Kommunizieren mit trauernden Witwen

Annemarie, 12.10.2016

Guten Morgen Generation-superior Team

Wie kommuniziere ich mit trauernden Witwen, die aggressiv über alles und jedes schimpfen, ihren Partner und das ehemalige Leben zurück wollen? Damit ich nicht auch noch zum Rückzug schreite, das Unglücklichsein verstehe und damit umgehen kann, doch auch mein Seelenleben intakt halte, suche ich Literatur, Ratschläge, oder was? Vielen Dank für Ihre Antwort.

A. S. | Abonnentin

Antwort

Liebe Annemarie

Das ist eine sehr anspruchsvolle Situation, die es zu meistern gilt! Zuerst aber gratuliere ich Ihnen für Ihre Selbstfürsorge, Ihr eigens Seelenleben schützen zu wollen, um nicht auch noch in den Strudel der Negativität hinein zu geraten.

Es kommt nun sehr darauf an, in welcher Beziehung Sie zu den trauernden Witwen stehen. Sind es Freundinnen, wäre ein offenes Wort angemessen, also eine klar Ich-Botschaft, in der sie erklären wie mühevoll für Sie das Anhören von sich ständig widerholenden Schimpftiraden ist. Eventuell könnten Sie miteinander noch eine Abmachung für einen klar begrenzten Zeitraum treffen, da noch so richtig geschimpft werden darf. Hinterher muss aber Schluss sein.

Vielleicht könnten Sie auch ein Angebot machen, dass Sie sich gerne mit ihnen über die nun zu gestaltende Zukunft unterhalten, denn da gibt es ja doch einiges neu zu regeln.

Sie erteilen also einerseits für den rückwärtsgewandten Jammerblick eine Absage, laden aber gleichzeitig ein, sich auf das Zukünftige auszurichten.

Und wenn alles nichts nützt, dann ist diesen Damen wohl nicht zu helfen. Dann kommt es vor allem darauf an, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

Das sagt sich alles leicht, ich weiss, ist aber nicht einfach.

Berichten Sie doch, wie es sich weiterentwickelt hat.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und grüsse Sie herzlich

Julia Onken

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