Hilfe, ich bin eine heimlich Geliebte

Viviane, 07.11.2018

Gut, ich habe mir alles selbst einbrockt. Ich wusste, dass er verheiratet ist. Trotzdem habe ich mich eingelassen. Und nun bin ich wirklich verliebt und zwar, wie noch nie. Aber er ebenfalls. Er sagt, ich sei die grosse Liebe seines Lebens! Er ist bereits seit 24 Jahren verheiratet, hat drei beinahe erwachsene Kinder. Mit seiner Frau habe er schon lange keinen Sex mehr gehabt. Sie weiss nichts von mir. Wir treffen uns immer heimlich, er gibt dann vor, länger an einer Sitzung zu sein. Nun geht das schon ein Jahr! Also, was gibt es da noch für Gründe, die gegen eine Scheidung sprechen? Ich bin auch schon 35 und ich will doch heiraten und eine Familie gründen, jawohl, ich will ein Kind von ihm.

Aber er redet sich heraus, sagt, dass er das seiner Frau und auch seinen Kindern nicht antun könne. Aber was gibt es da noch Rücksicht zu nehmen, auf die Kinder, die ja fast erwachsen sind. Und wenn die Ehefrau nicht einmal merkt, dass er eine andere Frau liebt, dann ist ja mit ihr auch nicht gerade viel los.

Nun hat meine beste Freundin mir geraten, ich solle einfach mal einen anonymen Brief an seine Frau schreiben und sie über das Verhältnis aufklären. Dann würde sie sicher reagieren und ihn rausschmeissen. Dann käme er zu mir. Und meinem Glück stünde nichts mehr ihm Weg.

Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ab das richtig ist, irgendwie ja auch nicht fair ihm gegenüber. Ich wäre froh, wenn mir jemand einen Rat geben könnte!!!!

Vivian

6Kommentare

  • Susanne
    07.11.2018 14:00 Uhr

    Liebe Vivian
    Das finde ich überhaupt keine gute Idee der Frau anonym einen Brief schreiben. Du musst nicht die Verantwortung für den Mann übernehmen. Denn dann würdest ja auch über ihn bestimmen. Ob das die Lösung wäre, bezweifle ich. Der Schuss könnte bös nach hinten los gehe... Es kann schon sein, dass er dich auch liebt, aber eben die Fam kommt an erster Stelle. Und dann sind noch halb erw. Kinder da...na ja eine Familie eben. Das Unbekannte süsse sieht er in dir und findet evtl. genau das , was ihm seiner Ehe fehlt: Unbekümmersein, keine Alltagsproblem! Bei dir kann er nur einfach sein...ist doch schön so eine "Insel"! Aber wo bist du? Auf was verzichtest du? Du bist an 2. Stelle, wünschst für dich eine eigene Familie. Deine Gefühle? Liebe Vivian denke zuerst einmal an dich. Den Ehebruch, den der Mann gemacht hat, für den muss er die alleinige Verantwortung tragen. Und es wäre ja auch sehr schön, wenn er dazu stehen würde. (Ehrlichkeit) In der jetzigen Situation werden gleich Alle Betrogen, die Familie und auch du. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass er oder auch du sich entscheiden kann für Klarheit. Alles Gute Susanne Absolventin Psych. Beraterin FSB

  • Ursula
    13.11.2018 08:11 Uhr

    Liebe Vivian
    Es ist mutig von dir dass du dir diese Gedanken machst. Du bist verwirrt und steckst in einer schwierigen Situation,weil du gewisse Vorstellungen und Wünsche hast.Trotzdem zeigt dir dein Herz etwas anderes. Der Rat deiner Freundin stellst du hingegen in Frage.
    Unsere Gedanken dazu sind: Was an deiner ganzen Situation kannst du selber beeinflussen ohne unfair zu sein?
    Wir wünschen dir viel Mut beim herausfinden was für dich stimmig ist und grüssen dich herzlich
    Margit,Andrea,Manuela und Ursula in Ausbildung zur psychologischen Beraterin am FSB

