Wer sich zuerst bewegt hat verloren

Gaby Kratzer, 23.01.2019

Gaby Kratzer
Gaby Kratzer

Was spricht dagegen, dem alten Trott zu folgen und einmal nicht neuen Ufern zuzusteuern? Captain Jack Sparrow soll doch mit seiner Black Pearl die Weltmeere bereisen und seine Abenteuer erleben. Aber dieses Jahr einfach ohne mich. Er kommt nächstes Jahr sicher wieder vorbei, um ins Ungewisse zu starten. So mache ich mal ein Jahr Pause und geniesse einfach mein Leben.

Nichts tun. Auch kein neues Jahresabo fürs Fitnesscenter kaufen, weil sich spätestens im März sowieso tausend Gründe finden lassen, warum das Training heute ausfallen muss. Was sollen  bitteschön diese Vorsätze fürs neue Jahr bringen? Das beste Whatsapp um die Jahreswende war: „Ich brauche keine neuen guten Vorsätze. Die Alten sind noch praktisch unangetastet.“ Genau wie bei mir. Und wer jetzt prahlerisch posaunt, dass dies so nicht wahr ist, dem sage ich nur: „Pass nur auf, es ist erst Ende Januar.“

Ich will nicht immer irgendwelchen Ufern nachschwimmen. Warum kommt denn das Ufer nicht einfach mal zu mir? Hat ja denselben Weg zu machen. Wahrscheinlich bleibe ich einfach mal stur stehen und warte. Vielleicht kommt so ein Ufer ja selber auf die Idee, dass es bei mir vorbeischauen könnte. „Ha!“ Stillstehen und warten, wart nur, dass kann ich auch. Ich spiele jetzt: „Wer sich zuerst bewegt hat verloren“. Und das … beherrsche ich in Perfektion.

Und im neuen Jahr bin ich so richtig wuchtig im neuen Jahrsiebt angekommen. Letztes Jahr kurz reingesehen und bereits Anfang Jahr merkte ich es schon extrem, …… also irgendwie jedenfalls. In einem Text über die „Qualität der Jahrsiebte in der menschlichen Biografie“, steht etwas von „Bewusstes, selbstloses Fördern der Welt.“ Ich kann also weise werden! Na, dann mache ich das doch mal dieses Jahr. Habe sozusagen nichts Besseres zu tun.

Mmmmhhhhmmm, lalala, dumdidumdidum……

Aber, so nichts tun ist „schaurig“ anstrengend. Macht ja auch extrem müde.

Ich könnte jetzt ein wenig über unsere neue Plattform erzählen, dem „TreffWerk 11“ – genau, da muss ich noch die Homepage fertigstellen. Oder von meinem Buch, für das kleine Mädchen mit dem Lächeln, welches um die Welt gehen wird. Mein Vorhaben das Diplom Schreibpädagogin zu erlangen oder den Eidgenössischen Abschluss der Psychologischen Beraterin zu kriegen. Und dann von meinem weiteren Buch von Caro, die nach dem Tod ihres Mannes eine grosse Schiffsreise unternehmen will. Dazu will ich natürlich auch noch meine neue Homepage „schreibenundlesen“ aufschalten. Meine Ausbildung von rund 5 Tagen zur Sicherheitsbeauftragten im Geschäft. Dann ist da noch meine Praxis. Und die will ich in diesem Jahr gegen Aussen bekannter machen. Oder wie ich endlich den Wechseljahrkurs und den Kurs für Selbstvertrauen aufpeppen werde. Ich könnte auch erzählen, wie meine Geschichten entstehen für das Team Schreibprojekt 18/19.

Jetzt weiss ich grad nicht, ob da 365 Tage, 52 Wochen oder 12 Monate überhaupt reichen. Warum noch neue Ufer? Die alten tun es noch länger. Ist wie mit den Vorsätzen …. fast noch unangetastet.

 

 

 


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