Gespräch mit Cornelia Schwager

Verena Lüthi , 26.03.2021

Cornelia Schwager
Cornelia Schwager

Cornelia Schwager

Eigenes Beratungsatelier in Winterthur  

  • Lizenzierte Marte Meo Colleague Trainer/Therapist
  • MAS in Supervision und Coaching aeb/phsg
  • Systemische Ausbildung in Coaching/Supervision am isi in Zürich
  • Malpädagogin nach Arno Stern
  • Sekundarlehrerin phil I Universität Zürich

Kontaktadresse: info@plan-cs.ch

Webseite:             www.plan-cs.ch

Deine Webseite heisst www.plan-cs.ch, und die Head-Line deiner Webseite heisst: PLAN C’ Das macht mich neugierig, wie bist Du darauf gekommen?

Die Idee kam mir im Verlauf meiner Ausbildung zur Supervisorin/Coach systemischer Richtung.

Wir alle haben im Leben immer eine Art PLAN, wie wir etwas angehen. Wenn etwas aber nicht so planmässig läuft, haben wir vielleicht einen Plan B. Und was, wenn der auch nicht fruchtet? Dann braucht es ja wieder eine Anpassung. Und das könnte ein Plan C’ sein.

Sehr spannend, auch tröstlich, Plan B ist nicht ultimo uscita…..es gibt immer einen Weg, sogar wenn Plan B versagt…….

Der Name meines Coachingateliers ist also einmal ein Sprachspiel zum Thema des kompetenten und kreativen Umgangs mit Unerwartetem.

Weiter steht das C für die Art, wie ich meine auf die Stärkung der Persönlichkeit angelegten Angebote mache: Mit dem C stehe ich persönlich und somit auch für mein Angebot als Coach mit Vorname Cornelia voll und stärkenbasiert ein: Creativity, Curiosity, Competence und Care.

Das Apostroph in Magenta steht übrigens für die verschiedenen kreativen und innovativen Methoden, die es als Hilfe zur Entwicklung von Lösungen in meiner Praxis gibt.

In unsicheren Situationen bietest Du Firmen und Privaten Unterstützung an. Wie gehst Du vor? Was beinhaltet diese Unterstützung?

Bei PLAN C’ geht es um die Selbstführung und wie die eigene Energie innerhalb der eigenen Persönlichkeitsführung definiert und dann balanciert wird.

Oft sollen neue Wege ausprobiert werden. Dabei kann Coaching helfen, aber auch in Supervisionen geht es um ressourcenorientierte Denk- und Arbeitsweisen.

Wie der Prozess genau abläuft, ist natürlich je nach Fragestellung und Ziel verschieden.

Du bietest verschiedene Beratungsformate an, kannst Du uns diese bitte kurz im Einzelnen erläutern?
Die Coachings sind meist im Rahmen einer (beruflichen) Frage zu anstehenden Veränderungen eine gute Möglichkeit, sich selber wieder besser zu orientieren.

Wichtig ist im Coaching meiner Ansicht nach, dass Lösungsversuche ganz praktisch, nachvollziehbar und leicht umsetzbar im Alltag werden. So kommt auch Freude auf und das ist wohl die beste Kraft, die unterstützend wirkt für einen Menschen.

Supervisionen biete ich an, wenn einzelne Personen oder Gruppen ihre Arbeit reflektieren wollen. Das ist eine sehr kreative Arbeit, die den Teilnehmende ja auch wieder Orientierung bietet. Gerade in Gruppensupervisionen hat man zusätzlich die Energie und Ideen der anderen Menschen, was oft bereichernd und stärkend wirkt.

Die Kommunikationstrainings sind in meiner derzeitigen Arbeit im Bereich von Elterncoachings und -bildung im vorschulischen und schulischen Umfeld ein Thema. Ich habe schon oft erlebt, dass es gerade in schwierigen Situationen sehr hilfreich sein kann, die Botschaft hinter dem Verhalten der Kinder zu verstehen. Kann man sich aber besser verständigen, gelingen auch neue Wege in der Entwicklung von passenden Lebensentwürfen.

Du bietest auch Workshops an nach Marte Meo. Kannst Du auch dazu etwas sagen?

Marte Meo hat durch die Pionierin Maria Aarts Kommunikationselemente beobachtet und zusammengetragen, die für eine entwicklungsförderliche Interaktion hilfreich sind. Genutzt werden diese in verschiedenen Kontexten, wo Menschen zusammenarbeiten.

Marte Meo ist nicht nur ein feinfühliges Vorgehen, mit Menschen gute Kommunikation aufzubauen, sondern es wird mit der Zeit zu einer Haltung. Marte Meo als Kunstwort bedeutet, dass man aus eigener Kraft eine Situation bewältigt und zwar in Bezug auf die Interaktionen zwischen Menschen.

Aber nicht immer klappt alles einfach so. Wenn ich zum Beispiel schon als Kind nicht recht weiss, wie ich geschickt in Kontakt trete mit Menschen, bin ich vielleicht auch später etwas ratlos im Umgang mit anderen.

