liebe eine Chance geben»! Wer will das nicht! Doch warum gibt es so viele Trennungen, neue Lieben und wieder Trennungen und immer noch glaubt man oder träumt man von der grossen Liebe?
Die große Zahl der Trennungen – in den deutschen Großstädten liegt die Scheidungsrate bei über 80 % - hat wohl damit zu tun, dass die große Mehrheit unserer Bürger, die Problem immer noch auf den anderen, also die oder den Partner(in) projiziert, statt sich an die eigene Nase zu fassen. Das dürfte auch der Grund sein, warum die Beziehungen immer rascher zerbrechen. Wer spricht schon noch vom verflixten 7. Jahr in der Ehe? Das ist offensichtlich, denn die große Mehrheit erreicht diese Länge gar nicht mehr. Scheidungs-Höhepunkt ist heute bereits nach 3,5 Jahren.

Daß wir trotzdem noch weiter von der großen Liebe träumen, hat wohl damit zu tun, dass wir tief in uns ein Urwissen tragen, dass wir unser Überleben letztlich der Gemeinschaft und dem Zusammenhalt verdanken, und die deutlichste Form davon ist die Partnerschaft und deren Basis heute die große Liebe, am besten auf den ersten Blick.

In „Corona als Weckruf“ habe ich diese alte Geschichte, wie wir Cromagnon-Menschen uns friedlich über Gemeinschaft und Zusammenhalt gegen die an sich viel stärkeren Neandertaler durchgesetzt haben, nachverfolgt. Wir sind – wie schon die Griechen der Antike wussten, ein Zoon politicon, ein politisches Tier, und aufeinander und unseren Zusammenhalt angewiesen. Heute träumen wir immer noch von der gelungenen Liebesheirat und –partnerschaft. Und eigentlich wären unsere Chancen größer denn je. Während zu Goethes Zeit – wie er in den „Leiden des jungen Werther“ – darstellt, die gesellschaftlichen Zwänge Liebesheiraten weitgehend verhinderten, und noch zur Zeit unserer Großeltern die Eltern meist die Partnerschaft regelten nach dem Motto: „Die haben ein Baugeschäft, wir haben eines, also baut etwas Schönes zusammen“, sind wir heute meist frei, der Liebe auf den ersten Blick zu folgen.

Oder anders ausgedrückt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Weil wir aber - mehrheitlich - das Wirken der Spielregeln des Lebens, der „Schicksalsgesetze“ verkennen, verderben wir uns diese Chance durch Projektion, die Verschiebung der Schuld auf andere, statt in die Eigenverantwortung zu gehen.

Ist eine gelungene Liebesbeziehung halt doch Schicksal, in den Sternen geschrieben und im Himmel beschlossen?
Sören Kierkegard erkannte bereits die Tragik des Lebens darin, dass wir es vorwärts leben müssen und erst zurückschauend verstehen können. Zurückblickend erkennen wir oft, dass Vieles Bestimmung war. Aber selbst dann liegt es noch an uns, im Einklang mit den „Schicksalsgesetzen“ die Weichen auf ein glückliches Zusammenleben zu stellen.

Ist nur die eine, einzige Liebesbeziehung für alle Zeiten die wahre?

Das mag manchmal rückblickend so erscheinen, aber aus eigener Erfahrung glaube ich nicht, dass es grundsätzlich so ist. Man kann durchaus mehrere Menschen lieben, am besten wohl hintereinander, aber manchmal sogar parallel.

Wie viele Chancen gibt uns die Liebe?
Jede Menge, wenn wir sie beherzt angehen und uns ihr hingeben, offen dafür sind, und wenn wir die Spielregeln des Lebens, jene schon erwähnten „Schicksalsgesetze“ beachten. Wer das drittwichtigste dieser Gesetze, dass im Anfang schon alles liegt, beachtet, wird der Liebe auf den ersten Blick vertrauen und diese Chance ergreifen. Wer dann dem zweitwichtigsten der Gesetze, dem der Resonanz, vertraut, wird erkennen, dass er – gesetzmäßig - nur die Partner bekommt, zu denen er Resonanz hat, ob in Liebes- oder Berufsangelegenheiten und das auch genießen. Aber nur wenn er schließlich und zusätzlich noch das Polaritäts-Gesetz erkennt, dass alles einen Gegenpol hat, wird er vermeiden können, Opfer des „Schattenprinzips“ zu werden.

Lieber Ruediger Dahlke, ich danke Ihnen für das Gespräch und wir freuen uns auf Ihren Vortrag am 18. August 2021 von 19.00 – 20.00 Uhr mit dem Thema «Glücklich für mich selbst».

Möchten Sie beim Vortrag dabei sein? Hier können Sie sich anmelden:

Literatur zu diesem Thema von Ruediger Dahlke «Glücklich mit mir Selbst»:

https://shop.heilkundeinstitut.at/index.php?page=product&info=968)

Die Schicksalgesetze erschienen im Arkana Verlag

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