Julia Onken on Tour

Julia Onken – Online-Magazin

Mitdenken – Mitdiskutieren – Den eigenen Standpunkt erforschen

Interview mit Brigitte Hieronimus

Regula Stämpfli,

Gedanken – Impressionen – Reflexionen

Buchbesprechung 

Gedanken zum «heute gewesenen Tage»
Julia Onken

Julia Onken in eigener Sache

Weshalb ich aus dem KESB-Initiative-Komitee ausgetreten bin

Nein, es geht nicht um mich. Oder doch. Indirekt.

Seit Jahren engagiere ich mich dafür, dass die Fehlkonstruktion KESB abgeschafft oder wenigstens nochmals gründlich überarbeitet wird. Wenn es auch durchaus erfreuliche Rückmeldungen von Fallbearbeitungen gegeben hat, so ist es nicht zulässig, diejenigen zu vergessen, die in einer menschlichen Katastrophe endeten. Zur Erinnerung: Fall Flaach. Wenn in einer Flugzeuggesellschaft von zehn Flugzeugen vier abstürzen, muss man nicht von jenen sprechen, die in der Luft geblieben sind, sondern die Ursache erforschen, die zum Absturz führten.

Ich habe inzwischen mit vielen Fällen zu tun bekommen, die mich beinahe sprachlos gemacht haben. Wir haben mit dem Verein KESB-Schutz versucht, zu verhindern, dass es für die Betroffenen nicht zu einer Tragödie gekommen ist. Nicht immer ist uns dies gelungen. Trotzdem konnten wir immer wieder hilfreich eingreifen und Schlimmes verhindern.

Beispiele

Ein junger Mann, geschieden, zwei Kinder, dem das Besuchsrecht – von der KESB verordnet - nicht gewährt wurde. So versuchte er, seine Kinder wenigsten von weitem auf dem Pausenplatz noch zu sehen. Auch dies wurde ihm verboten. Als er sich an mich wandte, sass er auf einem Pulverfass, das jederzeit hätte explodieren können. Ich befürchtete, dass die Aggression zu Gewalt führen könnte. Wir vereinbarten, dass er regelmässig mit mir Kontakt hält, um seine Wut wenigstens verbal abzureagieren.

Eine 85-jährige Frau lebt seit Jahrzehnten mit ihrer geistig behinderten Tochter zusammen und kümmert sich bestens um sie. Die ganze Familie – zwei Brüder und eine Schwester – sind ebenfalls in die Betreuung einbezogen und kümmern sich um das Wohl der Behinderten. Eigentlich ein gutes Beispiel für einen familiären Zusammenhalt. Nun hat die KESB verordnet, dass ein Beistand zukünftig alles, was mit der Behinderten geschehen soll, bestimmt, auch eine Heimeinweisung wurde bereits angedacht.

Ein 92-jähriger Mann, der nach einem Sturz mit Spitalaufenthalt nicht nach Hause entlassen wurde, obwohl sich seine Kinder um die Betreuung kümmern wollten, wurde direkt in ein Heim einquartiert und die Wohnung verkauft. Die Kinder hatten keine Möglichkeit einzugreifen.

Zu den Beispielen: Da ich den Betroffen versprochen hatte, ihre Namen niemals preiszugeben, habe ich die Personenbeschreibung leicht abgeändert.

Wer keinen Vorsorgeauftrag hat, sollte sich rasch darum kümmern, damit nicht eines Tages die KESB vor der Türe steht, und das Selbstbestimmungsrecht entzogen wird.

Aktuell können wir alle etwas tun!

Die Kindes- und Erwachsenenschutz-Initiative unterstützen

Damit unsere persönlichen, rechtlichen und die finanzielle Freiheit bewahret werden:

1) Ist oder wird eine Person urteilsunfähig oder handlungsunfähig, so haben ihre Angehörigen in folgender Rangordnung das Recht auf Personensorge, Vermögenssorge und Vertretung im Rechtsverkehr dieser Person:

a. die Ehegattin oder der Ehegatte beziehungsweise die eingetragene Partnerin oder der eingetragene Partner;
b. Verwandte im ersten Grad;
c. Verwandte im zweiten Grad;
d. die faktische Lebenspartnerin oder der faktische Lebenspartner.

Julia Onken

Und wer sich jetzt noch dafür interessiert, weshalb ich aus dem Initiativkomitee ausgetreten bin, kann hier weiterlesen:

Ich wurde von Journalisten gefragt, ob die Initiative von Pirmin Schwander eventuell zurückgezogen werde. Ich musste darauf antworten, dass ich davon keine Ahnung habe. Und auch auf die Frage, wie der Stand der Unterschriftensammlung stünde, musste ich wieder antworten, dass ich keine Ahnung habe.

Daraus zog ich die Konsequenz, um der Initiative nicht zu schaden, ist es besser, mich von der Liste zu streichen.

Alles in Allem, mein Austritt ist eine unbedeutende Fussnote. Mehr nicht.

Ihre Julia Onken

Aktuelles Thema:

Viva la Vulva! Wie bitte?

Julia Onken

Auch das noch! Das hat ja gerade noch gefehlt. So oder ähnlich werden einige denken. Es ist aber höchste Zeit, dass wir uns nicht mehr damit abfinden, dass alles, was mit unserem Geschlecht zu tun hat, von Männern benennen lassen, und je nachdem, für welchen Zweck die Begriffe gerade herzuhalten haben, entwertend, bespöttelt oder verschwiegen werden.

Frauen setzen andere Impulse. Sie machen sich ihre eigenen Gedanken und definieren selbst, was für sie stimmig ist. Deshalb ist endlich Schluss mit der schamhaften Nichtbenennung, peinlichen Umschreibungen und schamhafter Entwertungen. 


Auf ein offenes Wort

Briefe an Verstorbene

Von Tag zu Tag
Meta Zweifel

Philosophische Reflexionen
Eckart Ruschmann

Psychologisches Grundwissen

von Julia Onken

Kummerkasten

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Dies und das

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Weshalb ich aus dem KESB-Initiative-Komitee ausgetreten bin

Nein, es geht nicht um mich. Oder doch. Indirekt.

Seit Jahren engagiere ich mich dafür, dass die Fehlkonstruktion KESB abgeschafft oder wenigstens nochmals gründlich überarbeitet wird. Wenn es auch durchaus erfreuliche Rückmeldungen von Fallbearbeitungen gegeben hat, so ist es nicht zulässig, diejenigen zu vergessen, die in einer menschlichen Katastrophe endeten. Zur Erinnerung: Fall Flaach. Wenn in einer Flugzeuggesellschaft von zehn Flugzeugen vier abstürzen, muss man nicht von jenen sprechen, die in der Luft geblieben sind, sondern die Ursache erforschen, die zum Absturz führten.

Ich habe inzwischen mit vielen Fällen zu tun bekommen, die mich beinahe sprachlos gemacht haben. Wir haben mit dem Verein KESB-Schutz versucht, zu verhindern, dass es für die Betroffenen nicht zu einer Tragödie gekommen ist. Nicht immer ist uns dies gelungen. Trotzdem konnten wir immer wieder hilfreich eingreifen und Schlimmes verhindern.

Wer keinen Vorsorgeauftrag hat, sollte sich rasch darum kümmern, damit nicht eines Tages die KESB vor der Türe steht, und das Selbstbestimmungsrecht entzogen wird.

Aktuell können wir alle etwas tun!

Die Kindes- und Erwachsenenschutz-Initiative unterstützen

Damit unsere persönlichen, rechtlichen und die finanzielle Freiheit bewahret werden:

1) Ist oder wird eine Person urteilsunfähig oder handlungsunfähig, so haben ihre Angehörigen in folgender Rangordnung das Recht auf Personensorge, Vermögenssorge und Vertretung im Rechtsverkehr dieser Person:

a. die Ehegattin oder der Ehegatte beziehungsweise die eingetragene Partnerin oder der eingetragene Partner;
b. Verwandte im ersten Grad;
c. Verwandte im zweiten Grad;
d. die faktische Lebenspartnerin oder der faktische Lebenspartner.

