Julia Onken – Online-Magazin

Mitdenken – Mitdiskutieren – Den eigenen Standpunkt erforschen

Julia Onken - Redaktorin Online-Magazin
Julia Onken - Redaktorin Online-Magazin

Editorial

Von wegen Heilige Nacht - Faktencheck Weihnachten

Nun ist es wieder soweit. Bald ist Weihnachten. In Gärten und an Häusern leuchten Dekorationen aller Art. Für einige eher ein Ärgernis, sie wollen damit nichts zu tun haben und verreisen am liebsten in ein Land, wo davon nichts zu spüren ist. Andere indessen versetzt diese Zeit in eine eigenartige Vorfreude, sie schmücken jede Ecke mit weihnachtlichen Dekorationen, umgeben sich mit Glitzerglanz und können nicht genug davon bekommen.

Wenn etwas derart gegensätzliche Reaktionen auszulösen vermag, lohnt es sich, nachzufragen, welches Geheimnis wohl dahintersteckt. Denn eines dürfte wohl klar sein, eine Betroffenheit liegt in jedem Falle vor, ob positiv oder negativ ausgerichtet. Es ist also anzunehmen, dass sich rund um das Weihnachtsgeschehen etwas ereignet, was die Menschen in irgendeiner Weise umtreibt und tief berührt.

Dabei spielt sich ein interessanter Prozess ab, schliesslich ist den meisten bewusst, dass es sich bei der Weihnachtsgeschichte nicht um eine geschichtliche Überlieferung handelt, sondern um einen Mythos. Der Mythos kümmert sich weder um historische Präzision noch um naturwissenschaftliche Gesetzmässigkeiten, er bewegt sich nicht im Faktischen, sondern erzählt eine Geschichte, die sich in der seelischen Landschaft der Menschheit abspielt. Der Mythos verbindet sich mit einem tiefen Wissen um das schicksalhafte Dasein des menschlichen Wesens, schlägt die Brücke zwischen Aussenwelt und Innenwelt, spinnt die Fäden zum Jenseitigen, Unbenennbaren, spürt Fragen nach «Woher – Wohin – Wozu» und lässt eine skizzierte Topographie der Seele erahnen.

In dieser Faszination besteht leicht die Gefahr, sich im Mythologischen zu verlieren, wo der Blick für die Realität schwindet. Und genau da hilft das soeben erschienene Buch «Von wegen Heilige Nacht - der grosse Faktencheck zur Weihnachtsgeschichte» Klarheit über die unterschiedlichen Perspektiven zu gewinnen. Es ist eine grossartige Unterstützung, zu ordnen und sich mit den vielen Fragen, die sich immer wieder stellen, auseinanderzusetzen. Die beiden Autoren, Bibelwissenschaftler, Simone und Claudia Paganini, bringen nicht nur Licht in das Dunkel der Heiligen Nacht, sondern erhellen auch die eigene Gedankenwelt. Vor allem auch für Frauen sehr aufschlussreich, schliesslich gibt die Sache mit Marias Jungfräulichkeit immer wieder Anlass zu Diskussionen und Spekulationen.

Das Buch ist eine Fundgrube an Faktenwissen! Es führt uns durch sämtliche Stationen der Weihnachtsgeschichte, erklärt Hintergründe, blendet Geschichtliches ein, destilliert und arbeitet damit die historische Grundlage heraus. Es ist ein wohltuender Prozess des Verstehens, einerseits der Faktenlage, andererseits, wie sich daraus mythologisches Material ableiten und zu entwickeln vermochte. 

Es ist also nicht zu befürchten, dass die Enthüllung die Faszination des weihnächtlichen Geschehens schmälern könnte, sondern ganz im Gegenteil: Das Dunkel der Heiligen Nacht erhält durch das vertiefte Wissen einen zusätzlichen und besonderen Glanz.

Ich empfehle dieses Buch allen, die sich weiterhin alljährlich auf dieses Fest freuen.

Von wegen Heilige Nacht – der grosse Faktencheck zur Weihnachtsgeschichte

Simone und Claudia Paganini

Von wegen Heilige Nacht – der grosse Faktencheck zur Weihnachtsgeschichte

Gütersloher Verlagshaus

Einsichten

Maya Onken

Maya Onken

Lillis trotziger Abgesang
... in Fortsetzungen
Lilli, Lotti und Mara

7. Bodensee-Schreibwettbewerb 2020

Es sind viele ansprechende Texte eingegangen und es ist der Jury schwer gefallen, aus jeder Kategorie lediglich die drei Besten auszuwählen.

Doch jetzt ist es soweit, die Preisträgerinnen des 7. Bodensee-Schreibwettbewerbs sind gekürt. Wegen der immer noch anhaltende Corona-Krise, kann jedoch die geplante Matinée am 25. Okt. in der DenkBar in St. Gallen leider nicht durchgeführt werden.

Die Preisträgerinnen werden in den nächsten drei Ausgaben dieses Online-Magazins mit einem Interview und ihren Texten vorgestellt.

Es sind dies:

In der Kategorie Prosa

  1. Platz: Barbara Josefine Renner
  2. Platz: Monica Heinz
  3. Platz: Mara Meier

In der Kategorie Lyrik

  1. Platz: Leandra Camenzind
  2. Platz: Teodora Kostyal-Berecz
  3. Platz: Tina Meier

Herzliche Gratulation den Gewinnerinnen!

Welche Personen sitzen in der Jury?

Als Jurymitglied eines Schreibwettbewerbs die Texte auszuwerten und die besten davon zu küren, ist keine Aufgabe, die man so nebenher mal schnell übernimmt – im Gegenteil, es ist mitunter schweisstreibend und harte Knochenarbeit.

Für den diesjährigen 7. Bodensee-Schreibwettbewerb 2020 konnten wir als Jurymitglieder gewinnen:

  • Béatrice Stössel
  • Eveline Keller
  • Gaby Kratzer

Drei versierte Schreiberinnen, von denen auch regelmässig im Julia Onken Online-Magazin zu lesen ist.

Interviews mit Menschen die etwas zu sagen haben


Eveline Keller

Birgit Dressler

Spannende Leseabende sind garantiert mit den Krimis von Eveline Keller

Eveline Monte

Neu erschienen:
MONTE – Janett Perlitz sucht die verschwundenen Mädchen

Weiter sind erschienen:

  • DIE ZÜRCHER ACHSE – Ein Fall für Kommissarin Amber Glättli
  • ATEMZUG – Staatsanwalt Harry Bennet ermittelt

Weiterlesen


Mathias Jung - Was ich noch sagen wollte

Mathias Jung

Benita Batliner

Benita Batliner

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inspirieren, wachsen, erblühen 

Kreatives Schreiben
Selbstfindung
Permakultur

 Schau herein, 
ich freue mich auf dich.

www.benitabatliner.com

Kurse Benita Batliner

Zoras Blog

Anita Debrunner

Meine Blogs

Mein Blog Querfeldeins, wo ich Bücher und Papeterieartikel

Demenz für Anfänger, mein Blog über meine Omi Paula und die Frauen meiner Familie

Mein Pflegeblog


Béatrices Blog

Béatrice Stössel

Béatrice Stössels Bücher 

erhalten Sie hier:

Bestbook Verlag
Bühlwiesenstrasse 23
CH-8309 Nürensdorf

nfbstbkch
www.bestbook.ch

Der kleine blaue Traktor

Monika Marti

Monika Marti

Dein Leben – ein Buch

Schreib dich frei

Ich begleite dich dabei

WORTBÖRSE

8590  Romanshorn

www.wortboerse.ch

Dein Leben - ein Buch

Wer liest weiss mehr

Buchpräsentationen


Gewinnspiel

Ist Julia Onken eine begeisterte Hobby-Köchin?

A. JA

B. NEIN  

Antworten senden an 

rdktnjl-nknch, Einsendeschluss ist der 25. November 2020

Verlost werden fünf Exemplare von "Leben mit Goldrand" Altes Wissen lebendig gemacht von Meta Zweifel  


Auflösung Oktober

Richtig ist Antwort B: Schriibbudigg 

Gewonnen hat

Gaby Kratzer
Herzliche Gratulation

Interviews mit Ruediger Dahlke


Anna Klassen

Anna Klassen

Anna Klassen

Inspiration Mensch

ISBN: 978-3-96200-045-5 
erhältlich bei deutschen Buchhandlungen z.B. Osiander in Konstanz, Tel. 0049 7531 28237 80, in der Schweiz bei Ex Libris oder Orell Füssli

Inspiration Mensch

Portraits von erfolgreichen Frauen


Im Dialog

Julia Onken mit
Mathias Jung

Mathias Jung / Julia Onken

Kummerkasten – wie zu Grossmutters Zeiten

123rf.com / Katarzyna Białasiewicz

Kolumnen

Julia Onken

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Philosophische Reflexionen

Eckart Ruschmann

Eckart Ruschmann

Briefe an Verstorbene

luchschen Friedhof | 123rf.com

Julia Onken - Blick in mein persönliches Leben

Julia Onken

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65 Einträge

  • Claudia Zoller
    15.11.2020 08:41Uhr

    Loslassen - und was dann?
    Meta Zweifel, 04.11.2020

    Liebe Meta
    Nicht nur der Tod versetzt unsere Seele in eine Schockstarre. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein gebrochenes Herz wieder zusamenwachsen kann. Eine gebrochene Seele.... ich bin mir nicht sicher. Wenn du von einem Menschen den du geliebt hast plötzlich, wie aus heiterem Himmel und ohne vorankündigung gehasst wirst verfällst du in eine Schockstarre. Wenn dir dein Ehemann nach über 40 Jahren eines Morgens erklärt, dass er dich nicht mehr will, verfällst du in eine Schockstarre. Deine Kinder fangen dich auf, deine Freunde sind für dich da und doch ist da so eine Leere unddu fängst an nur noch zu funktionieren, zu überleben, doch du lebst nicht mehr denn innerlich bist du tot.
    "Du bist stark, du schaffst das, die Zeit heilt alle Wunden." Das mag ja alles stimmen. Doch die Kraft, noch einmal ganz von vorne anzufangen, woher nehm ich die? Ich abe gute Zeiten und ich habe schlechte Zeiten. Ich möchte loslassen doch zuviele unbeantwortete Fragen beschäftigen mich und ich kann mein Hirn nicht abschalten. Und manchmal möchte ich nicht immer die Starke sein müssen.

  • Beatrix
    14.11.2020 15:53Uhr

    Anna Klassen - Fingerabdruck
    "Nur" ein kurzes Gedicht - jedes einzelne Wort jedoch ein "Treffer", der einen Fingerabdruck bei mir hinterlässt. Ich musste immer "müssen" - dachte ich zumindest. Weil ich "müssen" wollte? Einfach nur genügen, genügte mir nicht. Wichtig sein, war wichtig! Das Älterwerden vertuschen.. Im Alltagstrott gemächlich dahin trotten.. Nur nichts Neues wagen - ja keine neuen Ufer..
    Bis, ja bis das Herz stolpert und aus dem Takt gerät..
    Hoffnung durch ein paar Zeilen eines Gedichtes. Dankbarkeit für die eigenen Fingerabdrücke. Stolz auf die eigene Geschichte. Mutig älter werden - den Jugendwahn hinter sich lassen. Nicht mehr "müssen" müssen - einfach "nur" sein dürfen. Das genügt.
    Neue Ufer langsam erkunden.. Die Wirklichkeit entdecken.. Sein Herz ruhig schlagen lassen.. Einfach nur sein..
    Dies alles nur wegen den Zeilen eines kurzen Gedichtes.

  • Heidi Koller
    14.11.2020 08:56Uhr

    Benita Batliner, 26.6.2020 / Gerümpel aus dem Seelenkeller

    Liebe Benita

    Wie musste ich doch schmunzeln, als du deinen Vater mit den Worten "Man muss tun, wie die Leut" zitiert hast. Denn meine Mutter pflegte immer zu sagen: "Was die anderen machen, ist mir egal. Wir machen das SO!" Sie war auch eine Rebellin, und es ist schwierig, sich gegen Rebellen zu stellen - ganz besonders wenn es die eigene Mutter ist.
    Damals wurde mir mein Rebellentum ziemlich aberzogen. Ich versuchte den Spagat, es ihr recht zu machen und mich selbst zu bleiben. Das Ergebnis war für mich eher wenig befriedigend und Fettnäpfchen gab es zuhauf. Auch als Angepasste fühlte ich mich fremd und zog mich in mich selbst zurück. Das brachte mich näher zu mir und ganz allmählich entstand dabei ein Urvertrauen. Auch wenn es nicht allgegenwärtig ist und ich manchmal die Verbindung dazu verliere, weiss ich, dass ich auf mich zählen kann.
    Es ist wunderbar zu lesen und aus deinen Worten zu spüren, welch bunter Strauss aus Gaben für dich erblüht ist und welche Energie du daraus schöpfen kannst. Und auch wenn es nicht einfach war und es wohl nie einfach sein wird, diesen Weg zu gehen - es lohnt sich, ganz besonders wenn man ihn tanzt, so wie du!

  • Heidi Koller
    14.11.2020 08:55Uhr

    Benita Batliner, 28.1.20 / Gedicht - So viele Schäden...

    Liebe Benita

    Dein Gedicht hat mich sehr berührt und deine Zeilen sprechen mir aus dem Herzen.
    Wie lange bin ich schon unterwegs in meinem Leben und wie wenig in eigener Sache. Prioritäten setzen konnte ich, nur waren es meist die der anderen, die ich mir auf die Fahne geschrieben hatte. Die ureigenen liess ich hinten anstehen, die schienen früher nicht so wichtig.
    Wie oft, habe ich die eigenen Räume nicht betreten, um stattdessen in denen der anderen für Ordnung zu sorgen. War ich 'übergriffig', in fremden Angelegenheiten unterwegs?
    Etwas blieb ja auch immer noch für mich. Doch wieviel blieb unentdeckt - ungelebt? Immer wieder habe ich die Verbindung zu mir losgelassen, bis ich mir selbst abhandengekommen war. Vielleicht hätte ein Ja zu mir selbst auch den anderen gut getan und nicht nur mich, sondern auch sie aufblühen lassen?
    Auf diesen Umwegen habe ich viel erlebt und gelernt. Umso mehr schätze ich heute, was es alles noch zu entdecken gibt, wenn ich in mich hineinlausche und hineinspüre und dabei den Schleier des Vergessens lüfte oder gar Neues entdecke.

  • Heidi Koller
    14.11.2020 08:53Uhr

    Tote Pferde soll man nicht reiten Maya Onken, 27.12.19

    Liebe Maya

    Als wenn Du es gewusst hättest...

    Mir wieder einmal vor Augen zu führen und bewusst zu machen, was funktioniert, statt auf das zu starren, was schief läuft, tut gut! Und so kann auch ich den Gedanken von Steve de Shazer: "Repariere nicht, was nicht kaputt ist! ..."etwas sehr Beruhigendes abgewinnen.
    Gerade in unsicheren Zeiten ist es wichtig zu wissen, was funktioniert und was trägt. Sorge zu tragen, zu dem was mich nährt und stärkt, um diese Energien zu bündeln und damit Energieräuber und unliebsame Gewohnheiten Stück für Stück die Treppe hinunter zu tragen, wie es Mark Twain einst beschrieb!
    Aber wie oft ist uns das Altbekannte allzu lange ein sicherer Hafen, weil es Stabilität und Sicherheit vermittelt. Die Kehrseite, ich bleibe im Mittelmass stecken und bremse die eigene Entwicklung aus. Schon eine ganze Weile möchte ich an einen anderen Wohnort ziehen - jetzt ist es möglich und doch komme ich nicht ins Handeln. Zuerst aufräumen und abschliessen um 'parat zu sein' und erst dann mit Neuem beginnen... ein Mantra das ich oft gehört habe.
    Doch wenn ich deinen Gedanken folge und mir das, was funktioniert bewusst mache, zeigt sich mir mein Fundament, auf dem ich aufbauen kann. Das hilft, die Angst vor Fehlern oder falschen Entscheidungen zu relativieren. Gestärkt durch die eigenen Ressourcen, bin ich bereit Neues anzugehen. Es könnte ja gut werden und im anderen Fall, werde ich mich wieder neu entscheiden.
    Im Kleinen funktioniert das gut. Doch je umfangreicher das Vorhaben, umso höher liegt die Hemmschwelle und desto grösser ist die Gefahr, dass ich mich meinem sicheren aber faulen Kompromiss hingebe.
    Der auferlegte Rückzug ist mir eine Einladung, mich auf das zu besinnen was stabil und wertvoll ist in meinem Leben, mir aber auch bewusst zu machen, wo ich Neues in mein Leben ziehen möchte.

