Stell Dir vor es ist Krieg – und keiner geht hin.

Julia Onken, 15.11.2016

Wer kennt das nicht? Wir sitzen vor dem Fernseher und ärgern uns grün und blau über Diskussionssendungen in denen vor allem eine einzige Position breit getreten wird und haben keine Möglichkeit, die eigene gegenteilige Meinung einzubringen. Wir können nicht in den misslungenen Disput eingreifen, sondern sind dazu verdammt, hilflos dem Debakel zuzuschauen zu müssen und die Fust im Sack zu machen.

 

Meinungen sind unterschiedlich. Und das ist gut so. Wenn aber der Eindruck entsteht, dass Moderatoren und Moderatorinnen indirekt ihre eigene Anschauung einfliessen lassen, indem sie die Gegenpositionen nur kurz zu Wort kommen lassen, ständig unterbrechen oder abwürgen – entsteht der Eindruck von bewusster Manipulation. Unter der Tarnung ernsthafter Themen wie z.B. „Ein Leben für Allah – warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen“ fragt man sich irritiert, ob wir in einer Veranstaltung zum Auftakt des Karnevals mit einem maskierten schwarzen Ungeheuer hinein geraten sind. Wenn das Gespenst mit Schweizerakzent spricht und nicht nur Freiheit und Würde von verschleierten Frauen preist sondern auch noch unverhohlen Durchhhalteparolen zur Radikalisierung von sich gibt, ist handeln angesagt.

 

Was ist zu tun? Wir können Leserbriefe schreiben, uns direkt an die verantwortliche Radaktion wenden und hoffen, die Kritik würde ernst genommen. Da aber anzunehmen ist, die Verantwortlichen haben sich gegen jede Art von Kritik imprägniert, muss damit zu rechnen sein, dass es nichts bringt.

Bleibt nur noch eines. Abschalten. Konsequent. Wenn niemand mehr schaut, die Einschaltquote in den Keller fällt, gibt es derartige Sendungen nicht mehr.

 

„Stell Dir vor es ist Krieg – und keiner geht hin..“

2Kommentare

  • Rosi Froschauer
    17.11.2016 20:42 Uhr

    Ja, einfach nicht mehr einschalten! Das ist auch meine Meinung. Und auch wenn wir NOCH eine Minderheit sind, es werden gefühlt jeden Tag mehr, die sich von dem Wahnsinn abwenden und damit ein klares Zeichen setzen. Schade nur, dass es lange dauern wird, bis es auffällt, weil die anderen immer lauter sind. Trotzdem!

  • Susanne V
    20.12.2016 14:09 Uhr

    Nicht mehr einschalten würde ich nicht. Aber ich kann ja auswählen was oder welchen Moderator ich einschalte. Es gibt da Einen, den schaue ich aus Prinzip nie, denn dann würde ich am liebsten die Fernsehschebe einschlagen. Auch wenn die Sendungen schlecht oder vom ModeratorIn "manipuliert" wird, könnte ich unter Umständen lernen, dass wenn ich etwas moderiere es besser oder anders mache, dass die Gäste im Vordergrund sind.
    Auch wenn ich nicht mehr einschalte, gibt es die anderen, die solches lieben..... Ich denke eher, wenn ich versuche positive Kritik anzubringen, egal ob es bei der Person ankommt oder nicht, irgendwann kommt es an und dann wird gehandelt. Ja klar es braucht Geduld und Energie, aber das braucht es immer wenn ich was erreichen will!

Ihr Kommentar
Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen