Pippilotta – Vorbild sein mit Ringelsocken!

Christine Weiner, 09.08.2016

Claudio Santucci, 123rf.com
Claudio Santucci, 123rf.com

Auch Pippi Langstrumpf, wäre inzwischen bereits über 70 Jahre! Und trotzdem haben wir sie immer noch vor Augen: ihren umwerfend rebellischen Look, die Villa Kunterbunt, die Apfelbäume, die Nachbarskinder Thomas und Annika, den Affen und das Pferd Kleiner Onkel auf der Veranda. Es sind Bilder aus der Kindheit, die unvergänglich und konstant bleiben – konstant stark, konstant liebenswert und konstant verrückt. Nicht umsonst verkleiden sich Heerscharen von Frauen jedes Jahr in der Faschingszeit mit roten Zopfperücken, künstlichen Sommersprossen und Ringelstrümpfen. Keine Frage: Pippi Langstrumpf ist für viele von uns auch heute noch ein heimliches Vorbild und eine geliebte Freundin.

In einer Welt, die mehr und mehr undurchsichtig wird und wo der Einzelne nicht mehr abschätzen kann, ob und wie er Einfluss nehmen kann, braucht es Menschen, die vorleben, dass wir auch heute noch vieles für uns realisieren können, wenn wir uns wagen. Das ist sicher die deutlichste Botschaft, die von Pippi ausgeht. Trau dich! Wag was! Probier dich aus! Und diese Ermunterung hat keine Altersgrenze, denn so lange wir leben, sollten wir den Wunsch verspüren uns entfalten und entwicklen zu wollen. Unsere Pippilotta will da als Vorbild dienen, sei es mit ihrem unbekümmerten Tatendrang oder mit echten Tipps, befindet man sich noch mitten in der beruflichen Entwicklung. Manchmal etwas zu forsch, oft sehr lebensklug, selbstbewusst und selbstwirksam, kunterbunt authentisch, nähert sie sich dem, was in ihr reift oder im Äußeren sich bietet. Damit entpuppt sie sich zur vergnügten Mutmacherin, ist eine kluge Business-Coach, einfühlsame Ratgeberin und verlässliche Freundin, die andere Menschen stärkt.

Menschen lernen über Vorbilder – von frühster Kindheit an. Und auch Sie können sich in diesem Augenblick überlegen, wer für Sie ein Vorbild, Anreiz, Mutmacher oder Mutmacherin im reiferen Leben ist. Uns fällt da Dr. Monique Siegel ein. Sie ist eine aktive Trendforscherin in Zürich und wird gerade von Menschen in den mittleren Jahren als Rednerin gerne engagiert, da sie mit einer Vorbildfunktion ihre Inhalte präsentiert. Und die drehen sich nicht um ein „entspanntes Älterwerden“. Was spricht also dagegen, selbst zum Vorbild zu werden und nun, mit unserer heutigen Lebensreife, von unseren Erfahrungen zu erzählen? Mutig, frisch, aufbegehrend und voller Visionen.

Das gilt für Frauen, die es bereits „geschafft“ und beruflich viel erreicht haben, aber auch Frauen, die möglicherweise ganz am Anfang ihrer Karriere stehen. Die noch nicht wissen, dass sie viele Eigenschaften besitzen, die zu beruflichem Erfolg maßgeblich beitragen, wie zum Beispiel Teamfähigkeit, soziale Kompetenz und die Gabe, stabile Netzwerke zu knüpfen. Oder die einfach noch nicht erkannt haben, welch großes Potenzial sie in sich tragen, und nicht damit zurechtkommen, es auch zu managen. Diese Menschen, Frauen wie Männer, unterschätzen sich permanent, haben Furcht vor Misserfolgen oder dem Risiko, das damit verbunden sein kann, Dinge auszuprobieren oder zu wagen. Sie scheuen sich davor, bestehende Strukturen aufzubrechen und werden kraftlos, sind sie mit narzistischen Jugendgebärden und unreflektierter Macht konfrontiert. Hinzu kommen viel zu hohe Ansprüche an sich selbst und innere Gespräche, die wie tiefe Gräben wirken.

Und jetzt stellen wir auch Ihnen Pippilotta zur Seite. Eine Kunstfigur, selbstredend, aber eine in sich schlüssig agierende Frau, die sich für andere einsetzt, indem sie zum Vorbild wird. Sie macht Lust  auf Veränderung, unterstützt dabei dem (Berufs-)Leben neue Impulse zu geben und lädt auf eine kunterbunte Reise ein. Das sind die großen Themen, die Zufriedenheit bringen und für die es Gestaltungskraft, persönlichen Willen, Selbstmangement, Mut, Networking, Selbstwirksamkeit und viel Selbstliebe braucht. Das Role Model funktioniert perfekt (auch im Privatleben!), denn wenn Pippi etwas kann und macht, dann selbstbestimmt den eigenen Weg beschreiten. Befehle von außen weist sie entrüstet von sich – oder sie macht sie sich zu eigenen. Wie gut, dass man auch in den reiferen Jahren oft nicht mehr so nervös auf Befehle reagiert. Während andere mit fiebrigen Blicken auf die Rückmeldungen ihrer Vorgesetzten und/oder PartnerInnen warten und sich dabei fühlen, als handele es sich um die Ziehung des Hauptgewinns einer Glückstombola, entscheidet Pippi selbst, was für sie ein Gewinn ist – und kürt damit selbst Nebenschauplätze zum Riesenjoker der Saison.

Klingt nach einem entspannten Vorbild, oder? Das finden wir auch. Mit Pippilotta möchten wir aufzeigen, wie Sie ohne Plutimikation und mit Sommersprossen weiterkommen, wie Sie Ihre verborgenen Schätze finden, Ihren individuellen Spunk pflegen, welche Wege in die innere Freieheit und damit eine Villa Kunterbunt führen können. Schiffbruch, Haie, Banditen, Freunde, Süßigkeitenläden und Limonadenbäume giibt es doch in jedem Alter. Es braucht Vorbilder, die aufzeigen, wie man nicht mehr sucht, sondern wie Picasso „findet“. In jedem Menschen findet sich ein Talent, eine Eigenschaft, ein Potenzial, dass auf andere Menschen vorbildlich wirkt. Wir müssen etwas an anderen Menschen sehen, damit wir es nachmachen können. Das ist wie das Finden im Limonadenbaum – ich finde, was ich suchen will. Alles also nahzu perfekt, wenn wir die richtige Einstellung zur Suche haben! Kurze Frage nun an Sie? Was möchten Sie als Vorbild in die Welt geben und wo werden Sie es zeigen? Möglicherweise möchten Sie sogar darüber berichten – das wäre eine schöne Idee für einen Leserbrief. Wie ich einmal über etwas glücklich wurde und es später bei anderen sah. Gute Idee? Gute Idee, meinen wir und nehmen uns ein Vorbild an all den Menschen, die nicht müde werden zu wachsen und zu teilen.

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