    Danke, liebe Maya, für Deinen Mutmacher-Beitrag!

  • Manuela
    04.11.2020 07:04Uhr

    Liebe Béatrice,

    -Wunderbar- Dein Bericht über das Engagement auf dem Naturhof Stierenacher.

    Es ist für mich ein ganz toller Ansporn. Hier bei uns, einer kleinen Stadt im Südwesten Deutschlands, habe ich mich mit einer Gruppe Frauen zusammen geschlossen. Ursprünglich hatten wir das Ziel, im Ort an den Schulen ein neues Schulsystem mit auf den Weg zu bringen. Wir waren ziemlich frustriert und demotiviert, weil das nicht nach unseren Vorstellungen gelungen ist.

    Aber, allem Frust zum Trotz, sind wir zusammen geblieben und haben immer weiter geschaut, wie wir das Leben in unserer Gemeinde positiv gestalten können. Wie können wir am Wandel der Gesellschaft Anteil haben? - Das ist jetzt unsere neu definierte Fragestellung. Aktuell haben wir den Ansatz eine Veranstaltung zu initiieren, bei dem Vorschläge für diverse Projekte in der Kommune vorgestellt werden und "Mitmacher" gesucht werden, die sich dann zusammen schließen und die Projekte gemeinsam durchführen.

    Und da lese ich Deinen wunderbaren Bericht. Das bestätigt mich, dass z.B. unsere Idee für ein Projekt zur naturnahen Gestaltung unseres Stadtparkes gar nicht so unrealistisch ist. Dass wir gemeinsam und mit viel Herz wirklich wunderbare Dinge vollbringen können. Danke dafür.

    Deinen Artikel sehe ich als Mutmacher für uns alle: Werden wir nicht müde uns immer wieder auf´s Neue in unsere Träume zu stürzen. Und seien sie noch so verrückt.

  • Esther Hüppin
    30.10.2020 19:51Uhr

    Anna Klassen - Fingerabdruck
    Wir müssen nicht mehr

    Liebe Anna

    Deine Worte "wir müssen nicht mehr" haben mich zum weiterlesen animiert.

    Jede Phase unseres Lebens stellt uns neben den tollen, schönen Dingen auch vor Herausforderungen. Für mich sind in deinem kurzen Text einige davon erkennbar. Du beschreibst wunderbar, wie sich das Älter werden auf unserer Haut bemerkbar macht.
    Ich erinnere mich an die vielen Jahre, in denen ich mit alten Menschen gearbeitet habe. Wie oft habe ich mich ertappt, wie ich mit meinem Blick in ihren Gesichtern versunken bin. Ja, unsere Haut zeichnet im Alter Spuren unserer Lebensgeschichte.
    Mittlerweile sind die Spuren meines Lebens auch auf meiner Haut deutlich zu erkennen. Für mich ist es ein Spagat von den Empfindungen der junggebliebenen, im Gegensatz zum Spiegelbild, welches das Alter deutlich zeigt.
    Loslassen in verschiedenen Bereichen kann den Raum verschaffen, sich auf sich selbst und das wesentliche zu konzentrieren. Das Leben formt den Menschen, seine Persönlichkeit und bereichert die Erfahrungen. Mit dem älter werden sind wir immer weniger an Pflichten gebunden. Wenn ich darüber schreibe spüre ich, wie stimmig für mich dieser Gedanke ist. "ich muss nicht mehr, ich darf wenn ich möchte".
    Wie wunderbar ist es doch in dieser schnelllebigen Zeit einfach zurückzulehnen und die Tugend des älter werden zu geniessen.

  • Cornelia
    22.10.2020 15:05Uhr

    Wenn Inseln versinken

    Liebe Silvia
    Und der ganze globale Fortschritt begann mit den erweiterten Fragestellungen in der Forschung und Wissenschaft. Mit diesen Innovationen hat sich durchaus einiges verbessert und die Menschen "verzaubert" mit den vielen Möglichkeiten an Errungenschaften und weltweiten Entwicklungen. Leider haben die "alten Hexenmeister" vergessen, einzelne Anleitungen mitzugeben um innerhalb der Pionierleistungen mit dem globalen Fortschritt auch einen Punkt zu setzen.
    Aber will dies die heutige Wirtschaft? Die Politik? Die Gesellschaft? Der Finanzmarkt?
    Im laufenden Rad des stetigen streben nach besser, schneller, bequemer und schöner, ist auch das Bremspedal schwierig zu finden. Im Sog des alltäglichen Tuns kann sich der Mensch weniger auf die Auswirkungen mit den globalen Fortschritten besinnen. Das streben nach dem materiellen und finanziellen "must have" wird noch lange Vorrang haben und trotz Rückbesinnung, wird der Fortschritt weiter ein "verzauberter" Einfluss nehmen auf die Menschen.


  • Cornelia
    22.10.2020 15:05Uhr

    Wenn Inseln versinken

    Liebe Silvia
    Und der ganze globale Fortschritt begann mit den erweiterten Fragestellungen in der Forschung und Wissenschaft. Mit diesen Innovationen hat sich durchaus einiges verbessert und die Menschen "verzaubert" mit den vielen Möglichkeiten an Errungenschaften und weltweiten Entwicklungen. Leider haben die "alten Hexenmeister" vergessen, einzelne Anleitungen mitzugeben um innerhalb der Pionierleistungen mit dem globalen Fortschritt auch einen Punkt zu setzen.
    Aber will dies die heutige Wirtschaft? Die Politik? Die Gesellschaft? Der Finanzmarkt?
    Im laufenden Rad des stetigen streben nach besser, schneller, bequemer und schöner, ist auch das Bremspedal schwierig zu finden. Im Sog des alltäglichen Tuns kann sich der Mensch weniger auf die Auswirkungen mit den globalen Fortschritten besinnen. Das streben nach dem materiellen und finanziellen "must have" wird noch lange Vorrang haben und trotz Rückbesinnung, wird der Fortschritt weiter ein "verzauberter" Einfluss nehmen auf die Menschen.


  • Claudia Zoller
    22.10.2020 08:16Uhr

    Mit zehn Schritten aus der Reihe tanzen
    Maya Onken, 25.06.2020

    Liebe Maya
    Ich habe nach meinem 40en Geburtstag aufgehört zu zählen. Ab dann fühlte ich mich als „richtige“ Frau, denn jedes Kilo das ich zu viel auf den Hüften trage ist bezahlt, jedes graue Haar habe ich mir verdient und jede Falte erzählt eine Geschichte.
    Es gibt ja verschiedene Arten von Geduld. Ich mag keine einzige davon. Ich kann dann ach mal laut werden. Doch es könne sich immer Alle auf mich verlassen. Ich bin da.
    Ich habe nicht sprechen gelernt um dann die Klappe zu halten. Ich trage meine Meinung nach draussen und steh dazu.
    Jamais une erreur, toujours une lecon… Das Leben hat viele Lektionen
    Der Neid deiner Mitmenschen ist der Gradmesser deines Erfolges. Ich bin erfolgreich!
    Ich bin so wie ich bin. Und das ist gut so!
    Ich bin stolz auf mich, dass ich meinen Weg gehe und mich auf mein Ziel zubewege.
    Visionen sind das Kernstück des Lebens, jeden Tag daran zu glauben.
    Die einzige Person die mir im Weg steht bin ich selbst.

  • A. Christensen
    16.10.2020 10:55Uhr

    Kommentar zu: Teodora Kostyàl - Im Fangnetz stecken geblieben

    «Das Universum besteht aus Geschichten, nicht aus Atomen» (Muriel Rukeyser)

    Liebe Teodora

    Vielen Dank für deinen wunderschönen Text. Er berührt mich auf vielfältige Weise und bringt verschiedene Erinnerungen hervor... auch mich haben Buchstaben und Worte scheinbar schon immer in den Bann gezogen, bereits lange vor der Schule hatte ich mir das Lesen erschlossen und fühlte mich, als ob ich damit in die magische Welt der Erwachsenen eingetreten wäre. In der Schule hat mir das Schreiben der Buchstaben ebenso grosse Freude bereitet, ich habe immer versucht, die Formen so fein wie nur möglich aufs Papier zu bringen, wie grade noch so durchscheinende Botschaften. Mein Lehrer war nicht ganz so begeistert davon und ich musste mir dies wieder abgewöhnen. Geblieben ist das Gefühl, beim Schreiben und Lesen mit einer anderen Welt verbunden zu sein. Eines der Lieblingsbücher meiner Kindheit ist eindeutig «Die unendliche Geschichte» von Michael Ende. Ich war fasziniert davon, wie der Protagonist in die Geschichte, die er las, einbezogen wurde und diese mitformen konnte.
    Dann die Buchstaben an sich: kein Mensch schreibt wie der andere, jede*r hinterlässt seine Spuren anders auf dem Papier: kraftvoll und dynamisch oder zart und fein, geschwungen und verspielt oder vereinfacht und schnörkellos, raumfüllend oder platzsparend, scharf oder weich fliessen die Buchstaben aus verschiedenen Federn, Kugeln oder Spitzen und hinterlassen Bilder der entstandenen Worte, Sätze und Geschichten. Deine Beschreibung vom freien Schreiben weckt eine alte neue Sehnsucht in mir, und deine Zeilen über die letzten Seiten rufen Gänsehaut hervor.

  • 14.10.2020 16:47Uhr

    Schluss mi Angst und Panik, Interview mit Dr. med. Ruediger Dahlke

    Lieber Herr Dr. Ruediger Dahlke
    Besten Dank für Ihre offenen Worte zu diesem brisanten Thema.

    Jährlich sterben viele Menschen an einer saisonalen Grippe. Mir scheint, als wäre dies in Vergessenheit geraten, nicht relevant oder der Normalität zugehörig. Wenn einer Grippe ein Name zugeordnet wird, weiss die Medienlandschaft wie sie ihre Macht nutzen kann. Da werden Schlagwörter und Bilder in jeglicher Form gezielt genutzt, benutzt und eingesetzt um Emotionen beim Menschen zu wecken.

    Eine kritische Hinterfragung zu den getroffenen Massnahmen weckt bei einigen Menschen rasch den Schein einer Verschwörungstheorie. Doch scheint mir wichtig, nicht allem Glauben zu schenken, was uns die Politik oder die Medienwelt zu suggerieren versucht. Natürlich haben wir es mit einem Virus zu tun, den ich keinesfalls als harmlos darstellen möchte. Für mich stellt sich die Frage: "Steht dies in einem angemessenen Verhältnis, dass der massive Eingriff uns in unserem Recht auf Freiheit einzuschränken rechtfertigt?"

    Was ist in dieser Zeit mit unseren alten Menschen passiert? Sie wurden nicht gefragt, ob sie ihre Angehörigen in den Arm nehmen wollen und Gefahr laufen, sich mit dem Virus anzustecken. Ob sie lieber weggesperrt und über diese Zeit auf sämtliche Nähe, Wärme und soziale Kontakte verzichten möchten. Bestimmt sind einige Menschen verunsichert, haben Ängste und daraus Panik entwickelt.
    Ich sehe es wie Dr. Ruediger Dahlke tatsächlich wurden sie nicht geschützt, sondern weggesperrt. Ich kann mir auch vorstellen, dass dies viel Leid bei den Betroffenen und ihren Angehörigen verursacht hat.

    Befremdlich für mich ist, dass durch den Virus und die daraus erfolgten Massnahmen die sozialen Kontakte geschwächt werden und immer mehr in verschiedenen Bereichen die soziale Medienwelt sowie die künstliche Intelligenz angepriesen wird. Dazu ein für mich anregender Gedanke, was hat Bill Gates in der Weltgesundheitsorganisation zu tun?

    Das Ausmass was die Massnahmen des Shutdowns mit uns Menschen, mit unserer Gesellschaft und Wirtschaft anrichtet und bis jetzt angerichtet hat, wird sich nachhaltig zeigen. Für mich zeigt bedauerlicher Weise, dass nicht "nur" der Virus krank macht. Auch profitieren aus diesem Elend die Medien und Pharmaindustrie.

  • Cornelia
    08.10.2020 00:39Uhr

    Probleme mit den Kindern

    Liebe Bella
    Mit den Worten, die Wohnung vermittelt jedem Besucher, er sei in der Wohnausstellung eines exklusiven Möbelhauses, erinnerte mich an eine ähnliche Situation.

    Ich vergesse es nie mehr, wie es mir den Atem nahm, als ich das Elternhaus meiner Kollegin zum ersten Mal betrat. Hygienisch clean. Keine Bilder, kein Schnickschnack, keine Accessoires und kein Anhaltspunkt, dass in diesem Haus gelebt wurde. Sofort ging es zur Terrasse und die gute Sonne gab mir den Atmen zurück.

    Die Art mit dem permanenten Aufstehen, Reinigen, Zurechtlegen oder beim Vorbeigehen ein Haar von der Schulter entfernen, mit dem ordentlichen hinlegen und überstreichen der Wohndecke, bis zum pinken Sofa auf welches man sich nicht setzen durfte und nach der Berührung, das Wildleder dunkel/hell, wieder in Ordnung gebracht wurde, konnte meine Kollegin nicht irgendwo geklaut haben, nachdem sie ihre erste Wohnung bezogen hatte.
    Für die Kaffeerunde gab es in der Küche das dafür bestimmte Mobiliar. Aber nicht im Wohn- und Esszimmer am wunderschönen Holztisch mit den Lederstühlen. Die Nachkontrolle nach dem Betreten des Badezimmers war dann das Pünktchen auf dem i. Und mit jedem Wohnungswechsel gab es eine neue Möbelausstellung mit Besucherküche, bis ein Partner es wagte mit ihr zusammen zu ziehen.

    Wie die Mutter? Manchmal sagte sie, ja. Das schöne ist, dass auch sie über die Zeit "Schöner Wohnen" mit dem "don't touch" lachen konnte. Einiges hat sich zwischenzeitlich verändert und man darf sich sogar auf das Sofa setzen.

    Das damalige Gefühl mit den Erinnerungen an ihr Elternhaus kommt manchmal wieder auf, wenn sie vom Treffen mit ihrer Mutter erzählt.

    Übrigens: Kaffee gibt es bei ihrer Mutter nur bis nach dem Mittagessen (Aufwand Maschinenreinigung). Aufgrund dessen treffen sie sich im Stammcafé der Mutter und Familienfeste werden seit einigen Jahren bei meiner Kollegin gefeiert.

    Zu den Fragen:
    Distanz kann auch wieder Nähe geben um nach einer gewissen Zeit den Frust wieder abbauen zu können. Wenn die Freundin von der damaligen Situation wieder erzählt, kann eventuell eine Veränderung mit den gewählten Worten auf das damalige Weihnachtsfest zu hören sein. Ich kann es nachvollziehen, dass die ganze Organisation, die Vorbereitungszeit mit der zusätzlichen Dekoration sie ermüdete, so dass sie nicht mehr genügend Energie hatte, nach 22:00, Kaffee für alle zu machen. Es ist möglich, dass es der Freundin auch gut tut, wenn sie mit ihren Kindern direkt über ihre Belastbarkeit mit 80 Jahren spricht und um Mithilfe fragt, für das nächste Weihnachtsfest.

  • A. Christensen
    28.09.2020 13:44Uhr

    Liebe Meta Zweifel

    Und wie ich mich an dieses Lied erinnere, ich kann heute noch einen Teil auswendig! Erst vor ein paar Tagen ist es mir wieder durch den Kopf, weil meine Tochter zurzeit ein anderes Lied von ihm lernt, «I han es Zündhölzli azündt». Hoffentlich war er nicht wirklich mit prophetischer Weitsicht ausgestattet, wenn ich so höre: (…) alls hätt' brielet: Wär isch tschuld? Ds ganze Land in eim Tumult. Dass me gschosse hätt uf d'Bundesrät am Rednerpult…

    Du schreibst, «Es muss wohl so sein, dass wir das verdrängen, was uns ängstigt», und ich beobachte fast täglich sowohl an meinen Mitmenschen wie manchmal auch an mir selber, wie wahr diese Aussage doch ist. Aber, welch ein Segen kann die Verdrängung sein! Was für eine praktische Erfindung, schwupps im Kopf einfach die Türe zu verschliessen, ganz nach dem Motto: wenn ich es nicht sehe, ist es auch nicht da. Wie bei kleinen Kindern, die noch fest daran glauben, dass man sie nicht sieht, wenn sie sich die Augen zuhalten. Es kann einen retten für einen Moment, es kann eine Atempause verschaffen, einem Zeit geben, etwas setzen zu lassen, einzusortieren, auseinander zu dividieren. Aber genau das sollte es meiner Meinung nach sein: eine kurzfristige Notbremse, und nicht eine Lebenseinstellung.

