ich habe in zwei Jahren 30 Kilo zugenommen

Silvia B., 11.01.2019

ich bin 60! und ich bin total verzweifelt, seit über zwei Jahren leide ich an einer Depression und bin dadurch gezwungen unter einem Dach mit meiner Mutter zu leben. Ausserdem ist es so, dass meine Mutter ohne meine finanzielle Hilfe nicht in der Lage wäre dieses Haus zu halten. Meine Mutter bevormundet mich seit meiner Kindheit. Beziehungen sind auf Grund der Einmischungen meiner Mutter in die Brüche gegangen. Mein Bruder hält sich raus und sagt mir , ich soll nicht übertreiben. Aufgrund der Medikamente habe ich innerhalb 2 Jahre 30 Kilo zugenommen. Mein Psychiater rät mir, ich soll unbedingt ausziehen. Was soll ich tun?

6Kommentare

  • Gerda E.
    23.03.2019 14:23 Uhr

    Liebe Frau Silvia B.
    Das klingt sehr traurig. Mit einer Depression ist nicht zu spassen. Ihr Psychiater hat recht. Sie sollten unbedingt ausziehen. Es nützt nichts, wenn Sie meinen aus finanziellen Gründen bleiben zu müssen. Ihr Bruder könnte der Mutter doch finanziell beistehen. Sie brauchen jetzt positive Unterstützung. Vielleicht bietet sich ein Selbsthilfegruppe in der Nähe an, oder Ihr Psychiater weiss einen geeigneten Ort an dem Sie Kraft schöpfen können. Denken Sie daran, es ist keine Schande um Hilfe zu bitten. Sonst drehen Sie sich nur im Kreis. Bevor Sie eine neue Beziehung ins Auge fassen, versuchen Sie sich selbst zu finden. Dann solange man nicht weiss wer man ist, ist es sehr schwer seinen Platz im Leben zu finden.
    Ich wünsche Ihnen viel Kraft bei der Suche nach dem eigenen ICH.
    Alles Liebe
    Gerda E.

  • Verena Lüthi
    08.04.2019 15:13 Uhr

    Liebe Silvia,
    dein Schicksal berührt mich sehr. Dass du in dieser kurzen Zeit so viel zugenommen hast, ist verständlich, wenn ich deine Lebenssituation anschaue. Sicher musst Du etwas gegen deine Depressionen unternehmen, sicher ist deine Lebenssituation änderungsbedürftig, Sachen, die Du entscheiden musst. Sicher gibt es gute Fachleute dafür, aber letztendlich musst Du handeln.
    Bescheid weiss ich, was die Ernährung, bzw. die falsche Ernährung mit uns macht. Dein Uebergewicht hat sicher mit den Medikamenten zu tun, aber nicht nur. Es wiederspiegelt deine Lebenssituation. Auch ist es nicht getan, einfach weniger und richtig zu essen und Du nimmst ab, nein das Uebergewicht muss ganzheitlich angegangen werden.
    Aufgrund dieser Erkenntnisse habe ich ein Programm entwickelt, dass den Untertitel trägt: Zurück ins Gleichgewicht. Genau das ist meines Erachtens der einzig richtige Weg, denn es ist ein ganzheitlicher Weg, der sowohl Körper, Seele und Geist nährt. Ich selber bin 68 Jahre alt und habe vor einem Jahr so 20 Kilo abgenommen, das hat mit einer geänderten Ernährung zu tun - aber nicht nur. Mittlerweile konnte ich schon etlichen Frauen helfen, die mit meiner Methode bis zu 30 Kilos abgenommen haben.
    Wenn es dich interessiert, nimm mit mir Kontakt auf, wir können uns unverbindlich und kostenlos treffen, ich stelle dir mein Programm gerne vor. Wir können dies auch telefonisch machen, wenn es Dir lieber ist. Meine E-Mail-Adresse ist: libertas@bluewin.ch, meine Telefonnummer 076 345 92 42.
    Wie immer Du dich entscheidest, ich wünsche Dir alles Gute liebe Silvia und dass Du die richtigen Menschen triffst, die Dir helfen können.
    Verena

  • Ulrike Doerr
    20.05.2019 13:47 Uhr

    Liebe Sylvia,
    hör auf deine Seele und zieh aus.
    Deine Mutter und ihr Haus sind ihr Thema. Sie könnte Wohngeld u.ä. beantragen. Oder vermieten.

    Du solltest: Grundsicherung beantragen.
    Einen Wohnberechtigungsschein beantragen- dich für eine Sozialwohnung bewerben, bzw. auf die Warteliste setzen lassen.
    Wohngeld beantragen.

    Dies ist ein Auszug aus deutschem Sozialrecht. Gibt es sicher auch in der Schweiz. Für alle Anträge gibt es in den Ämtern Hilfestellung. Es kann und sollte zunächst einfach ein formloser Antrag gestellt werden, damit der Leistungsanspruch dokumentiert ist, nach dem Motto:

    Hiermit beantrage ich, Frau xy, geb am xy, Wohngeld (zusätzlich als eigener Antrag einen Wohnberechtigungsschein, Grundsicherung usw)
    mit Datum des heutigen Tages. Bitte lassen Sie mir die hierfür benötigten Unterlagen zukommen. Sollte Ihre Behörde nicht zuständig sein, bitte ich um kurzfristige Weiterleitung an die bearbeitende Behörde.

    Per Einschreiben an zuständige Behörde schicken. Beleg an Kopie des Anschreibens heften und warten.