  • Jenny, Hamburg
    13.11.2018 11:35 Uhr

    liebe Vivian
    also echt. Wie dumm muss man sein, um auf so etwas hereinzufallen und zu hoffen, der Mann trenne sich von seiner Ehefrau. lass den Quatsch und glaube mir, er trennt sich nie. Sonst hätte er es schon lange getan. Ich weiss, von was ich spreche. ich war selbt die Geliebte über mehrere Jahre, hoffte, und glaubte, irgendwann löse er sein Versprechen ein, mich zu heiraten. Zuerst wollte er noch warten, bis die lieben Kinderlein etwas grösser sind, damit sie eine Scheidung besser verkraften, dann waren sie grösser und nichts geschaht. Dann wollte er noch abwarten, bis der Hund ins Gras beisst, der starb dann irgendwann, aber er blieb noch immer schon bei Fuss bei seiner Gattin.
    Ich habe gelitten, wie ein Hund. Die vielen Festtage ohne ihn, immer alleine, hoffend, er komme. Aber Pustekusten. An Weihnachten und Silvester sass ich heulend bei meiner Freundin. Seine steten Versicherungen, dass er mich liebt, liess er mir beinahe im Stundentakt per SMS zukommen, damit ich schön bei Stange bleibe. Vor einem Jahr habe ich mich von dem Wahnsinn gelöst. nun fühle ich mich wieder frei. Seit drei Wochen habe ich einen Freund - der ist nicht verheiratet. Hoffentlich kommst Du bald zur Besinnung und gibst ihm den Laufpass.
    Jenny

  • Ursula Maria
    15.11.2018 16:52 Uhr

    Liebe Vivian
    Einen anonymen Brief an die Ehefrau zu schreiben ist wirklich gar keine gute Idee. Im Gegenteil, es ist eine Zumutung für alle Beteiligten - nicht zuletzt für dich selbst. Wie kommst du auf die Idee, dass du ein Recht auf diesen Mann hast? Und du sagst so trotzig: Ich will ein Kind von ihm! Seit über einem Jahr pflegst du diese heimliche Beziehung - eine verlogene Angelegenheit. Du ermöglichst einem Mann, sich auswärts das zu holen, was er zuhause nicht mehr findet und hoffst, dass er seine Familie deinetwegen verlässt. Verliebt? Wirklich?
    Ich empfehle dir: Lass diesen Mann frei - vielleicht hat er eine Chance und findet zu seiner Frau/Familie zurück und du suchst dir besser einen Partner, der frei ist und sich ganz auf dich einlassen kann. Ein Ende mit Schrecken ist allemal besser als ein Schrecken ohne Ende. Ich wünsche dir viel Mut und Kraft auf deinem Weg.
    Ursula Maria

  • Barbara Gasser
    30.11.2018 18:05 Uhr

    Liebe Vivian
    Danke für dein Vertrauen.
    So wie ich es verstanden habe, bist du in der momentanen Situation unglücklich und möchtest gerne etwas verändern. Du empfindest in euer Beziehung eine grosse, gegenseitige Liebe. Und diese möchstest du auch frei ausleben können. Ich verstehe deine Gefühle sehr gut. Du möchstest ein Kind, eine richtige Familie, den Alltag mit ihm teilen. Dein Freund unternimmt nichts um diese Wünsche zu verwirklichen. Nun hast du das Bedürfnis Handeln zu wollen oder zu müsse. Du stellst dir die Frage, ob es fair wäre (deinem Freund gegenüber) den anonymen Brief zu schreiben. Dieser Gedanke macht dich unsicher. Ist es richtig? - Was empfindest du dabei? Ist es wirklich der richtige Weg?
    Du empfindest es als deine Aufgabe zu handeln, da dein Freund nicht handelt. Ist es deine Aufgabe in die bestehnede Ehe deines Freundes einzugreiffen? Diese Frage stellst du dir und die Antwort darauf fällt dir schwer.
    Liebe Vivian, ich fühle deine Ungeduld, deinen Wunsch nach Liebe auch im Alltag, deinen Wunsch danach Pläne zu machen und eine Zukunft zu gestalten.
    Nun fragst du um Rat - einen Rat der nur aus deinem Herzen kommen kann.
    Ich hoffe, diese Zeilen helfen dir beim Nachdenken und in dich Hineinhören und so die für dich richtigen Entscheidungen zu treffen. Und sei es, die Entscheidung, dir noch etwas Zeit zu geben.
    Herzlich
    Barbara

  • Jasmin
    26.12.2018 16:41 Uhr

    Liebe Viviane
    Danke dir für deine Offenheit. Du bist verunsichert und weisst nicht, wie du handeln sollst. Zum einen willst du mit der anderen Frau sprechen und zum anderen deinen Partner nicht übergehen. Du bist unzufrieden, wie die Situation gerade ist und möchtest das ändern.
    Hast du dieses Thema mit deinem Partner schon einmal in einem Gespräch gesucht? Hast du ihm schon einmal gesagt, wie du dich damit fühlst, ohne ihn unter Druck zu setzen? Vielleicht würde dir das weiterhelfen.
    Ich wünsche dir jedenfalls für die Zukunft alles Gute und viel Kraft.

    Jasmin

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