    Es lebe der Mut, danach auch hinzuschauen und sich dem Unbekannten vor der Tür zu stellen! Und nota bene zu verstehen, dass die Monster hinter jedermanns und jederfraus Türe anders aussehen…

  • Simone Niederer
    25.09.2020 10:24Uhr

    Auf dem Gipfel gibt es keinen Cappuccino

    Mein erster Gedanke, als ich den Titel gelesen habe, war: Schade, denn ich liebe Cafe und Cappuccino. Aber auf dem Gipfel dann vielleicht doch nicht mehr das, was mir als erstes in den Sinn käme;-) Dafür und das stelle ich mir vor: eine Wahnsinns innere und tiefe Befriedigung.
    Danke für diese kurze Buchvorstellung, ich werde dieses Buch bestimmt lesen. Mein Motto vor drei Jahren, wie auch noch heute, ist: Nicht stehen bleiben, egal wie, egal welchen Weg man einschlägt, Hauptsache man bleibt in Bewegung...geht nicht gibt's nicht. So habe ich es auch getan bis heute...
    Und wenn man dann trotzdem vom Weg abkommt, weil einem der Mut verlässt, kann es vll hilfreich sein, andere Geschichten und Zeilen des Muts zu lesen und spüren...?!
    Ich freue mich und bin gespannt auf das Buch !

  • Erna Mächler
    22.09.2020 13:36Uhr

    Interview mit Dr. med. Ruediger Dahlke - Schluss mit Panik und Angst
    Besten Dank für dieses super Interview!
    Im Moment beschäftigt mich dieser Themenkreis sehr stark. Ich stehe teilweise einer Welt gegenüber, die für mein Empfinden zu fest von Angst und Panik getrieben wird. Eine kritische Sicht zu den getroffenen Massnahmen ist nicht erlaubt. Sofort wird man in den rechten Ecken gestellt oder den Verschwörungstheoretikern zu geordnet. Dazwischen gibt es nicht viel. Verdiente Wissenschaftler, die über viele Jahren bewiesen haben, dass sie verstehen, was sie vertreten, werden diskreditiert. Die Medien haben eine Macht, die mich manchmal sprachlos macht. Es geht nicht darum, dass der Virus negiert oder in seiner Wirksamkeit verharmlost wird. Die vulnerablen Mitmenschen müssen geschützt werden, aber ist damit dieser massive Eingriff in unsere persönlichen Rechte und unsere Freiheiten gerechtfertigt? Auf die enormen wirtschaftlichen Folgen möchte ich gar nicht eingehen. Es muss doch möglich sein, dass nach den vergangenen Monaten eingestanden werden kann, dass der Virus kein Killervirus darstellt. Die Wissenschaft hat dazu gelernt und sie kann die Lage neu beurteilen. Jedoch werden standhaft Horrorszenarien aufrechterhalten, die sich wirklich zerstörend auf die Seele der Menschen auswirken können. Wie fühlt sich ein Kind, dass hört, dass es eine Gefahr für Oma und Opa sein könnte. Eine Umarmung eventuell Oma und Opa töten könnte. Immerhin sind zum heutigen Zeitpunkt diese Schreckengespenster beseitigt, aber was ist da zurückgeblieben in einer Kinderseele? Ein Kind nimmt alles ungefiltert auf. Das Gehirn ist noch nicht so ausgebildet, dass eine kritische Hinterfragung möglich ist. Alle diese Überlegungen übersteigen teilweise mein Fassungsvermögen. Für mein Empfinden sind wir teilweise in einem "medialen Brainwashing" gelandet. Menschen bilden Fronten und ein Meinungsaustausch ist manchmal nicht mehr möglich. Dass ein solch brandheisser Themenkreis zu hitzigen Diskussionen führen kann, das ist für mich nachvollziehbar. Jedoch die Tatsache, dass langjährige Freundschaften dadurch in Schutt und Asche gelegt werden, das ist für mich ein zu hoher Preis.

  • Nathalia Gertsch
    16.09.2020 08:27Uhr

    Sachiko – glückliches Mädchen

    Liebe Brigitte,
    Bei diesem wunderbar geschriebenen Brief drücken sich direkt die Erinnerungen an meine verstorbenen Fellnasen durch. Der erste war ein Kater, der so verschmust war, dass er in vielen Nächten mit mir in der Löffelchenstellung geschlafen hat. Ich genoss diese Momente sehr und prägte sie mir bewusst ein. Man hofft ja, dass die geliebte Samtpfote uns lange begleitet, aber wissen tut man es ja nie. Leider wurde er angefahren. Jedoch schleipfte er sich noch mit kaputter Hüfte und gerissenen Bänder nach Hause, wo ihn mein Mann fand und in die Tierklinik brachte. So konnten wir noch bewusst Abschied nehmen. Für mich war klar, ich wollte keine weitere Katze mehr, mein Kontingent für Katzenliebe war mit seinem dahinscheiden verbraucht. Zudem war ja noch seine Schwester bei uns, die aber ganz klar ein "Papibüsi" ist.
    Zwei Jahre später bekamen wir die Anfrage, ob wir ein Kitten aufnehmen wollten, dass kein Zuhause bekommen hatte. Ich war zuerst dagegen, kam dann aber zum Schluss, dass es für mich keinen Unterschied machte, ob ich ein oder zwei Katzen füttere.
    Ich wollte mich wirklich nicht in dieses Knäuel verlieben. Aber es hat mich so schnell und so intensiv erwischt, dass ich erst richtig begriffen hatte, was da mit dieser Kätzin und mir geschehen war, als sie bereits 3/4 Jahr später angefahren und (zum Glück für sie) sofort tot war. Aber die Verbundenheit mit ihr, das bleibt. Sie schlief jede Nacht, wirklich jede Nacht oben auf meinem Kopfkissen, so dass ich meinen Kopf an ihrem Bauch halten konnte. Wenn ich in der Nacht erwachte, konnte ich sie nur leicht mit dem Kopf anstupsen und sie begann sofort wieder zu schnurren. Und auch während der wachen Zeit verbrachte sie viele Momente auf meinen Schultern. Nicht immer bequem, aber einfach nur schön.
    Von der irischen Musikgruppe U2 gibt es ein Album mit dem Titel "All you can't leave behinde". Die Liebe lassen wir nicht zurück, die dürfen wir mitnehmen. Sie bleibt in unserem Herzen und wird ein Teil von uns.

  • Claudia Zoller
    13.09.2020 12:49Uhr

    Angst vor dem Winter

    Zora Debrunner, 04.09.2020

    Liebe Zora

    Du sprichst mir aus der Seele. Ich absolvierte in den letzten 15 Wochen ein Praktikum in der Aktivierung in einem Alters- und Pflegeheim. Erstaunlicherweise mussten wir keine Masken tragen. Im ganzen Haus wurden keine Masken getragen, ausser freiwillig. Nur die Besucher mussten eine tragen. Da stellt sich mir doch die Frage, wast stimmt jetzt? Wenn ich Herr oder Frau Google frage was wichtiger ist, Abstand oder Maske, kommt die Antwort Abstand. Wie aber soll ich Abstand halten zu meinen Bewohnern die an Demenz leiden? Die sich darüber freuen wenn man sie kurz in den Arm nimmt? Ein streicheln über die Wange? Ich gebe einer Bewohnerin das Abendessen ein. Sie kann sich nicht mehr verständigen und kneifft permanent den Mund zu. Wie soll ich Abstand halten? Wenn ich die Maske aufhabe erkennt sie mich nicht und schlägt aus.
    Ich sitze im Bus mit Maske. Es stinkt nach Parfüm, Essen, Schweiss und ..... Der Bus ist übervoll!! Wo ist der Abstand? Die Masken hängen unter der Nase, unter dem Mund oder am Arm. Wie soll ich mich verhalten? Soll ich einfach hingehen und sagen: Sie sind bestimmt allergisch auf die Maske, darum tragen sie keine oder soll ich einen bösen Blick senden. Was stimmt und was nicht, wer gibt einem die richtige Antwort?

  • Brigitte Widmer
    10.09.2020 18:39Uhr

    Brigitte Hieronimus -
    Wo ist die Welt noch in Ordnung?

    Liebe Brigitte
    Permanent sind wir nun seit Monaten mit dem Thema und dem Virus mehr oder weniger direkt konfrontiert, sei es über die Medien oder im Alltag; Maskenpflicht im Laden, im öffentlichen Verkehr, im Flugzeug, an der Arbeitsstelle, Abstandsregeln einhalten, Hände waschen usw. Wen wundert es, wenn viele, ich inbegriffen, des Themas überdrüssig geworden sind.

    Doch der Virus ist omnipräsent und Teil meines Lebens geworden, ob es mir nun passt oder nicht. Er polarisiert und ist Nährboden für viele Verschwörungstheorien.

    Die Ungewissheit bleibt. Sie schwebt unsichtbar, nicht greifbar in der Luft und ist doch irgendwie real. Ähnlich stelle ich mir den Covid-19 Virus vor. Unsichtbar und doch eine bestehende und nicht zu verleugnende Gefahr. Oder wird dessen Gefährlichkeit doch übertrieben, wie manche behaupten? Ich weiss es nicht.

    Auch in meinem Berufsleben zeigt Covid-19 spürbare Auswirkungen. So habe ich voraussichtlich bis Ende August Kurzarbeit. Falls sich die Flugbranche bis dahin nicht wesentlich erholt hat, sind alle Szenarien möglich und ein Personalabbau unausweichlich. Vor Corona wusste ich genau, wie ich meine bevorstehende Pensionierung, die in ein paar Jahren stattfinden sollte, planen wollte. Nun ist alles offen.

    Immer wieder erinnere ich mich in dieser von Unsicherheit geprägten Zeit an das weise Zitat eines buddhistischen Mönches:

    Für die Zukunft zu planen, gleicht dem Fischen in einem trockenen Loch;
    Nie läuft etwas, wie du es dir wünschst,
    Gib also all dein ehrgeiziges Planen auf.
    Gyalse Rinpoche

    Gleichzeitig ist mir bewusst, dass es in meinem Leben immer wieder schwierige Phasen gab und ich gestärkt aus diesen herausfordernden Lebensabschnitten kommen durfte. Im Rückblick sind es gerade diese Zeiten, die am lehrreichsten waren. So schaue ich mit Zuversicht und mit dem Wissen, dass alles gut ist, so wie es ist, in die Zukunft.



  • Yvonne
    10.09.2020 16:38Uhr

    Angst vor dem Winter
    Zora Debrunner, 04.09.2020

    Liebe Zora

    Eindrücklich wie du deinen Arbeitsalltag und deinen Umgang mit Corona beschreibst! Vielen Dank für dene Arbeit! Gerade zu diesen Zeiten aber auch überhaupt.
    Unglaublich, wie wir uns das alle vor einem Jahr noch überhaupt nicht vorstellen konnten.
    Und jetzt überall und allgegenwärtig dieses anstrengende Thema, wenn ich ganz ehrlich bin, es nervt mich einfach. Ich würde es gerne wegdenken, ich glaube so geht es vielen. Offensichtlich ist das aber nicht möglich und wir werden wohl auch langerfristig Wege finden müssen mit dieser neuen Art von «Bedrohung» umzugehen.
    Ich wünsche Dir einen wundervollen, ruhigen und angstfreien Winter. Und wie du so schön sagst: Carpe Diem.

  • Yvonne
    10.09.2020 14:35Uhr

    Probleme mit den Kindern
    Bella, 15.04.2019

    Liebe Bella

    Dein Betrag hat mich nachdenklich gemacht. Was für ein trauriger Gedanke, dass eine 80-jährige Mutter solche Probleme mit ihren Kindern hat.
    Natürlich hätte ich einen Lösungsvorschlag: Ansprechen! Miteinander reden.
    Allerdings ist mir klar, dass es nicht so einfach ist unterschiedliche Familiendynamiken einzusehen. Könnte Sie offen mit ihren Kindern sprechen und sagen: «Ich bin jetzt alt genug, wie wäre es, wenn Weihnachten ab nächstem Jahr bei euch stattfindet?» hätte sie das wahrscheinlich auch getan.
    Somit habe ich keine echte Antwort auf deine Frage. Aber dafür Fragen! Hat sie das Problem bei Ihren Kindern angesprochen. Wie war das Weihnachtsfest 2019?

  • Yvonne
    10.09.2020 14:04Uhr

    Meta Zweifel - Empörung als Volkssport?

    Es lebe die Empörung!

    Ich sehe das wie Ralph Waldo Emerson (1803-1882):
    Eine anständige Empörung weckt alle Kräfte eines Menschen.
    Die Welt und ihre Informationsüberflutung haben uns so wahnsinnig abgestumpft. Es gibt wenig, dass uns ehrlich empört. Wir sehen jeden Tag die schrecklichsten Bilder, sind mit unglaublichen Fakten umgeben. Wir sehen halb verhungerte Kinder mit Fliegen in den Augen, Bilder vom Leben in Flüchtlingslager, wissen Geschichten über Misshandlungen von Kindern, sind informiert darüber, wie es in der Massentierhaltung zu und her geht, hören jeden Tag von Ungerechtigkeiten unseres Rechtsystems, die soziale Ungleichheit scheint weltweit unaufhaltbar anzusteigen und unsere Natur scheint auch dem Untergang gewidmet zu sein
    Nur - nichts davon empört uns, meiner Meinung nach, auch nur ansatzweise in dem Masse, wie es die Ereignisse verdient hätte.
    Und ab und zu erreicht uns etwas, tief im Herzen und erschüttert trotz all dieser Abstumpfung unser Innerstes. Wie das Bild vom kleinen Alan Kurdi, das um die Welt ging, nachdem dessen Leichnam nach dem Ertrinken an der türkischen Mittelmeerküste angeschwemmt wurde.
    Oder eben die Viedoaufnahme von den letzten Minuten im Leben von George Floyd.
    Dann geht es uns (endlich) mal durch Mark und Bein. Und wir sind entsetzt und empört. Es ist diese Empörung hält uns davon ab es in die Ecke mit den anderen schrecklichen Dingen zu stellen und kommentarlos weiterzumachen. Und es diese Empörung, die die Menschen dazu bringt, endliche etwas verändern zu wollen, sie wollen aus ihrer Ohnmacht erwachen und endlich eine Veränderung erzwingen.
    Das geht nicht immer gut. Viele Menschen wissen nicht, wie sie diese Energie in konstruktives Verhalten umwandeln können. Oft wird es dann auch in die andere Richtung übertrieben. Das sehe ich auch so. Dennoch, ohne Empörung, ohne dass wir als Gesellschaft so richtig wütend über einen anhaltenden Zustand sind, wird sich dieser nie ändern. Das zeigt uns auch ein Rückblick in die Geschichte in allen möglichen Bereichen: Emanzipation, Rassismus, Antisemitismus, sexuelle Freiheit, um nur einige zu nennen.
    Auch wenn es uns dann zum Nachdenken bringt über anscheinend Belangloses, wie den fragwürdigen Namen einer Süssigkeit. Bleibe ich dabei: Es lebe die Empörung!