Mit einem gezielten Kommunikationstraining nach Marte Meo kann ich jeweils gut aus dem praktischen Alltag heraus veranschaulichen, wie zum Beispiel Lehrpersonen und Eltern ihre Fähigkeiten bewusst für eine gute Entwicklung in der täglichen Erziehungsarbeit einbringen können und die Entwicklung ihrer Schützlinge dann auch geniessen können. Dem Kind hilft es so, früh seine Selbststeuerung aufzubauen und es kennt sich darum auch besser.

Wo ist Dein Standort, arbeitest Du bei Dir oder gehst Du zu Deinen Kunden?
Seit November 2019 arbeite ich in einem grosszügigen Atelierraum im Winterthurer Zeughaus. Hier habe ich den idealen Ort gefunden, auch meine Workshops zu entwickeln und anzubieten. Auch ist hier ein Ort der Entspannung, wo über das Ausdrucksmalen nach Arno Stern Flow und Ruhe Energiespender möglich ist.

Natürlich richte ich mich nach den Kunden und Kundinnen und deren Bedürfnissen.

Wie gut wir seit Neuem auch online arbeiten können, habe ich verschiedentlich ausgelotet. Nun können wir beide Arten immer besser miteinander verbinden oder wählen, wie wir uns treffen wollen.

Gibst Du auch Vorträge?

Ja, Vorträge sehe ich als Impulse, um danach konkret und selbständig etwas damit anzufangen, was einen weiterbringt. Darum finde ich es immer auch sinnvoll, wenn ein Vortrag von einem Workshop begleitet ist, weil so Raum und Lernzeit verlängert werden.

Also bietest Du auch Workshops an?

Weil ich gern schreibe, zeichne und male sowie vermittle und entwickle, habe ich auch mit dem Konzipieren von Workshops angefangen zu Themen, die ich relevant finde als Energiespender und Mutentwickler.

Erzähle uns etwas über Deine Pläne?

Mein eigener Plan ist ja schon da und es geht jetzt in eine weitere Runde der Umsetzung: Es braucht Wille, Zeit und viel Energie dafür. Aber das ist ja allen klar, die auch ihren eigenen Weg bahnen. Manchmal ist Zweifel mit im Boot, dann wieder hat man Rückenwind. Es ist eben das volle Leben und insofern vor allem bereichernd als Erfahrung. Auf jeden Fall braucht es auch Mut, etwas Anderes als das Bekannte zu machen.

In nächster Zeit werde ich mich auch dem Vermitteln von Marte Meo Practitioner Kursen für Lehrpersonen widmen, sicher auch interessierten Eltern in Workshops die Gelegenheit geben, mittels der eigenen Ressourcen Spielraum für ihre Entwicklung als Eltern anbieten.

Weiter ist es grade in diesem Jahr klar, dass ich mich dem Thema der Frau in der Gestaltung ihrer persönlichen Weiterentwicklung widmen will. Das ist sehr spannend, weil wir in einer Zeit leben, die soviel Veränderungsmöglichkeiten bietet. Es wäre einfach zu schade, diese Gelegenheit zu verpassen!

Mein Workshop wird nach der Inspiration im letzten Sommer im Frauenseminar Bodensee sicher im kommenden Sommer bereit sein und in Winterthur in meinem Atelier stattfinden. Den Titel kann ich schon mal verraten und dass er an zwei Wochenenden stattfindet:

Stärkende Tage für Frauen mit Lust auf neue Horizonte

Gerade als Frauen müssen wir schon noch ab und zu etwas wagen, wenn wir Neues erleben wollen.

Dann ist noch das «jüngste Baby», das immer auch gefüttert werden will und sich allmählich entwickelt: In meiner berufsbegleitenden Ausbildung zur Illustrationsdesignerin würde gerne mal ein Koch- und ein Kinder- und Frauenbuch gestalten. Auch in dieser Sache lerne ich, wie bereichernd es ist, sich kreativ zu entwickeln. Alle diese Arbeitsfelder sind ein guter Mix und machen mich glücklich.

Vielleicht klingt meine Begeisterung für die Möglichkeiten im Leben nach 50 für einige Ohren sehr bunt. Aber ich vermute, dass es viele ähnlich vielfältige Frauen gibt. Dazu das wunderbare Bonmot von Zita Küng: Sie wünsche sich eine Vielfaltencrème für Frauen.

Wenn also Vielfalt noch stärker als eine Ressource gelebt werden kann, was für spannende Berufswege und Betätigungsfelder könnten so in den nächsten Jahren noch entstehen!

Als «Solistin» oder in Teams können wir es ja einfach mal wagen, unsere eigenen Dinge spielerisch und gleichwohl selbstsicher anzupacken. Ein bisschen Unterstützung ist aber ja auch praktisch.

Wer sich für einen Workshop bei PLAN C’ interessiert, kann sich gern auf meiner Homepage www.plan-cs.ch informieren.

Herzlichen Dank für das Gespräch liebe Cornelia und ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Das Interview führte Verena Lüthi, Redaktion

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