Beispiele

Ein junger Mann, geschieden, zwei Kinder, dem das Besuchsrecht – von der KESB verordnet - nicht gewährt wurde. So versuchte er, seine Kinder wenigsten von weitem auf dem Pausenplatz noch zu sehen. Auch dies wurde ihm verboten. Als er sich an mich wandte, sass er auf einem Pulverfass, das jederzeit hätte explodieren können. Ich befürchtete, dass die Aggression zu Gewalt führen könnte. Wir vereinbarten, dass er regelmässig mit mir Kontakt hält, um seine Wut wenigstens verbal abzureagieren.

Eine 85-jährige Frau lebt seit Jahrzehnten mit ihrer geistig behinderten Tochter zusammen und kümmert sich bestens um sie. Die ganze Familie – zwei Brüder und eine Schwester – sind ebenfalls in die Betreuung einbezogen und kümmern sich um das Wohl der Behinderten. Eigentlich ein gutes Beispiel für einen familiären Zusammenhalt. Nun hat die KESB verordnet, dass ein Beistand zukünftig alles, was mit der Behinderten geschehen soll, bestimmt, auch eine Heimeinweisung wurde bereits angedacht.

Ein 92-jähriger Mann, der nach einem Sturz mit Spitalaufenthalt nicht nach Hause entlassen wurde, obwohl sich seine Kinder um die Betreuung kümmern wollten, wurde direkt in ein Heim einquartiert und die Wohnung verkauft. Die Kinder hatten keine Möglichkeit einzugreifen.

Zu den Beispielen: Da ich den Betroffen versprochen hatte, ihre Namen niemals preiszugeben, habe ich die Personenbeschreibung leicht abgeändert.

Julia Onken

Und wer sich jetzt noch dafür interessiert, weshalb ich aus dem Initiativkomitee ausgetreten bin, kann hier weiterlesen:

Ich wurde von Journalisten gefragt, ob die Initiative von Pirmin Schwander eventuell zurückgezogen werde. Ich musste darauf antworten, dass ich davon keine Ahnung habe. Und auch auf die Frage, wie der Stand der Unterschriftensammlung stünde, musste ich wieder antworten, dass ich keine Ahnung habe.

Daraus zog ich die Konsequenz, um der Initiative nicht zu schaden, ist es besser, mich von der Liste zu streichen.

Alles in Allem, mein Austritt ist eine unbedeutende Fussnote. Mehr nicht.

Ihre Julia Onken

Aktuelles Thema:

Viva la Vulva! Wie bitte?

Julia Onken

Auch das noch! Das hat ja gerade noch gefehlt. So oder ähnlich werden einige denken. Es ist aber höchste Zeit, dass wir uns nicht mehr damit abfinden, dass alles, was mit unserem Geschlecht zu tun hat, von Männern benennen lassen, und je nachdem, für welchen Zweck die Begriffe gerade herzuhalten haben, entwertend, bespöttelt oder verschwiegen werden.

Frauen setzen andere Impulse. Sie machen sich ihre eigenen Gedanken und definieren selbst, was für sie stimmig ist. Deshalb ist endlich Schluss mit der schamhaften Nichtbenennung, peinlichen Umschreibungen und schamhafter Entwertungen. 


Interview mit Brigitte Hieronimus

Regula Stämpfli,

Gedanken – Impressionen – Reflexionen

Gedanken zum «heute gewesenen Tage»
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Briefe an Verstorbene

Auf ein offenes Wort

Von Tag zu Tag
Meta Zweifel

Philosophische Reflexionen
Eckart Ruschmann

Psychologisches Grundwissen

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