  • Beatrix
    05.09.2020 11:39Uhr

    Geschätzter Mathias

    Vom finalen Abschied... Dein Artikel über Tod und Liebe hat in mir einen grossen Kloss gelöst und endlich Tränen der Traurigkeit aber auch Dankbarkeit zugelassen. Nach über zehn Jahren habe ich einen imaginären Brief an meine, im März 2010, verstorbene Mutter geschrieben. Jahrelang konnte ich ihre Anwesenheit neben, bei und mit mir spüren und auch heute ist noch oft diese Wärme um mich herum spürbar... Meine Mutter litt an einer unheilbaren Autoimmunkrankheit und ahnte schon bei Ausbruch der Krankheit, dass sie daran sterben würde. Aus Gründen, die ich heute besser verstehe, nahm ich die Krankheit meiner Mutter nicht wirklich ernst und verhielt mich ihr gegenüber oft kühl und abweisend. Kurz - ich habe ihr nie gesagt, wie unsicher und ängstlich mich ihre Erkrankung gemacht hat. Schlimmer noch habe ich es aber empfunden, dass ich ihr nicht mehr gesagt habe, wie lieb ich sie habe, wie dankbar ich ihr bin und - wie stolz ich darauf bin, wie sie ihre Krankheit erduldet hat und sie das Leben am Ende los gelassen hat. All dies - und noch viel mehr - steht in meinem imaginären Brief an meine Mutter. Ich spüre nun eine tiefe Verbundenheit mit ihr und bin mehr als stolz, die Tochter dieser wunderbaren Frau zu sein!
    Lieber Mathias ich danke dir für deinen offenen und einfühlsamen Artikel!!

  • Daniela Bleisch
    25.08.2020 16:25Uhr

    Brigitte Hieronimus | Wo ist die Welt noch in Ordnung? 03.05.2020
    Liebe Brigitte
    Während ich deinen Artikel lese, frag auch ich mich; Sind wir noch zu retten?
    Was uns alles erzählt wird unter dem Deckmantel «Schutz vor dem Virus» macht mich nachdenklich.
    Ein Virus, dem man mit Vorsicht, Respekt und mit gesundem Menschenverstand begegnen soll, wird mit allen Mitteln bekämpft.
    Impfung, das werde die Lösung in Zukunft sein! Da sträubt sich alles in mir. Mehrmaliges, grossflächiges Desinfizieren der Umgebung wird verordnet. Auch gute Mikroben werden dabei zerstört, Mikroben, die der Mensch braucht, damit sein Immunsystem fit bleibt. Darüber spricht man leider zu wenig.
    Eine andere Frage, die sich mir stellt: Was passiert mit uns, wenn wir nun ständig Angst haben vor dem Virus? Wir sind angespannt, fühlen uns hilflos, werden misstrauisch anderen Menschen gegenüber. Einige gehen nicht mehr vor die Tür. Unser Stoffwechsel ist belastet, unser Immunsystem genauso, welches uns ja vor dem Virus schützen sollt.
    Ich denke auch an schwangere Frauen, durch die ganze Situation wird der vorgeburtliche Stress sicher hoch sein. Das wird sich wahrscheinlich auch auf das Neugeborene auswirken.
    In dieser Zeit mit so vielen widersprüchlichen News, nehme ich mir eine Auszeit und gehe in die Stille. Ich vertraue meinem Immunsystem und begegne dem Virus weiterhin mit Respekt, Aufmerksamkeit, Vorsicht und gesundem Menschenverstand.


  • Daniela Bleisch
    25.08.2020 16:23Uhr

    Das ist die richtige Version :):)

    Mein Entschluss steht fest.
    Béatrice Stössel, 06.08.2020
    Pech für die armen Callcenter Leute
    Liebe Beatrice
    Was habe ich über deine Zeilen geschmunzelt. Jeder von uns kennt das, da ruft jemand an und möchte dir ein Zeitschriften Abo mit riesigen Vorteilen verkaufen. Du weisst aber im Voraus schon, das möchtest du nicht, du brauchst auch nichts und wohin mit diesen vielen Zeitschriften? Oder mit den Vorteilen einer neuen Krankenkassenprämie? «Nein, keine Lust zu wechseln» findet auf der anderen Seite einfach kein Gehör.
    Viele Male bleib ich höflich und höre aufmerksam zu. Doch manchmal kommt mein kleiner Teufel hervor und flüstert mir ins Ohr, warum hörst du dem Anrufer zu, hast du nichts Besseres zu tun?
    Auf der anderen Seite kommt bald der verständnisvolle Engel und beschwichtigt, ach der Arme!
    Du weisst doch, er lebt von diesen Anrufen. So kann es hin und her gehen. Einige Minuten. Bis ich genug habe und mit langsamer und ganz sanfter Stimme sage: Das hört sich nach einem sehr guten Angebot an. Gleich Morgen bespreche ich es ausführlich mit meinem Vormund. Meistens wird es ruhig auf der anderen Seite und der Anrufer wünscht noch knapp einen schönen Tag.
    Und so habe ich mir diese Strategie mit dem Vormund zugelegt. Ich war schon die energische Putzfrau, Babysitter der Familie oder die Assistentin, die keine Auskunft geben darf. Auch habe ich schon geflunkert, die gewünschte Person weile gerade für ein Jahr in Amerika oder Grönland. Mein «Vormund» funktioniert aber bis jetzt am besten!
    Die Anrufe nehmen ab und ich stelle mir vor, dass auf der Call-Liste bei meinem Namen vermerkt ist: «ACHTUNG, MUSS VORMUND FRAGEN, NICHT ANRUFEN!»

  • Daniela Bleisch
    25.08.2020 16:19Uhr

    Gaby Kratzer - Bratpfanne und Lockdown
    Gaby Kratzer, 30.05.2020

    Liebe Gaby
    Mit einer Bratpfanne in der Hand stand auch ich während dem Lockdown vor der Kasse in der Migros und verstand die Welt nicht mehr. Die Kassierin meinte genervt, die Pfanne sei von den gesperrten Gestellen und dürfe somit derzeit nicht verkauft werden. Da sei kein Klebeband am Gestell, insistierte ich. Dann habe es halt jemand weggenommen, aber dies ändere nichts daran: Die Pfanne bleibe hier. In meinem Kopf begann es zu kochen. Was fiel dieser Frau eigentlich ein, mich der Lüge und des Betruges zu bezichtigen? Ich wollte schon Luft holen, um meine Meinung kund zu tun, da rief ein älterer Mann hinter mir, das Gestell sei nicht abgeklebt, er habe es auch gesehen. Erleichtert bezahlte ich die Pfanne und bedankte mich noch bei dem netten Mann. Der zwinkerte mir zu und meinte, es habe da so viele Gestelle mit Haushaltsartikeln gehabt, keine Ahnung ob da auch Pfannen gewesen waren.
    Übrigens, drei Monate nach deinem Artikel herrscht nun an vielen öffentlichen Orten Maskenpflicht. Im öffentlichen Verkehr schon seit Längerem, auch in der Physiotherapie und seit Neustem, zumindest in Zürich, sogar in den Läden. In der Physiotherapie allerdings darf ich sie ablegen, wenn ich auf dem Bauch liege. Zum Glück, nicht, dass ich noch ersticke.
    Heute in der Spitalapotheke konnte ich zum ersten Mal die Vorteile des Tragens einer Maske geniessen. Das Flirten! Jawohl, da man ja nur die Augen sieht, kann man mit dem jung und nett aussehenden Apotheker ungeniert flirten.

  • Simone Niederer
    18.08.2020 15:14Uhr

    Farewell my friend / Debrunner Zora
    ,,Professor,,

    Mein herzliches Beileid liebe Zora! Wenn ich deine Zeilen gleich nach Veröffentlichung gelesen hätte, hätte ich Sie wahrscheinlich ganz anders gelesen und hätte es nicht gleich gut verstanden. Seit Jahren wollten meine Kinder eine Katze, ich habe mich immer dagegen gesträubt. Die Haare überall waren mir ein Graus, kaputte Sofas, Vorhänge etc., Mäuse die man mir vorlegt. Futter kaufen, Tierarzt ....und und und - ich gebe es zu, mich haben Tiere noch nie wirklich interessiert.
    Das Thema Katze wurde letzten Winter trotzdem wieder zum Thema. Ich habe mich vor zwei Jahren von meinem Mann getrennt und lebe mittlerweile mit meinen zwei Söhnen alleine im Haus. Jeder geht etwas anders damit um, aber alle, inkl. mir haben sich nach etwas kuscheligem gesehnt. Jemand der immer da ist, einem zum Schmunzeln bringt, der einem Trost schenkt, jedoch keine Ratschläge erteilt und Selbstgespräche sind auch keine Selbstgespräche mehr ;-)
    Seit zwei Wochen haben wir nun einen Kater. Bevor wir ihn auf dem Bauernhof abholten, haben wir, resp ich, strenge Regeln aufgesetzt. Was er darf, was nicht, Nass-Futter oder Trockenfutter, Wasser und oder Milch.... Wir haben Ihm einen liebevollen Platz im Keller hergerichtet mit Katzen-Tor und es war klar, dass er nur ins Haus durfte, wenn jemand zu Hause war......
    Ihr wisst was kommt stimmt es ?! :-) Genau, er dufte schon nach 2 Tagen ins Haus auch wenn wir alle unterwegs waren. Meine Wohnzimmer-Vorhänge sind bereits leicht zerrissen, die Pflanzen haben kaum mehr Erde im Topf. Ja sogar alle hatten wir schon einen Herzinfarkt, weil das Katzen-Tor offen blieb, er die ganze Nacht draußen verbracht hat und am Morgen nicht im Keller war.
    Ja, es ist die pure Begeisterung für dieses kleine Lebewesen ausgebrochen. Ich bin froh, habe ich mich trotz meiner Zweifel für unseren Professor (sein Name) entschieden. Und jetzt liebe Zora, kann ich auch extrem gut nachvollziehen, wie einem so ein Kätzchen ins Herz springt und ans Herz wachsen kann! Alles Liebe Dir und viel Kraft

  • Simone Niederer
    18.08.2020 10:23Uhr

    Gaby Kratzer - Bratpfanne und Lockdown
    Liebe Gaby
    Wie herrlich deine Zeilen zu lesen. Einerseits löst es ein schmunzeln aus, andererseits könnte es einem das Lächeln einfrieren. Habe ich doch selber so etwas ähnliches erlebt wie diese alte Dame, mit dem Unterschied dass ich die Worte bestens verstanden habe und ich wie Du selten auf den Mund hocken kann.
    Mit einem LÄCHELN habe ich einer Verkäuferin erzählt, warum ich genau diese verbotenen Sachen meine Kindern kaufen möchte und muss. Mit einem gesunden Menschenverstand, hat Sie die Kassiererin in die Pause geschickt, sich selber an die Kasse gesetzt und mir die nicht ,,legalen,, Sachen verkauft. Jetzt könnte man auch darüber streiten, ich weiss. Wenn man da nachgibt, kommt der Nächste und will das und jenes....
    Nur, ist nicht genau das die Antwort auf viele der 1001 offenen Fragen. Wenn jede/r von uns mit einem gesunden Menschenverstand handeln würde, wäre doch vll vieles anders oder nicht ?! Auch Neid und die Toleranz werden zum Thema. Ich auf jeden Fall hätte der alten Dame Ihre Bratpfanne gegönnt und habe trotzdem nicht das Gefühl gehabt, ich müsse auch eine kaufen nur weil Sie es konnte.
    Ich habe mir zum Ziel gesetzt, diese Kriese mit einem gesunden und glücklichen Menschenverstand zu durchlaufen. Die Frage, ob es mir gelingt oder gelungen ist, vll einmal später hier zu lesen :-)

  • marlies wuillemin
    16.08.2020 08:01Uhr

    Mit Purzelbäumen aus dem Hamsterrad von Benita Battlinger

    "Ueber das Danken zum Denken"....ein grosse innere Freude erfasst mich wenn ich diese Worte lese.Habe ich nicht schon unzählige Male erfahren dürfen
    wie Dankbarkeit mich öffnet,entspannt und in kreative Prozesse führt?
    Ich zitiere:" Angst und Denken gehen keine fruchtbare Verbindung miteinander ein.Es ist nicht ratsam,denken zu wollen wenn wir
    Angst haben."
    Angst treibt mich in die Enge,blockiert meine Reaktionsfähigkeit und führt dazu dass ich die Ratschläge anderer Menschen befolge .
    Am Morgen als erstes mein Denken ins Danken leiten ist ein wunderbarer Einstieg in den Tag! Dies verhindert, dass ich andere Menschen an meiner Stelle denken lasse, und sie mir dann ihr Ergebnis "schlag-artig mitteilen!
    Marlies

  • marlies wuillemin
    16.08.2020 08:01Uhr

    Mit Purzelbäumen aus dem Hamsterrad von Benita Battlinger

    "Ueber das Danken zum Denken"....ein grosse innere Freude erfasst mich wenn ich diese Worte lese.Habe ich nicht schon unzählige Male erfahren dürfen
    wie Dankbarkeit mich öffnet,entspannt und in kreative Prozesse führt?
    Ich zitiere:" Angst und Denken gehen keine fruchtbare Verbindung miteinander ein.Es ist nicht ratsam,denken zu wollen wenn wir
    Angst haben."
    Angst treibt mich in die Enge,blockiert meine Reaktionsfähigkeit und führt dazu dass ich die Ratschläge anderer Menschen befolge .
    Am Morgen als erstes mein Denken ins Danken leiten ist ein wunderbarer Einstieg in den Tag! Dies verhindert, dass ich andere Menschen an meiner Stelle denken lasse, und sie mir dann ihr Ergebnis "schlag-artig mitteilen!
    Marlies

  • Brigitte Widmer
    07.08.2020 13:37Uhr

    Mit 10 Schritten aus der Reihe tanzen

    Tanze deine eigene Choreographie.
    Das tönt wundervoll leicht und beschwingt. Maya Onken gibt 10 Tipps wie wir unseren Tanz für unser selber gestaltetes Leben erfolgreich umsetzen können. Ist dies wirklich so einfach wie es klingt oder täuscht der Eindruck?

    Steh zu dir!
    Zu sich stehen mit allen Stärken und Schwächen, die mir im Leben gegeben sind. Meine Erfahrung zeigt, dass mir dies einmal besser und einmal weniger gut gelingt, je nach Gemütslage und Allgemeinbefinden. Feind Nummer Eins: Sich mit Anderen vergleichen und schon werde ich mir untreu.

    Break the rules:
    Auf zur Rebellion! Hört sich enorm verlockend und lustvoll an. Mir ist aufgefallen, dass ich mit zunehmendem Alter mutiger und lockerer geworden bin. So stehe ich heute mehr für meine Interessen ein, obwohl ich weiss, dass ich auf Widerstand stossen werde. Oder ich gehe mit verschwitztem Joggingoutfit einkaufen, was für mich früher ein «No go» gewesen wäre. Ich gebe zu, da gibt es Potential zu noch mehr Freiheit. Zum Beispiel habe ich stets vor einem Besuch das grosse Bedürfnis und die Erwartung an mich selber, dass alles perfekt vorbereitet und durchgeführt sein soll, das perfekte Essen, die perfekt geputzte Wohnung usw. «Break the rules» lässt grüssen.

    Vertrau dir selbst:
    Sich selber seine beste Freundin sein. Was gibt es Schöneres, als diesen Grundsatz zu pflegen und danach zu leben. Wie viel Liebe und Wertschätzung sich selber gegenüber sind darin enthalten. Vertrauen und Freude zu haben in dem, was ich tue. Ist das nicht die Voraussetzung zum Glücklich sein und der Weg zum Werden wer ich bin?

    Ja, es ist möglich die eigene Choreographie leicht und lustvoll zu tanzen. Wie beim Tanzen ist es auch im Leben. Ich darf Fehler machen und aus Erfahrungen lernen. Das ist kein Weltuntergang, kein Grund mit dem Tanzen aufzuhören. Denn ich weiss, dass ich mit Freude, Geduld und Durchhaltewillen den Tanz meines Lebens immer beschwingter, bewusster und glücklicher tanzen werde.