    Somit hast du dir erstmal den Leistungsanspruch gesichert. Wenn du dann Geld bekommst, kannst du dir überlegen, was du machst. Du kannst dich auch vor Ort im Sozialamt über Möglichkeiten beraten lassen.
    Nicht aufgeben! Du packst das! Hab Mut und beginne mit dem ersten kleinen Schritt, hier Leistungen beantragen, die dir das selbstständige Wohnen sichern. In kleinen Schritten vorwärts! Alles Weitere ergibt sich und du kannst schauen, was du als nächstes tun wirst.

  • 30.06.2019 09:42 Uhr

    Liebe Silvia
    Du bist verzweifelt und leidest seit zwei Jahren an einer Depression. Dein Gesundheitszustand zwingt Dich mit Deiner Mutter zu leben aber auch weil Sie ohne Dein finanzielles Zutun nicht in der Lage wäre, das Haus welches Ihr bewohnt, zu halten. Alles lastet auf Dir. Dein Bruder hält sich aus allem raus und Du fühlst Dich unverstanden. Deine Gesundheit zwingt Dich jedoch Deine Wohnsituation zu überdenken und Dein Verantwortungssinn gegenüber Deiner Mutter kommt Dir immer dazwischen. Überlege Dir, wie es sich anfühlen würde, alleine zu wohnen und auch so Deine Mutter etwas zu unterstützen. Könntest Du Dich mit diesem Bild anfreunden...
    Ich bin überzeugt, dass Du die für Dich beste Lösung treffen wirst wenn Du soweit bist und es scheint als wärst Du auf dem Weg in dem Du Deinem Anliegen eine Stimme gibst.
    Viel Kraft und Zuversicht!
    Lieber Gruss
    N.C.

  • Fabienne M.
    30.06.2019 17:35 Uhr

    Liebe Silvia,
    Du bist verzweifelt und ich kann mir vorstellen, dass dir alles gerade ausweglos erscheint. Aber dein Bedürfnis auszuziehen meine ich sehr klar aus deinen Zeilen zu lesen. Du schreibst du bist gezwungen mit deiner Mutter unter einem Dach zu wohnen. Gezwungen sein ist das Gegenteil von freiwillig und keine eigene Wahl. Du willst also eigentlich etwas anderes. Was hält dich auf? Schreckst du vor den konkreten Schritten zurück, die das Umschauen nach einer anderen Wohnsituation erfordern. Fühlst du dich überfordert und zu wenig in deiner Kraft um den ersten Schritt zu tun? Wenn ja, dann möchte ich dich ermutigen diesbezüglich Hilfe anzunehmen.
    Oder sind es etwa innere Konflikte? Die Beziehung zu deiner Mutter scheint dich herauszufordern oder vielleicht gar zu lähmen? Sind es Schuldgefühle deiner Mutter gegenüber oder bist du der Überzeugung, dass du als Tochter Verantwortung für sie übernehmen musst? Würdest du deinen eigenen Anforderungen oder dem Bild einer guten Tochter nicht mehr gerecht werden, wenn du jetzt deinen eigenen Weg gingest? Vielleicht hilft es dir diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Ich kann mir vorstellen, dass durch das Zusammenleben mit deiner Mutter alte Muster und Rollen wieder belebt werden. Du schreibst, dass deine Mutter dich seit deiner Kindheit bevormundet und sogar Beziehungen ihretwegen in die Brüche gingen. Ich denke daher, dass der Auszug ein erster kleiner Schritt zur Heilung und Besserung deines Befindens sein kann. Viel wichtiger aber erscheint mir, dass du dir nach und nach wieder bewusst wirst, was du fühlst, was du denkst und was du willst. Auf diese Weise werden dich die bevormundenden Worte deiner Mutter mit Sicherheit immer weniger beeinflussen, hemmen, verunsichern oder verärgern. Auch wirst du in einem weiteren Schritt die Kraft haben ihr freundlich aber überzeugend und bestimmt mitzuteilen wie du dich fühlst, was du willst und was folglich deine Entscheidung ist.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut deinen eigenen Weg zu gehen.
    Liebe Grüsse
    F. Meeder

  • 08.07.2019 17:57 Uhr

    Liebe Silvia
    Deine momentane Lebenssituation hat mich sehr berührt und ich kann Deine Verzweiflung verstehen. Aus Deinem Schreiben entnehme ich, dass Dich Deine Verzweiflung und die Diagnose einer Depression Du handeln musstest und Hilfe suchtest.
    Und wo geht eine Tochter hin, wenn sie traurig ist,?.... zur Mutter. !!
    Deine Entscheidung ist völlig normal und kann ich verstehen. Leider ist es Deiner Mutter nicht möglich, dir die gewünschte Geborgenheit und Heimatliebe zu geben, die Dir fehlt. Das tut mir leid. Auch Deine finanzielle Hilfe hilft nicht. Ihre vermutlich gut gemeinte und beschützende Mutter Rolle kann sie nicht loslassen. Ich lese u.a auch aus Deiner Schilderung, dass diese beschützende MAMA Rolle Dich einengt, Dir den Atmen nimmt, Du Dich nicht mehr selbstständig bewegen kannst.
    Fühlst Du Dich ihr gegenüber verantwortlich? Du bist die Tochter, also die Kleine von Euch beiden. Im Familiensystem ist klar, dass das Kind nicht die Verantwortung für die Mutter tragen muss. Lass Dir professionell helfen, und zwar von jemandem dem Du vertraust.

    Uebrigens Deine Schwere zeigt sich jetzt auch auf der Waage! Dein Körper ist blockiert. Der ganze Stoffwechsel liegt Prag. Er fühlt sich sehr müde, wie Du Dich auch.

    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Kraft, dass es Dir gelingt los lassen zu können. Gramm für Gramm!!
    @ aus Deinen Zeilen erkenne ich eine sehr liebenswerte, hilfsbereite Person.

    Herzlichst
    Anre


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