Weihnachten - Ich stehe als Grossmutter zwischen zwei Fronten

Susanna, 07.12.2016

Liebes Beratungsteam

Weihnachten feiern mit der Familie war immer mein Highligt des Jahres. Jedes Jahr sind meine erwachsenen Kinder und mein Enkel bei uns eingeladen.
Nun ist die Situation so, dass meine Kinder einen Konflikt miteinander haben. Hinzu kommt dass mein Enkel 31/2 Jahre alt, von seiner Mutter, also meiner Tochter  Fremdplatziert ist. Ihr Bruder kann damit überhaupt nicht umgehen. Wie denn auch? Er macht seiner Schwester schwere Vorwürfe.
Das heisst für uns Grosseltern, dass wir die Kinder nicht zusammen einladen können. Ich als Mutter und Grosi stehe da dauernd zwischen den Fronten. Ich will auch für keinen von beiden Partei ergreifen. Für mich eine sehr belastende Situation. und irgendwie habe ich die Freude am Fest der Liebe verloren. Ich weiss auch nicht wie ich mich verhalten soll und brauche dringend euren Rat. Am liebsten würde ich mit meinem Mann in die Ferien über diese Festtage. Das kann ich aber meinem Enkel nicht antun.
Danke für eure Antwort!
Susanna

Antwort

Liebe Susanne

Das Problem ist vielen Grosseltern vertraut: Die erwachsenen Kinder haben untereinander Zoff. An Weihnachten möchten wir die Familie zusammen in Frieden versammeln, aber unter diesen Umständen geht es nicht. An dieser Realität ist nichts zu ändern, die einzigen, die es könnten, sind die direkt Beteiligten.

Das bedeutet für uns, wir sollten lernen, uns abzugrenzen. Die Antwort haben Sie sich bereits selbst gegeben: am liebsten würd ich mit meinem Mann in die Ferien über diese Festtage. Der Enkel wird die Abwesenheit überstehen, schliesslich hat er ja Eltern, die für ihn zuständig sind.

Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachtstage zusammen mit  Ihrem Mann und hoffe, dass Sie gut für sich selbst sorgen.

Julia Onken

4Kommentare

  • Irene H.M.
    10.12.2016 15:51 Uhr

    Liebe Susanne
    solche Situationen tun weh und sind immer mit einem Nebel (oder einer Wolke) von Traurigkeit überzogen. Ich gebe der Julia recht, dieser Umstand ist vielen bekannt, mir auch, sei es aus diesem oder einem andern Grund. Du schreibst, du hättest die Freude am Fest der Liebe verloren und würdest die Highlight der vergangenen Jahre vermissen. Geht mir ähnlich, möchte gute Zeiten gerne konservieren. Wenn man jüngere Kinder hat, ist das Drumherum und das Ambiente von Weihnachten oft ein mit Wunder gefüllter Stress... aber wir wissen, alles hat seine Zeit.
    Wenn ich lese was du schreibst, schätze ich dich so ein, dass es dir gelingen wird, weitere, neu moderierte Feste der Liebe mit deinen Kindern und Enkel zu feiern, wenn auch anders als bis her, und vielleicht an einem andern Datum. Deine Mutterliebe wird reichen und wenn sie aus dem Herzen ihren Weg nach Oben sucht, wird sie dir immer wieder gute Ideen zeigen um neue Highlights zu gestalten.
    So wünsche ich dir jetzt ein herzwärmendes Adventwochenende und für die nächsten Tage ein paar mutige, gute Ideen, wenig Wehmut, und eine Portion Zuversicht.
    Liebe Grüsse
    Irene H.M.

  • Karin Noser
    15.12.2016 11:24 Uhr

    Liebe Susanna ich bin gleicher Meinung, wie Julia Onken. Geniessen Sie die Zeit mit ihrem Mann und lassen sie die Konflikte bei den Menschen, die sie haben. Eine wunderschöne Advents- und Weihnachtszeit und ich wünsche Ihnen Vertrauen in sich und die Situation. Karin

  • Karin
    01.01.2017 12:39 Uhr

    Liebe Susanna
    Weihnachten ist nun bereits vorüber und ich hoffe, Sie durften zusammen mit Ihrem Mann die Zeit fernab der von Ihnen beschriebenen Konflikte verbringen und geniessen und gerade dadurch Distanz und vielleicht auch unerwartete Klarheit gewinnen. Indem Sie sich aus der konfliktträchtigen Situation herausgezogen haben, konnte dieser Konflikt (diese Konflikte) dieses Jahr bereits nicht mehr so "ablaufen" wie bisher und allein das wird bereits eine Veränderung bewirken. Ich hoffe, Sie konnten so richtig durchatmen und auftanken und ich bin fast sicher, dabei fielen Ihnen, sowie es Irène H.M. geschrieben hat, fast von alleine neue Ideen zu, wie Sie zauberhafte und liebevolle Begegnungen mit Ihren Kindern und Ihrem Enkel auf andere Weise gestalten könnten.
    Ich hoffe, Sie konnten nun vertrauensvoll und vorfreudig, erfüllt von neuen, vielleicht auch etwas aussergewöhnlichen Ideen und die Highlights der vergangenen Jahre in Ihrem Herzen bewahrend ins 2017 starten.
    Es grüsst Sie herzlich
    Karin

  • Susanne V
    26.01.2017 14:53 Uhr

    Liebe Damen
    Gerne möchte ich euch berichten wie es war. Nein wir waren nicht in den Ferien während den Feiertagen. Aber die Situation hat sich so "quasi" wie eine Lufblase aufgelöst. Meine Tochter kam am 23. zur Weihnachtsfeier, weil sie am 24. zu ihrem Freund nach Hause musste. Mein Sohn hatte aber am 23. spätdienst und so ist er am 24. Dez. nach Hause gekommen. Mein Sonnenschein der Enkel blie bei uns bis am 25. Tja... und so gab es keine Diskussionen und die Tage verliefen friedlich. Nur ein bitterer Nachgeschmack hat die Geschichte: Meine 2 Grossen haben immer noch Streit. Doch ich halte mich da raus. Die sind alt genug...aber es beschäftigt mich trotzdem.
    Herzlichen Dank für eure unterstützenden Worte!
    Herzlich
    Susanne

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