  • Regula
    05.08.2020 15:18Uhr

    Liebe Benita
    Dein Artikel spricht mir aus der Seele! Auch wenn ich das genaue Gegenteil von dir war. Ich war ein ruhiges, unauffälliges Kind. Habe mich stets angepasst. Ich tat, "wie die Leute taten". Wollte sein wie die anderen und ihnen gefallen. Auch wenn ich meinen Mund stets gehalten habe und nie ein Widerspruch über meine Lippen gekommen ist, bin ich doch - genau wie du - in viele Fettnäpfe getreten.
    Ich habe geschwiegen, wenn etwas hätte gesagt werden müssen und hatte nie den Mut, mich für Schwächere zu wehren.
    Tief in meinem Innern war aber auch ich eine Rebellin! Wenn auch eine ganz stille... In meinem Innern wollte ich immer alles ergründen. Wollte wissen, warum, wieso und überhaupt etwas ist wie es ist. Auch ich war "anders als die anderen". Hatte viele Fragen und Ideen und fühlte mich oft nicht verstanden und überhaupt falsch auf dieser Welt.
    Heute weis ich, dass auch meine stille Rebellion nicht spurlos an dieser Welt vorbei gegangen ist. Mein Schweigen, wenn auch im Stillen, viel bewegt hat - und darauf bin ich stolz!
    Wie du habe ich gelehrt, dass ich nicht verkehrt bin. Dein Vergleich mit einem Mischkulturenbeet im Garten berührt mich. Ich finde diesen Gedanken einfach wundervoll! Aus meiner Zeit als Bäuerin weis ich, wie herrlich eine (ungedüngte) Blumenwiese ist und wie trostlos eine - wenn auch ertragreiche - "Güllenwiese" sein kann.
    Ich bin gerne Individualistin und die Veränderungen in meinem persönlichen Umfeld zeigen mir, dass meine - heute nicht mehr ganz so stille Rebellion - Früchte trägt. Mir wichtige Menschen tanzen aus der Reihe, erobern ihren eigenen Raum und zeigen mir: Ich war und bin nicht allein!
    Herzlichst, deine Regula

  • 05.08.2020 11:44Uhr

    Meta Zweifel, Empörung als Volkssport
    Liebe Meta
    Dein Text hat mich förmlich angesprungen.
    "Empörung" was für eine starke Emotion kann sich hinter diesem einen Wort breit machen. Aufstehen, sich gegen Regelverstösse lautstark, zum Schutz der Menschenrechte zu äussern, erweckt Aufmerksamkeit und ist für mich keineswegs verwerflich. Grossen Respekt an die Menschen, welche aufrichtig gegen Missstände und Ungerechtigkeiten rebellieren.

    So habe ich mich in den vergangenen Monaten gedanklich auch oftmals durch die Strassen ziehen sehen, wo ich lautstark meiner Empörung kundtue. Weil ich mich von politischer Seite her veräppelt gefühlt habe, wie eine Marionette behandelt, welche an Fäden dorthin geleitet wird, wo man sie haben möchte. Den Fokus auf das Motiv welcher uns zur lautstarken Empörung antreibt nicht aus den Augen zu verlieren, scheint mir sehr wichtig zu sein.

    Die Bezeichnung von Dir, dass die heutigen Empörungsdemonstrationen zu einer Art Volkssport geworden sind, stimme ich zu. Es wundert mich in keiner Art und Weise, so wie die Welt immer mehr aus den Fugen gerät, unser schnelllebiger Zeitgeist kaum mehr Verschnaufpausen hergibt. Überall in den sozialen Netzwerken wird zu jedem Thema wenn auch überhaupt nicht interessant oder gar wahr, heftig mit-diskutiert, mit Daumen hoch oder Daumen runter "geliket" nichts scheint mehr unmöglich zu sein. Grosse Schlagwörter und Bilder werden in jeglicher Form der Medienwelt genutzt um Emotionen zu wecken.

    Die Geschehnisse über die brutale Polizeigewalt welche das Leben eines Afroamerikaners ausgelöscht hat, im Vergleich der Debatte in der Schweiz über die Diskussion der Mohrenköpfe zaubert in mir ein müdes Lächeln hervor. Hat das wirklich noch in irgendeiner Art und Weise mit einer realitätsnahen Bekämpfung gegen Rassismus zu tun?
    Für mich sehr passend wie du Christian Morgenstern zitierst "Oh Mensch, lieg vor dir selber auf der Lauer!"

  • Erna Mächler
    29.07.2020 15:56Uhr

    Die Alten sind an allem schuld - Julia Onken

    Liebe Julia

    Deine Worte zeigen klar auf, dass in unserem System etwas mächtig hinkt. Bereits früh beginnt doch das Alter auch im Beruf eine grosse Rolle zu spielen. Erfahrene und sehr gut ausgebildete Fachkräfte können es sich nicht erlauben, ab einem gewissen Alter den Job zu wechseln. Bereits ab 45 Jahren gehen die ersten Augenbrauen in die Höhe, wenn man sich um eine Stelle bewirbt. Mit jedem Jahr wird die Schlinge enger. Bereits der Jahrgang befördert einen aus dem Bewerbungsrennen. Es gibt denn äusserst netten und sehr wohlwollenden Ausdruck für dieses Phänomen "Altersguillotine". Das bedeutet also auch, dass die Wirtschaft lieber in Kauf nimmt, dass ältere Mitarbeiter unmotiviert und unzufrieden auf dem Sessel sitzen bleiben, als dass auch hier ein normaler Personalwechsel und somit auch Erfahrungswechsel stattfinden darf. Ich bin überzeugt, dass ein Umdenken grosse Chancen für beide Seiten beinhalten würde. Jedoch zeigt die Erfahrung, dass der Slogan der Unternehmungen immer jung und dynamisch ist und der Umkehrschluss daraus liegt auf der Hand.

  • Andrea Christensen
    24.07.2020 08:59Uhr

    Vom ekelhaften Geruch der Masken - Zora Debrunner

    Liebe Zora

    Die Vorstellung, wie einsam die Situation für viele alte Menschen und deren Familien zur Zeit ist, macht mir zu schaffen. Umso mehr empfinde ich allergrössten Respekt für dich und alle, die in Pflegeberufen arbeiten und in jeder Hinsicht so viel geben. Ich danke dir für den Einblick in deinen herausfordernden Berufsalltag, obwohl sich das Wort "Alltag" so vermutlich gar nicht mehr verwenden lässt. Corona hat uns aus dieser Sicherheit gerissen, hat unsere Gewohnheiten und unsere Routine in Frage gestellt und uns, wie du schreibst, oftmals ohne Antworten zurück gelassen. Mehr denn je ist mir klar geworden, dass sich alles in einem stetigen Prozess befindet und die Erkenntnisse von Heute nicht unbedingt diejenigen von Morgen sind.

    Vielleicht kann kein Mensch von einem anderen erwarten, dass er sein Leben auf Sparflamme lebt, nur um das Leben von anderen zu schützen. Vielleicht könnte es aber auch sein, dass wir Menschen dies freiwillig machen und es für uns selbstverständlich ist, das Leben von anderen zu schützen? Eine höchst Interessante Auseinandersetzung mit dem Kern dieser Frage findet man übrigens im Buch "Im Grunde gut" von Rutger Bregman. Absolut lesenswert!

  • Erna Mächler
    13.07.2020 09:37Uhr

    Kein Liebhaber in Sicht - Béatrice Stössel

    Liebe Béatrice

    Beim Durchlesen deines humorvollen Textes wurde mir klar, dass ich diesen Tanz um die Grammatik fast täglich erlebe. Inspiriert durch deine Worte musste ich lachend feststellen, wie in meinem Berufsalltag vor allem Männer dazu neigen, immer etwas zu korrigieren. Die Begründung ist stets, dass es so grammatikalisch richtig ist. Ganz interessant ist dabei zu beobachten, dass nach der Prüfung des Textes von drei selbsternannten Grammatik Gurus am Schluss doch eine gewisse Uneinigkeit herrscht oder nach drei Wort Akrobaten der ersten Liga, man(n) wieder bei meiner "Wortwahl nach Gehör" endet.

  • Nathalia Gertsch
    06.07.2020 21:03Uhr

    Zora Debrunner - Vom ekelhaften Geruch der Masken

    Liebe Zora, ich muss dich direkt ansprechen. Ich habe grössten Respekt vor all den Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten, die Corona hin, Corona her jeden Tag zur Arbeit gehen und ihr Bestes geben! Die ihnen anvertrauten Menschen haben dies verdient, gerade jetzt.
    Und ich weiss auch, dass die Pflegenden nicht nur die Betreuten beruhigen müssen, sondern dass sie die viele Familienangehörigen anhören müssen, die mit den strengen Vorschriften vom Bund nicht einverstanden sind.
    Durch deinen Beitrag durfte ich einen Einblick auf die andere Seite haben und es passiert das, was überall, wo Gesetze und Gefühle aufeinander treffen passiert: Meistens verlieren beide Parteien. Hier sogar noch eine Dritte.

  • Brigitte Widmer
    02.07.2020 16:12Uhr

    Kommentar zu Birgit Dressler - Sprachlose Zeit

    Liebe Birgit

    Was für ein passendes Gedicht!

    Die Welt schien für einen Moment innezuhalten. Nein, es war nicht die Welt, es war unser geschäftiges Treiben, ein Treiben wie in einem Hamsterrad. Eine Zeit, die ausgefüllt war mit Arbeit, zielführenden oder ergebnislosen Terminen, wichtigen und zu vernachlässigenden Verabredungen, bereichernden und frustrierenden Treffen. Dazwischen immer wieder Pausen in der Natur, beim Meditieren, im Sport, um die Batterien für den "ganz normalen Wahnsinn» erneut zu laden.

    Es war eine Chance für uns alle, ein Weckruf, eine Zeit zum Innehalten, zum Zurückschauen. Haben wir diese Zeit genutzt? Habe ich sie genutzt?

    Wie schön war die Ruhe. Wenig Autolärm, kein hektisches «ich muss noch schnell…» Und doch! Es fühlte sich auch beängstigend an diese Ruhe, ungewohnt, unrealistisch? Wird es je wieder so sein wie früher? Wie wird die Veränderung nach Corona sein? Welche positiven Impulse kann ich von dieser erzwungenen Ruhe in meinen neuen Alltag mitnehmen?

    Die Natur, sie liess sich nicht aufhalten. Sie folgte unbeirrt dem Ruf des Frühlings. Was für eine Wohltat in einer Zeit, da so vieles von Unsicherheiten geprägt war und ist.

    Und auch Heute und Jetzt erfreue ich mich an der Natur. Sie tut mir gut und erfüllt mich mit Zuversicht, obwohl auch sie sich ständig verändert mit einer Gelassenheit und Natürlichkeit, die mir manchmal in meinem Alltag fehlt.

  • Stefanie Studer
    18.06.2020 19:25Uhr

    Kommentar zu "Mein Mann nimmt mir die Luft zum Leben"
    Marie-Claire F., 11.05.2017

    Liebe Marie-Claire
    Vielen Dank für die offenen Worte und die Beschreibung Ihrer Ängste und Sorgen.
    Es muss für Sie erdrückend sein, sich nie so zeigen zu können wie Sie sind und Ihre Interessen nicht selbstbestimmt verfolgen zu können. Die Sprachlosigkeit, die Sie beschreiben, drückt einen grossen Wunsch nach Diskussion und klärenden Gesprächen zwischen Ihrem Mann und Ihnen aus.
    Vielleicht haben Sie ja schon versucht, Ihre Wünsche einzufordern und Ihr Mut nach Veränderung und Klärung der Situation wurde enttäuscht. Das würden Ihre Aussagen erklären, die von Enttäuschung und Resignation geprägt sind. Den verloren geglaubten Selbstwert wiederzuentdecken und für seine Wünsche und Bedürfnisse einzustehen, scheint mir der einzig gangbare Weg in eine glückliche, gemeinsam gestaltete Zukunft.
    Wichtig für Sie in einer Findung nach Lösungsansätzen für die Krise ist das Wissen, dass es für einen Konflikt oder eine aus der Balance geratenene Beziehung immer Zwei braucht.
    Es ist nicht in erster Linie eine Frage der «Schuld», sondern von «Aktion» und «Reaktion». Ihr Mann erhöht seinen niederen Selbstwert, in der er Sie entwertet. Sie wiederum ermutigen sein Verhalten, in dem Sie seinen Wünschen genügen und ihn so bestärken. Diese Negativ-Spirale, die sie beide in weitere Abhängigkeit zueinander nur in ihrer beiderseitigen Erniedrigung bestärkt und so den Konflikt verschärft gilt es zu durchbrechen.
    Oft helfen in einer eingefahrenen und ausweglos erscheinenden Situation Gespräche mit Dritten, in Ihrem Fall am besten unbeteiligte Fachpersonen, die Ihnen, und am besten Ihnen und Ihrem Partner gemeinsam, Wege aufzeigen können, die eingefahrenen und ungesunden Strukturen zu durchbrechen, Ängste in einem geschützten Umfeld zu formulieren und alltagstaugliche Lösungen zu finden.
    Ich wünsche Ihnen, dass Sie den Mut finden, den ersten Schritt zu machen und Hilfe zu suchen. Wohin Sie dieser Weg führt, kann ich nicht sagen. Aber sofern Sie sich darauf einlassen, kann es Ihnen den Blick öffnen für neue Lösungsansätze, mehr positive Gemeinschaft, eine befruchtende Beziehung und ganz einfach mehr Glück und Zufriedenheit im Leben als (Ehe-)Frau, Mutter und Individuum.

    Stefanie

  • Stefanie Studer
    18.06.2020 19:23Uhr

    Kommentar zu "Fragen einer Heilpädagogin"
    Karin Zimmermann, 12.06.2017

    Liebe Frau Zimmermann
    Vielen Dank, dass Sie so offen über Ihre Erlebnisse mit den Schulkindern als Lehrperson und Heilpädagogin schreiben und Rat suchen.
    Sie fragen sich: «Ignoriere ich unerwünschtes Verhalten oder setze ich diesem ein Ende durch Verbot oder Bestrafung». Das sind zwei entgegengesetzte Lösungsansätze: «Nichts tun» oder «Kämpfen».
    Sie erlebten den Gesang der Kinder als verstörend und fühlten eine starke Abneigung gegen den Inhalt des Liedes, den Sie mit Menschenverachtung und Ausgrenzung assoziierten. Im Umkehrschluss merkt man, dass Ihnen die Grundwerte «Toleranz» und «Menschlichkeit» und «Positives gemeinsames Erleben» sehr wichtig sind.
    Kinder sind sehr offen für die Einflüsse von aussen, nehmen manch unerwünschtes Verhalten ungefiltert an und versuchen sich in der Gruppe zu behaupten. Ich würde den Gesang nicht in erster Linie als bewusstes «Ausgrenzen» oder «Herabwürdigen» sehen, sondern eher als Erleben eines Gemeinschaftsgefühls mit Hilfe des (zugegebenermassen unpassenden) Gesangs. Hier würde ich ansetzen und das Mittel (den Gesang) würdigen, aber den Inhalt des Liedes mit den Kindern diskutieren. In einer Sonderwoche mit Sonderprojekten sollte auch Platz für besondere Gespräche sein.
    Ich würde daher einen Mittelweg wählen, weder Ignorieren, noch Betrafen, sondern: den Austausch mit den Kindern suchen.
    Fragen stellen wie: Weißt du eigentlich, was du da gerade singst? Wie muss sich ein Mensch fühlen, wenn ein solches Lied über seine Mitbürger gesungen wird? Was könnte ich anders/besser machen in Zukunft?
    Durch den Austausch zwischen den Kindern und Ihnen kann ein Gefühl des Verständnisses untereinander entstehen, ein Gefühl der Gemeinschaft und eine positive Lernumgebung für alle. Sie fühlen sich ernstgenommen, weil Sie Ihre Unzufriedenheit mitteilen, die Kinder fühlen sich ernstgenommen, weil man sich mit Ihnen und Ihrem Verständnis der Welt beschäftigt und Ihnen Raum für Gedanken und Gespräch bietet.
    So haben alle gewonnen und jeder sein Gesicht gewahrt.
    Dies ist meine persönliche Meinung, aber vielleicht hilft sie Ihnen, Ihre eigene persönliche gewinnbringende Lösung für Fragestellungen der Zukunft zu finden.
    Denn eines ist sicher: Wer mit Kindern arbeitet und sich für Ihre Lebenswelt interessiert, macht immer neue und oft bereichernde Erfahrungen, die aber auch schmerzhaft sein können, einen auch mal auf sich selbst, seine eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Unzulänglichkeiten zurückwerfen. Meist sind es nicht nur die Kinder, die aus solchen zunächst schwierigen Situationen lernen und persönlich wachsen.
    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele bereichernde Begegnungen mit unserer aller Zukunft
    und gute authentische Gespräche.

