Vom Sinne der zweiten Welle - Editorial November 2020

Julia Onken, 01.11.2020

Julia Onken
Julia Onken

Nun hat uns also die zweite Corona-Welle erwischt. Obwohl sie von Fachkundigen vorausgesagt wurde, sind wir überrascht. Viele gingen davon aus, die Bedrohung durch das Virus sei ausgestanden und das Leben ginge im alten Stil wieder weiter.

Doch so einfach ist es nicht. Die alte Maxime grösser, schneller, höher, weiter, effizienter ist wie eine Seifenblase zerplatzt. Irgendwann muss ja Schluss mit grössenwahnsinnigem Streben nach immer mehr Wachstum und Profit sein. Und wenn wir uns nicht selbst beschränken, kommt eben aus einer anderen Ebene eine Korrektur. Der Frevel der letzten Jahre trifft uns nun in voller Härte. Wir löffeln gerade aus, was wir uns selbst eingebrockt haben.

So gesehen ist jede Korrektur gut. Vielleicht bringt sie uns zur Vernunft und wir gehen zukünftig respektvoller und sorgfältiger mit Natur und Tierwelt um. Wenn wir diese Lektion lernen, dann macht auch die zweite Welle Sinn und es benötigt keine dritte und vierte.

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen