Ich kann nicht mehr schlafen.

Sibille W., 05.06.2017

Liebes Beraterinnen-Team
 Ich kann mir vorstellen, dass Ihr das vielleicht auch kennt - vor allem, wenn Ihr selbst Kinder in dem Alter habt.Ich kann nicht mehr schlafen. Meine Tochter will nämlich für ein Ausstauschjahr vom Gymi nach Neuseeland. Nicht England. Nein, weit weg muss es sein. Ich will ihr das nicht verbieten, doch frage ich mich schon, warum sie unbedingt weg will. Ich habe das Gefühl, wir seien gute Eltern und lassen ihr genügend Freiraum. Englisch vertiefen könnte sie ja auch hier z.B. mit einem Privatlehrer oder in Diskussionsgruppen. Irgendwie kränkt es mich, dass sie weg will. Kann ich sie bitten hierzubleiben? Oder ist das eine zu grosse Einschränkung ihrer Freiheit? Ich bin froh, wenn ich von Euch Unterstützung erhalten, um keine Fehler zu machen, die ich dann später wieder bereue. Ich möchte einfach eine gute Mutter sein.

Vielen Dank.

Sibille


5Kommentare

  • Gudrun Niemeyer
    07.06.2017 17:08 Uhr

    Haben Sie keine Angst, liebe Sibille, Ihr Kind und auch Sie werden gestärkt von dieser Reise zurückkommen.
    Die Wurzeln haben Sie ihr gegeben. Nun sind die Flügel dran. Und Entfernungen sind heute dank skype und Co. keine
    Probleme mehr. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter viele neue Eindrücke.
    Ihre Gudrun Niemeyer

  • Jasmin
    12.12.2017 12:02 Uhr

    Liebe Sibille
    Ich kann deine Bedenken sehr gut nachvollziehen. Deine Tochter möchte in ein anderes Land und das für ein ganzes Jahr. Und dann noch in ein soweit entferntes Land wie Neuseeland. Eine Sprache zu erlernen ist was schönes und bekanntlich geht es am einfachsten dies in einem Land zu tun, indem es die Landessprache ist. Man taucht nicht nur viel mehr in die Landessprache ein sondern lernt auch gleich mehr über diese Kultur. Am Besten versuchst du das Gespräch mit deiner Tochter zu suchen und so könnt Ihr euch über eure Ängste und Bedenken austauschen. Du wirst sehen dass es keine Kritik deiner Tochter an dir als Mutter ist, sondern einfach nur der Wunsch neues zu lernen. Versuch Objektiv zu bleiben, sachlich und ruhig auch wenn es dir schwer fällt, so kannst du am Besten herausfinden welche Beweggründe deine Tochter antreiben diese reise machen zu wollen und Sie kann sich dir so besser öffnen und anvertrauen.
    Liebe Grüsse
    Jasmin

  • Jasmin
    26.12.2018 16:33 Uhr

    Ich kann nicht mehr schlafen. (05.06.2017)
    Hallo Sibille
    Du sorgst dich um deine Tochter, da sie für ein Austauschjahr weit verreisen will. Die Angst jetzt eine falsche Entscheidung zu treffen ist allgegenwärtig. Ich entnehme auch deinen Worten, dass du Bedenken hast sie loszulassen.
    Die Fragen, die sich mir stellen sind: Wieso willst du sie nicht gehen lassen? Ist es die Sorge, ihr könnt etwas geschehen?
    Suche doch das Gespräch mit deiner Tochter und frage sie was sie an Neuseeland so fasziniert, vielleicht schlägt diese Faszination ja auch auf dich über?
    Für die bevorstehende Zeit wünsche ich dir viel Ruhe und Kraft.

    Jasmin

  • Sandra
    19.05.2019 14:00 Uhr

    Liebe Sibille
    Ich kann deine Ängste und Bedenken sehr gut verstehen. Aber Unterstütze deine Tochter in dem was sie vorhat, auch wenn es dir schwer fällt. Die Kinder brauchen Flügel und unser Vertrauen, so können sie wachsen und Erfahrungen sammeln. Es gibt heute ja so viele Möglichkeiten mit ihr in Kontakt zu bleiben per Skype etc. Evtl. kannst du sie auch mal besuchen gehen am anderen Ende der Welt. Ich finde es schön, wenn die Kinder wissen was sie gerne machen würden und mit deiner Unterstützung schenkst du ihr noch mehr Vertrauen.
    Viel Kraft und Zuversicht
    Liebe Grüsse
    Sandra

  • Fabienne M.
    30.06.2019 22:46 Uhr

    Liebe Sibille

    Das Vorhaben deiner Tochter, ein Jahr nach Neuseeland zu reisen, lässt dich nicht mehr schlafen. Du hast Angst und spürst Unruhe. Es scheint mir, dass du noch nicht bereit bist, sie in die Welt hinaus schreiten zu lassen. Ich verstehe sehr gut, dass das Loslassen von heranwachsenden Kindern beängstigend sein kann und die Eltern auch etwas wehmütig stimmen kann. Sie jedoch zu bitten zu bleiben halte ich für keine gute Idee. Im besten Fall schürt dies bei deiner Tochter Widerstand, welcher sie vielleicht erst recht bekräftigt zu gehen. Schlimmer wäre jedoch, wenn sie deinetwegen auf das Abendteuer verzichten würde und dein Bedürfnis ihr Nahe zu sein über ihr Bedürfnis nach Unabhängigkeit stellen würde. Kinder müssen irgendwann ihre eigenen Wege gehen können und deine Tochter zeigt ganz klar, dass sie jetzt dazu bereit ist.
    Du schreibst, dass du gekränkt bist und du einfach eine gute Mutter sein willst. Bestimmt hast du gewisse Vorstellung davon, was für dich eine gute Mutter ausmacht. Vielleicht hilft es dir, diese Vorstellungen und Erwartungen an dich und an dein Kind zu überprüfen und eventuell zu hinterfragen? Wenn Kinder so viel Grundvertrauen und Mut haben, um so weit alleine zu reisen, bestätigt dies dann nicht gerade, dass du als Mutter sehr vieles richtig gemacht hast? Dies zu beurteilen und anzuerkennen liegt jedoch bei dir allein und es ist nicht wichtig, was andere darüber denken.
    Vielleicht helfen dir meine Gedanken dazu, die Situation von einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Vielleicht spürst du irgendwann sogar Vertrauen und bist stolz auf deine mutige, selbständige und unabhängige Tochter und kannst sie in ihrem Vorhaben aktiv unterstützen.
    Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man manchmal weit weg gehen muss um sich selbst und den Menschen, die man liebt wieder nahe sein zu können. In diesem Sinne wünsche ich dir auf deiner ganz eigenen Reise zum nächsten Lebensabschnitt, dem flügge werden der eigenen Kinder, genauso viel Mut und Vertrauen wie es deine Tochter hat.

    Liebe Grüsse
    Fabienne M.

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