    Stefanie Studer

  • Stefanie
    18.06.2020 19:21Uhr

    Kommentar zu "Er lässt mich im Ungewissen"
    JuliaOnken, 19.12.2018

    Liebe Magdalena
    Vielen Dank für die offenen Schilderungen Ihrer Gefühlslage bezüglich Ihrer männlichen Bekanntschaft.
    So unsicher, wie Sie sich fühlen, scheint auch er sich zu fühlen, denn obwohl er telefonisch immer im guten kongruenten und ehrlichen Kontakt mit Ihnen ist, schafft er es nicht, diese offene und ehrliche Art auch in der persönlichen Begegnung aufrechtzuerhalten.
    Dies ist am Beginn einer Beziehung auch eher die Regel, als die Ausnahme. Ich kenne Ihr Alter nicht, weiss aber von Ihnen, dass Sie schon mehrere Beziehungen geführt haben oder Versuche in die Richtung gestartet haben, jedoch zurückgestossen wurden.
    Leicht anzunehmen, dass es Ihrem Bekannten in der Vergangenheit nicht anders erging? Seine Unsicherheit könnte ein Hinweis darauf sein. Er möchte nicht zu schnell zu persönlich werden, aus Angst vor Verletzung und Zurückweisung.
    Unser Verständnis der Liebe beruht ja meist auf romantischen Filmen oder Büchern, die meist nichts mit der Realität zu tun haben. Erste Begegnungen sind selten so überwältigend positiv, Gefühle selten von der ersten Sekunde an klar. Von diesem Standpunkt her, würde ich die Flinte nicht gleich ins Korn werfen und die Beziehung nicht zweifeln und analysierend angehen.
    Ich würde der Verbindung Zeit geben: Zeit für Gespräche, Zeit für Streit-Gespräche, Zeit für Diskussionen, Zeit, sich Kennenzulernen und die Zweifel über Bord zu werfen oder Zeit, zu erkennen, dass es keine gemeinsame Zukunft gibt. Zeit, eine gute Entscheidung zu treffen, die Ihnen beiden die nötige Sicherheit gibt, zusammenzubleiben und sich zu verlieben oder sich zu trennen.
    Dazu wünsche ich Ihnen viel Geduld. Denn Beziehung gelingt auf Dauer nur, wenn man in Kontakt bleibt und sich Zeit gibt: füreinander und für sich selbst.
    Herzlich
    Stefanie

  • Brigitte Widmer
    15.06.2020 14:17Uhr

    Liebe Birgit

    Was für ein passendes Gedicht!

    Die Welt schien für einen Moment innezuhalten. Nein, es war nicht die Welt, es war unser geschäftiges Treiben, ein Treiben wie in einem Hamsterrad. Eine Zeit, die ausgefüllt war mit Arbeit, zielführenden oder ergebnislosen Terminen, wichtigen und zu vernachlässigenden Verabredungen, bereichernden und frustrierenden Treffen. Dazwischen immer wieder Pausen in der Natur, beim Meditieren, im Sport, um die Batterien für den "ganz normalen Wahnsinn» erneut zu laden.

    Es war eine Chance für uns alle, ein Weckruf, eine Zeit zum Innehalten, zum Zurückschauen. Haben wir diese Zeit genutzt? Habe ich sie genutzt?

    Wie schön war die Ruhe. Wenig Autolärm, kein hektisches «ich muss noch schnell…» Und doch! Es fühlte sich auch beängstigend an diese Ruhe, ungewohnt, unrealistisch? Wird es je wieder so sein wie früher? Wie wird die Veränderung nach Corona sein? Welche positiven Impulse kann ich von dieser erzwungenen Ruhe in meinen neuen Alltag mitnehmen?

    Die Natur, sie liess sich nicht aufhalten. Sie folgte unbeirrt dem Ruf des Frühlings. Was für eine Wohltat in einer Zeit, da so vieles von Unsicherheiten geprägt war und ist.

    Und auch Heute und Jetzt erfreue ich mich an der Natur. Sie tut mir gut und erfüllt mich mit Zuversicht, obwohl auch sie sich ständig verändert mit einer Gelassenheit und Natürlichkeit, die mir manchmal in meinem Alltag fehlt.




  • Bernadette Landolt
    13.06.2020 10:24Uhr

    Viviane, 07.11.2018 / Hilfe, ich bin eine heimlich Geliebte

    Bernadette Landolt - in Ausbildung psych. Beraterin FSB


    Liebe Vivian
    Wenn ich das so lese: Ich habe mir alles selbst eingebrockt, ich wusste, dass er verheiratet ist, trotzdem habe ich mich auf ihn eingelassen. Dass dies kein einfaches Unterfangen wird, war Dir vielleicht von Anfang an schon bewusst! Dass Du nun verliebt bist, so wie noch nie in Deinem Leben...….was kann man sich Schöneres vorstellen!

    Da diese Beziehung aber, seit Beginn, nicht auf einem ehrlichen und vertrauensvollen Fundament wachsen konnte, kannst Du nun diese Liebe nicht wirklich unbeschwert und leicht geniessen, irgendwie fühlt es sich so nicht richtig an. Ich bin mir ganz sicher, Du bist es wert geliebt zu werden, ohne dafür kämpfen zu müssen und für Dich und Dein Kind einen Mann an Deiner Seite zu haben, der voll und ganz zu Euch steht.
    Die Idee mit dem anonymen Brief, eine Möglichkeit die aufgehen könnte. Aber ich frage Dich, ist dies tatsächlich der Weg den Du Dir wünscht?

    Vielleicht wäre eine Möglichkeit, in Ruhe einmal für Dich alles aufzuschreiben, so wie Du Dir das vorstellst und es für Dich stimmig wäre.
    Ich wünsche mir für Dich, dass Du die richtige Entscheidung findest und darauf eine Beziehung entstehen kann, die auf Ehrlichkeit, Liebe und Vertrauen basiert.

  • Brigitte Held
    05.06.2020 23:20Uhr

    Mein Kommentar zu „Das Leben ist spannend“ von Gaby Kratzer

    Liebe Gaby

    Dein Beitrag war für mich sehr spannend zu lesen.

    Auch ich musste erst 100-mal auf den Mund fallen um zu lernen was ich in meinem Leben möchte und noch viel mehr, was ich nicht möchte und vor allem auch wen ich nicht möchte! Ich habe diesen Fall jeweils förmlich gesucht und herausgefordert. Irgendwann einmal bin ich aber beinahe zu tief gefallen und nur noch herausgekommen weil ich viele gute Menschen um mich herum hatte. Das war der Wendepunkt in meinem schönen aber verrückten Leben. Von da an habe ich mich von allem und allen distanziert von dem oder denen ich wusste, dass sie mir nicht gut tun würden und es war unfassbar wie haargenau mich mein Bauchgefühl auf die richtige Schiene führte, nur weil ich es zuliess und darauf hören wollte!
    Heute bin ich wahnsinnig dankbar für all diese Fälle, denn ohne sie würde ich heute nicht das was mich jeden Tag so glücklich macht, denn ich hätte es nicht zu schätzen gewusst.

    Ich sehe es genauso wie du es schreibst Gaby. Der Sturz dient nur dazu es noch einmal zu versuchen und ich bestärke meine Kinder jeden Tag in dem ich ihnen sage, dass Sie es schaffen werden. Das sie fast alles schaffen wenn sie es nur wirklich wollen. Vielleicht nicht in diesem Moment oder nicht Morgen, aber irgendwann werden sie es schaffen.
    Und wenn sie es mal nicht schaffen sollten, dann ist es nicht das Ende, sondern nur der Anfang einer neuen Herausforderung.

    Vielen Dank für deine offenen Gedanken liebe Gaby!

    Herzliche Grüsse Brigitte Held, psychologische Beraterin in Ausbildung im 1. Jahr

  • Brigitte Held
    05.06.2020 22:10Uhr

    Mein Kommentar zu „wir haben die Wahl. Jetzt.“ Von Benita Batliner

    Liebe Benita

    Seit deinem Eintrag sind nun einige Wochen, gar Monate vergangen und in der Zwischenzeit hat sich auf unserem Planeten einiges geändert. Gutes wie auch Schlechtes.

    Ich kann deine Gedanken für das Gute sehr gerne teilen.
    Auch ich habe eine Entwicklung durchlebt, die sich wahnsinnig beruhigend anfühlte. Zwangs-Entschleunigung. So nannten wir es, mein Mann und ich. Einer schlimmer als der andere. Wir kannten kein Morgen, irgendwie passte auch das undenkbar Möglichste noch in unseren 24Sdt.-Tag.
    Und da kam er, der Tag X und plötzlich war alles anders. Wir haben die Zeit von der ersten Sekunde an gelebt und es fühlte sich wahnsinnig bereichernd und wunderschön an. So ein bisschen, nur wir ohne den Rest der Welt.
    Das Wertvolle ist noch wertvoller geworden und das Unschöne gar unbrauchbar.
    Den Ballast abwerfen, genau das hast du so gut geschrieben. Die Zeit unseres Lebens ist zu kurz um sie „Unwichtigem“ zu widmen und wir sind zu unwichtig um um uns zu schlagen als gäbe es kein Morgen. Was wir nicht vergessen dürfen ist, dass wir die Natur brauchen um zu leben, umgekehrt sind wir nur Störefreaks die uns viel zu Wichtig nehmen.

    …und dann der Gedanke an das „Schlechte“ an die vielen traurigen Schicksale.
    Das ist die Kehrseite der Medaille und ich möchte es nicht unausgesprochen lassen, denn dahinter steckt sehr viel Leid und grosse Verzweiflung.

    Bernadette hat das sehr schön geschrieben: „Wenn es kein Corona gäbe, es wäre wunderebar“.

    Vielen Dank für deine offenen Gedanken liebe Benita!

    Herzliche Grüsse Brigitte Held, psychologische Beraterin in Ausbildung im 1. Jahr

  • Bernadette Landolt
    23.05.2020 17:32Uhr

    Benita Batliner - Wir haben jetzt die Wahl....jetzt vom 25.03.2020

    Liebe Benita
    Ja, tausendmal alles ignoriert und jetzt ist es passiert. Ich erinnere mich dabei an das Lied 'tausendmal berührt und tausendmal ist nichts passiert', Corona kam anscheinend über Nacht und es hat 'Bumm' gemacht.

    Soeben habe ich etwas von einem reichen Politiker in der Schweiz gelesen. Er kritisiert den Bundesrat und fordert, dass Mitte April vieles wieder raufgefahren oder andere Strategien ausgearbeitet werden. Dass die momentane Situation für unsere Wirtschaft ein Desaster ist, verstehen die meisten und dazu muss man kein höheres Studium absolviert haben. Da habe ich einen Kommentar gelesen: die Gesundheit ist momentan wichtiger als die Dividenden Ihrer Familie. Ich war beim Frühstück und habe mich beinahe verschluckt. Wie unverständlich für mich und wieder einmal wie immer....leider. Nun sorgen sich die grossen Player, dass sie evtl. ein paar Millionen weniger haben und Unsereins schnallt sich den Gurt ein weniger enger und geht auch. Ich sage doch schon lange, ein moderner Robin Hood muss auf den Teppich oder so einer wie Ulrich Zwingli, damit die Sonne auch dort wieder einmal scheint, wo nur noch Dunkelheit und Schatten ist. Nun läuft natürlich weltweit die Forschung nach einem Impfstoff für den Corona Virus und vielleicht wäre auch die Lösung einen Impfstoff zu finden für jene die der Meinung sind, dass man Geld essen kann. Das war nun vielleicht ein wenig böse und ja Geld brauchts und ohne geht gar nichts, aber es würde und könnte für alle auf unserem Planeten reichen.
    Trotz alldem, erlebe ich persönlich momentan eine tiefe Dankbarkeit und grosse Glücksgefühle. Es ist auch nicht schlimm, dass ich keinen Kinobesuch machen kann, dass ich an keinen Events teilhaben darf, nein absolut nicht. Mein grosses Zirkuszelt ist momentan die wunderbare Natur. Wenn ich mich jeweils im Freien aufhalte, überfordert es fast meine Sinne. Die Farbenvielfalt, der betörende Duft der Pflanzen, dass mir beinahe schwindlig wird, lässt mich für einen Augenblick all die Sorgen dieser Welt vergessen. Ich wage es kaum zu sagen, doch diese Ruhe tut mir gut, ist irgendwie Balsam für mein Dasein. Wenn es kein Corona gäbe, es wäre wunderbar!

    Bernadette Landolt
    Ausbildung psych. Beraterin / 10.04.2020

  • Nathalia Gertsch
    25.04.2020 19:27Uhr

    Wir haben die Wahl. Jetzt.

    Ich hege die gleichen Hoffnungen wie Benita. Der Menschheit würde ein zurück spüren zur inneren Mitte und auch zu unser aller Mutter Natur mit all ihren Geschöpfen und Kreationen gut tun. Wir wissen es ja, in der Ruhe liegt die Kraft.
    Jedoch befürchte ich, dass wir uns schleichend wieder in die alten Muster hinein zwängen lassen. Früher, also vor Corona, konnten wir ja auch länger Arbeiten, besser Performen, mehr Geld verdienen. Nun hatten wir ja genug Zeit zur Muse, zum runterfahren und Mittigwerden. Somit sollten wir ja viel mehr leisten können. Und wenn wir nicht wollen, weil wir uns ja anscheinend leicht zu einem Blumenkind verwandelt haben, werden sie schon jemanden finden, der diesen Job wirklich braucht. Und der für die Firma bis zu seinem persönlichen Limit geht. Und darüber hinaus. Denn das sind und bleiben die geforderten Kriterien für eine erfolgreiche Karriere: Selbstaufopferung für eine meist gesichtslose Firma. Unermüdliche Arbeit um viel Geld zu verdienen.
    Da frag ich mich, warum sogenannte Aussteiger vielfach glücklicher erscheinen als super erfolgreiche Geschäftsmenschen.
    Wie wäre es mit einer neuen Strategie für die Menschen? Nur ein kleiner Aufwand mit einer grossen Wirkung: Wir kümmern uns gut um uns selbst, sind wohlwollend und achtsam mit unseren Mitmenschen und unserer Umwelt. Vielleicht hätten wir aus diese Pandemie dann doch etwas gutes für unser Herz rausnehmen können. Und die ganze Menschheit könnte davor profitieren.

    Nathalia, 1. Semester psychologische Beraterin

  • Anica Druzovic
    23.04.2020 19:01Uhr

    Liebe Silvia

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dich deine Situation zur Verzweiflung bringt.
    Du fühlst dich von deinem Bruder nicht ernst genommen. Von deiner Mutter kontrolliert und das alles, obwohl du schon lange eine erwachsene Frau bist.
    Das du gezwungen bist unter einen Dach mit deine Mutter zu leben und sie das Haus ohne deine Hilfe nicht halten kann - hat euch in eine gegenseitige Abhängigkeit gebracht.
    Dein Psychiater, hat dir vorgeschlagen „ unbedingt ausziehen“. Überlege dir, was dir Sorgen bei diesem Gedanken macht und besprich dies mit deinem Psychiater. Und überlege dir ausserdem, ob du eine Fachstelle für finanzielle Angelegenheit aufsuchen willst, um dich dort beraten zu lassen.

    Grüsse dich herzlich
    A. / 1. Semester

  • Nicole Schwager
    20.04.2020 14:40Uhr

    Hilfe - mein Mann hat mich verlassen
    ariane H., 28.05.2017

    Hallo Liebe Ariane,
    Es tut mir sehr leid das du in einem falschen Film gelandet bist. Es ist nicht sehr angenehm, wenn eine Ehe beendet wird auch nach 20 Jahren nicht.
    Ich verstehe auch das du wütend und enttäuscht bist. In all diesen Jahren hast du alles in eurem zuhause gemacht. Auch hast du 3 wunderbare Kinder grossgezogen, die nun auch Ihr eigenes Leben.
    Umso wichtiger ist es nun an Dich selbst zu denken, dich zu fragen was Du in deinem Leben machen möchtest. Und für dich selbst da zu sein. Wenn du ein Mensch bist, der gerne raus in die Natur geht, dann gehe Spazieren und bevor du gehst stell dir die Frage: « Wer bin ich? « Was will Ich? « Wie werde ich es erreichen!
    Die Antworten liegen in uns selbst auch du wirst diese finden.
    Wenn du zu dir selbst findest dann wird der Kummer und die Wut schwinden.
    Alles Liebe und viel Kraft
    Nicole

  • Larissa Rossi
    20.04.2020 13:03Uhr


    „ICH KANN NICHT MEHR SCHLAFEN“

    Larissa Rossi
    20.04.2020


    Liebe Sibille

    Das kenne ich nur zu gut: die Kinder werden flügge!
    Ich kann Deine Sorgen und Ängste wirklich in allen Deinen Gedanken nachvollziehen. Du hast schlaflose Nächte und fragst Dich nun, ob Du eine gute Mutter warst, respektive gute Eltern. Was Dich beschäftigt ist Deine Sorge und natürlich höre ich Deinen Kummer heraus, es könnte etwas passieren!
    Wir wollen festhalten; loslassen ist eine echte Herausforderung. Soeben noch so klein und nun in die weite Welt! Deine Kränkung ist Deine Realität, wie verständlich. Denn alles was Deine Tochter möchte, könnte sie ja auch hier, bei Dir und in Deiner Nähe!
    Deiner Liebe kann sie versichert sein, das braucht Deine Tochter hier, wie auch in der Fremde. Du bist ihr der sichere Hafen, zu dem sie immer zurückkehren kann. Da Deine Verunsicherung so viel Fragen aufwirft ist es sicher ganz richtig, in einem schönen Familienmoment ihre Motivation zu hinterfragen. Wie wichtig ihr Australien ist, so weit weg von Euch. Wenn Du sie bitten möchtest dazubleiben ist die Gefahr gross, dass sie es falsch versteht und vielleicht denkt, Du willst klammern oder Du gönnst ihr das nicht.
    Aber mit aller Liebe und allem Verständnis für ihren Freiheitsdrang, auch einmal ohne Eltern in der Nähe auf eigenen Füssen zu stehen und die ersten Abendteuer erleben zu dürfen, wird sie Dich sicher wahrnehmen, Dich - Deine Ängste und Befürchtungen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich für beide Seiten alles zum Guten wendet, sobald ihr offen darüber gesprochen habt.
    Die liebevolle Dankbarkeit Deiner Tochter, solltest Du ihr diesen Wunsch erfüllen, ist Dir sicher gewiss, sie wird das Vertrauen das Du in sie investierst, zu schätzen wissen.
    Es hat mich über den ersten Trennungsschmerz bei meinem Sohn hinweggetröstet und der Glanz in seinen Augen bei den Erzählungen über seine schönen und aufregenden Erlebnisse haben mich für die anfänglichen Bauchschmerzen restlos entschädigt.
    Er kam ein ganzes Stück erwachsener zurück.

    Ich hoffe, ich konnte Dir Mut machen und Kraft mitgeben.
    Alles Liebe- für jede Deiner Entscheidungen.

    Lisa

  • Nicole Schwager
    20.04.2020 08:36Uhr

    Originaltext
    Theodora Kostyal: Hellblaue Omaslips in 5-er Packung 30.01.2020

    Reisen

    Nicole Schwager: (03.03.2020)

    Ach, wie wunderbar das nennt man Reisen, oder? Mit dem Auto nach Frankreich, Südfrankreich dass ich etliche Male besucht habe. Das erste mal aber als kleines Mädchen, allein mit meiner Mutter.
    Das Auto damals ein roter Honda Jazz war eher ein klappriger Traktor, von bequem sein keine Spur. Von der Schweiz aus über 1000 Kilometer an die Küste Frankreichs tuckern. So laut war der Motor das der Radio nicht zu hören war. Es hatte etwas für sich, so musste Ich mich nicht mit meiner Mutter unterhalten, für das war ich sehr dankbar.
    Da meine Mutter auch eher chaotisch veranlagt war, und ich eher als Perfektionist oder sagen wir Ich musste es ja übernehmen was sie veranstaltete. Errichteten wir endlich die Küste, der erste halt am Meer.
    Wow, meine Nasenflügel öffneten sich soweit, dass der feuchte salzige Geruch tief in mich hineinströmen konnte. War so herrlich, so atemberaubend, unvergesslich! Ich als Kind in einem Bergland geboren war dieses Erlebnis ausgeliefert.
    Nun denn die Sonne verabschiedete sich mit allen Farben, Feuerrote Wolken zeigten das die Sonne weg war. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir einen kleinen Campingplatz. Ich hatte bis dato noch nie ein Zelt aufgestellt, wird schon schief gehen. «Dachte Ich». Ich fing an die Plane aus zu legen und die einzelnen Stangen zusammen zu fügen. Da meine Mutter mich immer und immer wieder darauf hinwies das es andersrum sein müsste, ermunterte ich sie es doch selbst zu tun!
    Da Sie, für mich sichtbar, auch noch nie eines aufgestellt hatte wurde auch nicht wirklich was daraus. Es stand zwar, aber wie lang? Ich entschloss mich Ihr das Zelt zu überlassen. Ich schnappte meinen Schlafsack und legte mich neben den kleinen rote Honda Jazz. Der Geruch nach Salz, Pinien und ein total überhitzter Motor lag in der Luft. Diese Nacht «Hammer» die Sterne schimmerten am Himmel sie schienen zu Tanzen und flackerten mir ins Gesicht.
    Der nächste Morgen kam schnell und wir fuhren weiter, also so viel weiter war es nicht! Kurz nach los Fahren machte der kleine rote Honda Jazz Geräusche. Diese klingten nicht sehr verheissungsvoll im Gegenteil. Als dann der kleine Rote noch zu ruckeln anfing pflegte meine Mutter eine kleine Panik. Mit letzten lauten Geräuschen fuhr sie auf den Hof einer Garage. Dann war still der kleine rote Honda Jazz gab keinen Ton mehr von sich. Nie mehr!
    Unser Französisch beschränkte sich auf einen ganz, ganz kleinen Wortschatz. Wobei wir hier eh nichts mehr hätten verstehen müssen den der Mechaniker gestikulierte mit den Händen so das, wir verstanden das nix mehr zu machen sei.
    Aus diesem Auto Trip wurde dann eine Reise mit dem Zuge zurück in die Schweiz.
    Das Schöne am Reisen ist, dass das ganze Leben eine Reise ist und wir immer etwas mitnehmen und dazu lernen.

  • Nicole Schwager
    20.04.2020 08:25Uhr

    Brigitte Bartholet: «Du hast echt eine Meise» (27.12.2019)
    (Text Kommentiert von N.S 20.01.2020)

    Eine wunderschöne Geschichte des Alltages, die kleinen Dinge die das Leben bereichern.
    Auch Ich schaue diesen kleinen und grossen gefrässigen Vögeln täglich zu und auch Ich wische die Unordnung wieder weg. Einen Rat zur Säuberung braucht es nicht denn das Geschenk, das man bekommt beim Beobachten ist dies allemal wert.
    Bei meinem Häuschen beobachte ich das, der rotbauchige gefiederte Kollege die Samen, die am Boden liegen einsammelt und geniesst. Eine wunderbare Rangordnung ist auszumachen. Die Spatzen, die meist in grösserer schar daher fliegen mischen die kleinen Blaumeisen auf, die allein oder zu zweit sich denn Magen füllen möchten. Die Meisen fliegen dann zum nächsten Ast und warten geduldig ab.
    Aber auch hier kommt dann meist ein grösserer Vogel, ein Amsel Paar diese mischen dann wiederum die Spatzen auf, die dann mit grossem Geschrei in die nächste Nachbarschaft fliegen.
    Doch dann kommt der so genannte Dieb zum Häuschen. Gross majestätisch mit seinem weiss, schwarzem Kleid das wunderschön grün bläulich in der Sonne schimmert. Dieser bedient sich dann so lange bis alle Körner weg sind, oder Ich mit meiner Katze beim Häuschen nach dem Rechten sehe.
    Ich als grösste und mächtige die das Häuschen besucht bin verantwortlich dafür, dass der Dreck weggeräumt wird und wieder frisches Futter zur Verfügung steht.

  • Nicole Schwaget
    20.04.2020 08:11Uhr

    Kummerkasten,
    Meine Schwiegermutter mischt sich überall ein!
    Lydia, 28.02.2019

    Liebe Lydia
    Ich verstehe, dass Sie Ihre Schwiegermutter mögen, sie sie aber immer kritisiert und Ihnen sagt wie sie sich zu verhalten haben. Und sich in Ihre kleine Familie einmischt.
    Was sie am meisten beunruhigt ist das Ihr Mann das Verhalten ihrer Schwiegermutter akzeptiert. Es wäre aber wichtig, dass sie dennoch das Gespräch mit Ihrem Mann suchen, da ihre Situation für sie nicht in Ordnung ist.
    Wenn das für sie aber eine grosse Herausforderung ist, könnten sie mit Ihrem Mann in eine Beratung gehen. Mit einer Beratung ist eine neutrale Person anwesend und es kann so nach einer Lösung gesucht werden.
    Ich hoffe Ich konnte Ihnen ein wenig helfen
    Mit freundlichen Grüssen
    N.S

  • Daniela Jandl
    18.04.2020 08:36Uhr

    Kommentar - Kummerkasten
    Ich habe die Nase voll - auch ich bin eine heimlich Geliebte!
    Lea - die heimlich Geliebte, 11.01.2019

    Liebe Lea,
    Du wünschst Dir eine Entscheidung, um Deine Einsamkeit zu beenden und erwartest von dem Mann, dass er zu Dir steht.
    Ich spüre beim Lesen eine Wut deinerseits auf die Ehefrau und Deinen starken Wunsch, an Ihrer Stelle zu sein.
    Deine Sehnsucht nach Geborgenheit und Deine Enttäuschung kann ich sehr gut verstehen.
    Du machst auf mich einen sehr gefühlvollen und rücksichtsvollen Eindruck, indem Du keine Entscheidung erzwingen willst und dem Mann keinen Druck machst.
    Achtest Du auch gut auf dich?
    Sei gut zu Dir selbst und nimm Dir die Zeit und die Ruhe, um tief in Dich hineinzuspüren. Dort wirst Du Deine Antworten finden.
    Ich wünsche Dir von Herzen viel Kraft dafür.
    Herzlichst, Daniela Jandl

  • Larissa Rossi
    16.04.2020 14:21Uhr

    „Er lässt mich im Ungewissen“

    Larissa Rossi
    10.04.2020

    Liebe Magdalena

    Deine Verunsicherung ist vollkommen verständlich.
    Es macht Deine Zweifel greifbar, wenn Du schilderst, wie positiv Euer Kennenlernen war. Und doch ist Deine gefühlte Einsamkeit in der Zweisamkeit, was Dich zu Recht beschäftigt.

    Deine Seele und Dein Herz führen Dich in Deine Vergangenheit, wenn Du Dich nicht gehört fühlst. Alles was Du wahrnimmst, hörst Du als Antwort tief in Dir, Du willst nicht wieder die gleichen Fehler machen und das ist genau richtig!
    Du magst spontane Entscheidungen aber stellst nun fest, dass es Euch beide bei Eurem Treffen dann doch ein wenig überrascht hat.
    Nun möchte er Dir täglich, wenn auch nur in einem Telefonat, nahe sein-für Dich darf es ruhig näher rücken, denn Dir ist das wichtig.

    Ich spüre auch Deine Freude an einem wiederentdeckten Gefühl, einer Neugierde auf Neues und verlorengegangenes Vertrautes: wie schön!
    Das möchte man festhalten, wie verständlich. Dein Bedürfnis nach Sicherheit lässt überlegen, ob er das auch so möchte. Das Du Dir und ihm die Zeit gibst, ein solch bejahendes Gefühl zu pflegen und wachsen zu lassen, ist sicher eine gute Idee - auch auf Distanz und manchmal nur am Telefon.
    Ich höre die Bereitschaft heraus, bei allem Zweifel den Du hast, ihm diesen Freiraum auch geben zu wollen. Es zeigt die Bedachtsamkeit auf, mit der Du mit Euch als noch junges Paar umgehst. Das finde ich bemerkenswert, zeigt es doch die Bedeutsamkeit seiner Person für Dich. Ich wünsche Dir für Dich und Eure Liebe alle Chancen dieser Welt.

    Du weißt, auf was es ankommt um Dein Herz zu erobern und wirst auch dieses Mal den richtigen Weg wählen.

    Mit lieben Grüssen

    Lisa

  • Larissa Rossi
    16.04.2020 04:21Uhr

    „Meine Schwiegermutter mischt sich ein“
    10.04.2020

    Liebe Lydia

    Erst einmal herzlichen Dank für Dein Vertrauen, solch ein privates Thema mit mir zu teilen.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen wie schwierig das für Dich ist, überhaupt mit jemanden darüber zu reden.
    Du berichtest über den Kummer, den Dir Deine Schwiegermutter mit Ihrem Verhalten macht. Am stärksten belastet Dich, das Dein Mann Deiner Schwiegermutter scheinbar nichts entgegenzusetzen hat, weil er Deine Not nicht sieht.
    Dich beschäftigt die scheinbare Unzufriedenheit Deiner Schwiegermutter über Dich und ihre Einmischung in all Eure privaten Belange, da Du sie eigentlich respektierst und magst, auch mit ihrer „speziellen“ Art. Es verletzt Dich, gerade weil Du ihr so positiv gegenüberstehst!
    Es wäre sicher eine gute Gelegenheit, ihr Deine Gefühle in einem ruhigen Moment zu offenbaren, vor allem wenn Dein Mann bei diesem Gespräch dabei ist. Dein tiefe Verunsicherung hinterlässt Spuren, aber Du liebst Deinen Mann und möchtest für Euch alle eine zufriedene Lösung!
    Dass er sich klar zu Dir als seine Frau bekennen sollte, ist Dein tiefster Wunsch und so willst Du wahr- und ernstgenommen werden. Es ist richtig und wichtig klar und deutlich auch Deine Grenzen aufzuzeigen.
    Ich drücke Dir die Daumen und hoffe, ich konnte Dich in Deinem Anliegen bestätigen und Dir Mut machen!

    Herzliche Grüsse
    Lisa

  • AD
    26.03.2020 19:50Uhr

    Mein Kommentar zu "Ich habe die Nase voll - auch ich bin eine heimliche Geliebte" von Lea

    Liebe Lea

    Ich lese bei dir sehr viel Wut und Frust heraus - was auch sehr verständlich ist, da es sicher eine schwierige Situation ist, die heimliche Geliebte eines verheirateten Mannes zu sein. Es klingt auch so, als ob du auch auf dich selbst wütend bist, weil du vielleicht der Meinung bist, dass du es hättest besser wissen müssen und es dich ärgert, dass du dich in so eine Lage gebracht hast. In diesem Fall, versuche vielleicht nicht zu streng mit dir zu sein, das ist, nun ja, einfach das Leben. Ausserdem scheint es, als würdest du dich auch einsam fühlen, da du die Feiertage alleine verbringen musst, während seine Frau ihn für sich haben kann. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass du auch sonst sehr viele Abende ohne ihn verbringen musst und dir vermutlich die Nähe einer gesunden und beständigen Partnerschaft fehlt. Schlussendlich kannst nur du wissen, was für dich das richtige ist und was du für dich in deinem Leben brauchst, um glücklich zu sein. Es sollte also keine Rolle spielen "was alle sagen", sondern vielmehr was du dabei denkst und empfindest. Es klingt aber danach, als ob du dir selbst in dieser Hinsicht schon näher kommst und festgestellt hast, dass diese Situation für dich nicht zufriedenstellend geschweige denn erfüllend ist, sondern du dich als "Leidtragende" siehst. Du schreibst auch, dass du dir ganz sicher bist, dass er sich nie für dich entscheiden würde, solltest du ihn vor die Wahl stellen. Aus deinen Worten geht aber hervor, dass du dir wünschen würdest, dass er seine Frau für dich verlässt und du eben nicht weiter die heimliche Geliebte sein möchtest. Wie wäre es also, wenn DU dich einfach für dich und für das was du brauchst entscheidest? Und eventuell bedeutet das dann auch, gegen ihn und für einen anderen Mann. Vielleicht ist da schon jemand, vielleicht kommt er noch. Wichtig ist vor allem, dass du dir selbst treu bleibst und für dich herausfindest, was du möchtest - oder auch nicht.

    Liebe Grüsse
    AD

  • Daniela Jandl
    25.03.2020 21:20Uhr

    Kommentar zu Monika Marti – Aus der Traum?

    Liebe Monika,

    ein sehr aktuelles und hochbrisantes Thema. Vielen Dank für die Möglichkeit, hier kommentieren zu dürfen.

    Ganz zu Anfang möchte ich allen Erkrankten baldige Genesung wünschen.

    Es ist eine spannende Zeit, die uns hier auferlegt wird. Sie, als Nichterkrankte, sinnvoll zu nutzen, ist für mich die grösste Aufgabe.

    Und doch bin ich erstaunt, das ein Virus uns hochintelligenten, weisen und über alles herrschenden Menschen in die Schranken weist. Es zwingt uns, daheim zu bleiben; verbietet uns, unsere Mitmenschen zu umarmen, ja sogar, sie zu treffen. Das ist hart, den wir Menschen brauchen körperlichen Kontakt – die Umarmung eine Freundes, den Handschlag der Nachbarin, das sanfte Schulterstreichen einer Kollegin. All das ist im Moment undenkbar.

    Ich fühle mit jedem Gewerbe, das jetzt um Existenz ringt, mit jedem Arbeitnehmer, der um seinen Job bangt, mich eingeschlossen. Und wie schön ist es, das Nachbarschaftshilfen entstehen. Einkaufsdienste, Lieferdienste, Kinder werden zum Basteln für ältere Menschen motiviert, um ihnen eine Freude zu machen. Auch das sind wir Menschen – wir sind füreinander da.

    Ich arbeite als Dentalassistentin, nebenberuflich motiviere ich Menschen mit Körper, Geist und Seele in Einklang zu kommen.
    Am Anfang der Krise fühlte ich mich absolut gelähmt. Ich erlebte einen persönlichen «Knock down».
    In meiner Tätigkeit als Dentalassistentin bin ich einem sehr hohen Risiko ausgesetzt. Ich habe keine Angst davor, selbst zu erkranken, mein Immunsystem ist gerüstet, aber ich habe Angst davor, als Überträger tätig zu werden. Es herrschte völliges Unverständnis in mir, für die Patienten , die in dieser Zeit eine Dentalhygiene durchführen lassen. Zudem arbeite ich in Deutschland, was mich vor die nächste Herausforderung stellt. Aufgewachsen in der ehemaligen DDR, fühlt es sich wieder eingesperrt an. Eine Tortur für mich, täglich über die geschlossenen Grenzen zu fahren, alle möglichen Papiere vorzuweisen und dann die Angst im Nacken: «Komme ich wieder heim, zu meiner Familie?»
    Nachdem sich die Situation dann so zugespitzt hatte, das uns in der Praxis die Patienten absagten und mein Chef auf Kurzarbeit zugreifen musste, habe ich für mich die Notbremse ziehen müssen. Um meinen Chef zu entlasten und um wieder zu mir selbst zu finden, mich neu zu ordnen, habe ich mir Urlaub genommen. Das war für mich die beste Entscheidung.
    Jetzt, mit etwas Abstand und Ruhe, kann ich auch wieder Verständnis für meine Mitmenschen aufbringen. Jeder geht anders mit der jetzigen Situation um, die einen extrem, andere eher lässig. Wichtig ist, sich selbst zu schützen und seinen eigenen Weg zu finden.
    Noch vor ein paar Wochen fand ich meine Arbeit wenig erfüllend und habe nach Auswegen gesucht. Doch dieser Virus hat es geschafft, das ich mich wieder auf meine Arbeit freue, den es sind die kleinen Dinge im Leben, die uns glücklich machen und die mir jetzt fehlen. Meine lächelnden Kollegen, die dankbaren Patienten – ich hatte all das schon fast vergessen.
    Ich werde die mir selbst auferlegte Zwangspause nutzen, um weiter an mir zu arbeiten, wieder aufmerksamer zu werden, achtsamer.
    Die Ausbildung am FSB ist mir dabei eine riesige Hilfe. Auch die Frauen aus meinem Kurs fehlen mir, doch wir werden alle gemeinsam diese Zeit durchstehen und gestärkt, achtsamer, anders daraus hervorgehen.

    Ich denke, es ist die Zeit, um zur Ruhe zu kommen, sich selbst wahrzunehmen und dem guten in uns wieder mehr Raum zu geben.

    Frühling
    Ein Erwachen
    Die Schnelllebigkeit verlassen
    Ich finde mich neu
    - Achtsamer -

    Ich bin dankbar, das ich meinen Worten Raum geben darf. Vielen Dank, liebe Monika, für den Auftakt.

    Ich wünsche allen von ganzem Herzen Gesundheit und die Zeit das Richtige für sich zu tun, egal was es ist.

    Herzliche Grüsse

    Daniela Jandl

  • Daniela Jandl
    25.03.2020 14:33Uhr

    Kommentar zu Julia Onken – Der sichere Weg, sich zu verpassen

    Liebe Julia,

    auch mich beunruhigt diese Zeit der digitalen Überwachung unseres Körpers sehr.
    Wer kann uns den besser sagen (und tut es auch), wie es uns geht und was wir brauchen, als unser Körper selbst?

    Durch die digitale Überwachung müssen wir unsere Körpersignale nicht mehr wahrnehmen, den der Tracker sagt uns ja schliesslich, wie es uns geht und was wir tun müssen, um unser Wohlbefinden zu verbessern.

    Sehr traurig und sicher nicht gesund.

    Auch ich wurde schon nach den Ergebnissen meines Schrittzählers gefragt und musste etwas beschämt passen. Um mein Versäumnis nachzuholen und endlich der «aktiven» Gesellschaft anzugehören, war dieser Schrittzähler schnell auf meinem Handy installiert. Auf die Ergebnisse war ich sehr gespannt und guter Dinge. Ich war mir sicher, mindestens die doppelte Strecke pro Tag zurückzulegen, als mein Kontrahent. Doch die Ernüchterung kam.
    Laut Schrittzähler habe ich es nicht mal auf 2 Kilometer geschafft, geschweige denn, irgendwelche Etagen erklommen. Ich war fassungslos.

    Doch schliesslich wurde mir bewusst, das dieses Ding ja nur funktionieren kann, wenn ich mein Handy/Tracker oder Sonstiges bei mir trage, was am Tage sehr selten der Fall ist. Meistens liegt es irgendwo und wartet auf Aufmerksamkeit.
    So machte sich doch ein gutes Gefühl in mir breit und ich bin stolz darauf, zu den Menschen zu gehören, die auf ihre Körpersignale achten – ohne digitale Unterstützung.

    Gerade in diesem Moment sitze ich an meinem Schreibtisch, die Sonne scheint und wärmt mich. Ich denke, es ist Zeit für ein bisschen Bewegung an der frischen Luft – ohne Schrittzähler

    Vielen Dank, liebe Julia für diesen Beitrag.

    Besonders berührt hat mich noch dein Abschluss. Ich habe gespürt, wie traurig dich das macht und du diesen Menschen am liebsten geschüttelt hättest um ihn zu sagen «Wach auf!». Aber Du weißt, es ist sinnlos. Er hat noch nicht erkannt, was er verliert.

    Ich wünsche Ihm, das er es noch rechtzeitig merkt, um wieder das wahre Glück zu finden.

    Herzliche Grüsse

    Daniela Jandl

  • Daniela Jandl
    25.03.2020 11:12Uhr

    Kommentar zu Benita Batliner – Was ist meine Berufung

    Liebe Benita,

    du hast einen wunderbaren Text geschrieben, in dem ich mich sofort wieder erkannt habe. Ich konnte direkt mit dir fühlen, den diese Fragen stelle ich mir auch immer wieder allzu oft.

    «Was ist meine Lebensaufgabe?» «Bin ich am richtigen Platz?» «Setze ich meine, mir gegebenen Talente sinnvoll ein?»

    Dein Text beruhigt mich und macht mir klar: «Ja, ich bin richtig!», denn schliesslich haben mich meine Fähigkeiten hierhin gebracht.

    Auch wenn ich meine, manche Dinge passen nicht mehr in meinen Lebensplan, wie zum Beispiel mein Job, finde ich doch auch dort immer wieder Dinge, die mich erfüllen, die mir die Möglichkeit geben, meine Botschaft an die Welt zu senden.

    «Liebe, Verständnis und Respekt anderen und sich selbst gegenüber»

    Du hast toll beschrieben, wie sich die Liebe in dir Bahn bricht und immer wieder diese Mauern, die uns ja auch fordern, niederreisst.

    Aus deinem Text ziehe ich für mich folgendes Fazit:

    «Egal was ich gerade tue, egal wo ich gerade bin; bleibe ich mir treu – bin ich richtig!»

    Vielen Dank dafür!

    Herzliche Grüsse

    Daniela Jandl

  • AD
    24.03.2020 18:13Uhr

    Mein Kommentar zu "Was ist meine Berufung?" von Benita Batliner / 03.03.20

    Liebe Benita

    Vielen Dank für deine schönen Gedanken. Ich habe mich von deinen Zeilen sehr angesprochen gefühlt, da auch ich, wie etliche andere auch, mir immer wieder diese Frage gestellt habe. Was ist der Sinn des Lebens? Oder vielmehr, wo liegt mein Sinn des Lebens? Es scheint ja so, als ob dies die Frage aller Fragen ist, jeder danach sucht und wenn man zu denen gehört, die diese Frage nicht so klar beantworten können, einem etwas fehlt oder man gar unvollkommen ist. Für viele ist es der Job oder ein Hobby, andere sehen ihn in ihrem Partner oder ihren Kindern. Ich finde, den Sinn in der allgemeinen und allgegenwärtigen Liebe zu suchen, respektive zu finden, einen sehr schönen Ansatz. Ungebunden an eine Person, eine Sache oder ein Hobby, sondern einfach pur als solche. Das fühlt sich sehr einfach und richtig an für mich. Scheint es doch eine Frage zu sein, mit der wir uns befassen, weil wir sonst keine existentiellen Probleme haben. Ein Luxus-Gedanke sozusagen, welchen wir uns machen, weil der Mensch Probleme - oder eben einen Sinn - zu brauchen scheint, so kommt es mir zumindest vor. Ich bezweifle, dass zum Beispiel die junge Frau in Afrika, die nicht genügend Nahrung für ihr Kind oder ein Dach über dem Kopf hat, sich Gedanken über den Sinn des Lebens macht und darüber fast in Depressionen verfällt. Solche Menschen leben von einem Tag zum anderen und das einzige was sie umtreibt ist, wie sie genug zu essen finden. Ich drücke das bewusst etwas bissig aus, weil viele von uns, die das Glück hatten in der westlichen Welt das Licht zu erblicken, so verwöhnt sind und auf unfassbar hohem Niveau jammern - ich fasse mir dabei gerade an die eigene Nase. Also ja, warum nicht einfach den Sinn des Lebens darin sehen, dass man liebt. Ich liebe, also bin ich.

  • B. Held
    24.03.2020 15:02Uhr

    Eintrag Kummerkasten
    Betreff: Meine Schwiegermutter mischt sich überall ein. Von Lydia

    Liebe Lydia

    Du hast nicht nur das Problem, dass sich Deine Schwiegermutter überall einmischt und Du ihr nichts recht machen kannst, sondern noch mehr leidest Du darunter, dass Dein Mann keine Partei für Dich ergreift, schlimmer noch, er heisst das Verhalten seiner Mutter Dir gegenüber gar noch für gut.

    Wie Du schreibst, mag Dich Deine Schwiegermutter nicht. Fraglich ist, ob es überhaupt irgendeine Schwiegertochter gäbe, welche den Ansprüchen Deiner Schwiegermutter genügen würde.
    Es ist also bestimmt der falsche Ansatz, irgendetwas ändern zu versuchen, um es Deiner Schwiegermutter recht zu machen. Kannst Du nicht. Musst Du auch nicht.
    Viel wichtiger ist, dass Du das Gespräch mit Deinem Mann suchst.
    Sag ihm, wie belastend die Situation für Dich ist, dass Du Dich von ihm alleine gelassen fühlst.
    Die Lösung findest Du nur im Gespräch mit ihm. Wenn er sich weiter gegen Dich stellt, kannst Du Dich nur anfangen abzugrenzen um nicht unter zu gehen und dass würde nicht nur Distanz zu Deiner Schwiegermutter, sondern auch zu Deinem Mann schaffen.

    Ich wünsche Dir viel Stärke für ein umfassendes Gespräch und grüsse Dich herzlich.

    B. Held, psychologische Beraterin in Ausbildung im 1. Jahr

  • BL - in Ausbildung, dipl. psych. Beraterin
    13.03.2020 09:53Uhr

    12/03/2020 - mein Kommentar zu:

    Stillstand gilt nicht. 'Alles fliesst' - Mathias Jung, 27.12.2019


    Ich habe mich für diese Geschichte/Beitrag entschieden, da es mich an meine eigene Lebensgeschichte erinnert.
    Ich weiss wie es sich anfühlt, wenn man als Kind einen viel zu schweren Rucksack angezogen kriegt und der Inhalt dessen, aber auch gar nichts mit Dir zu tun hat. So einen erdrückenden Rucksack habe ich über lange Zeit getragen, bis ich zusammengebrochen bin und krank wurde. Dass ich diese Last nicht mehr tragen konnte, stiess in meiner Familie auf Unverständnis und meine Schuldgefühle begannen zu wuchern wie ein bösartiges Geschwür.

    Was darauf folgte waren viele Irrwege, Fehlentscheidungen, Therapien über viele Jahre und immer wieder habe ich mich hochgerappelt und weiter ging es.

    Dazwischen gab es Zeiten da häutete ich mich wie eine Schlange und hinterher fühlte es sich wieder an wie Frühling. Doch dies war meistens ein kurzes Glücksgefühl, denn all die Narben und Altlasten wucherten schnell wieder um meine jungfräulich erscheinende Haut, verstopften meine Poren wieder und ich drohte zu ersticken.

    Heute muss ich mich nicht mehr häuten und fühle mich wohl in meiner Haut. Auch wenn ich bis zum heutigen Zeitpunkt mit meinen Eltern/Familie nie darüber sprechen konnte, ich habe ihnen ihr Rucksack definitiv zurückgegeben. Ich habe erkannt, ich bin nicht meine Mutter und ich bin nicht mein Vater und endlich konnte sich meine Seele aus meinem selbst konstruierten Käfig befreien. Meiner Seele zum Fliegen verholfen, hat schlussendlich die absolut, bedingungslose Liebe von meinem Lebenspartner, mit dem ich nun seit 10 Jahren zusammenlebe.

    Ein halbes Jahrhundert bin ich umhergeirrt, habe gesucht, habe gewütet, habe mich selbst beinahe zugrunde gerichtet und die Medizin, welche mich schlussendlich heilen liess, heisst 'bedingungslose Liebe'.

  • 08.02.2020 17:22Uhr

    Kommentar zum Buch „Seelenwunden“ von Mathias Jung

    Beim Lesen des Märchens „Hans mein Igel“ sind bei mir alte Erlebnissen aufgetaucht, die zwar schmerzlich waren, nun aber auch dank der Einsicht in die Erzählung in einem neuen Licht erscheinen. Die Erzählung hat mir letztlich geholfen meine Geschichte besser verstehen und mich mit ihr versöhnen zu können.
    Hans mein Igel sucht seinen Vater auf. Er will ihm nicht imponieren oder betteln. Er ist nun gelassen. Warum? Er hat die grösste Liebesgeschichte seines Lebens erfolgreich absolviert: Die liebe zu sich selbst. Dieser Gedanke gefällt mir sehr.
    Die unselige Kette der Verletzung durchbrechen und sich befreien können heisst, sich erinnern – nach innen schauen, darüber trauern – es beweinen, es bewüten – nicht Opfer bleiben, begreifen warum es so ist, wie es ist und schliesslich beenden.
    Versöhnung ist eine anstrengende Sache, die sich aber unbedingt lohnt!

    Danke für diese Geschichte.
    Anica Druzovic

  • Paula M.
    01.01.2020 09:34Uhr

    Betrifft: philosophische Reflexionen
    Ich bin 81 Jahre alt und denke oft über den Tod nach. Ich gehöre nicht zu denen, die behaupten, dass mit dem Tod alles vorbei ist, aber ich distanziere mich auch von dogmatischen Behauptungen, über das Weiterleben. Ich möchte einfach wertfrei darüber nachdenken. Deshalb gefällt mir die Art von Dr. Ruschmann sehr. Hat er noch mehr dazu geschrieben?

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